Sunday, November 27, 2022
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Unterdrückende Maßnahmen zur Verhinderung der Aufstände zum 11. Februar

Suppressive measures to prevent uprising on February 11 NWRI- Nach einer Bewertung der unterdrückenden Einheiten bezüglich der Aufstände am Ashura Tag (27. Dezember) und der Sorgen über eine Überforderung der paramilitärischen Bassij im Umgang mit Demonstranten, besonders mit der couragierten Jugend, hat das Regime neue Maßnahmen zur Abwendung einer Wiederholung des Scheiterns der Unterdrückung der Proteste verabschiedet.

Einige Informationen über eine strukturelle Veränderung der Bassij Einheiten wurde in einer Erklärung am 1. Februar bekannt gegeben:

1. In Bereichen, die unter der Kontrolle der Bassij stehen, werden Schulungen abgehalten, wie die Einheiten mit Krisen umgehen. Sie lernen dort, wie man die Demonstranten unterdrückt.

2. Wegen der aktiven Rolle der Frauen während der Aufstände besteht ein Teil des Trainings darin, weibliche Bassij auszubilden. Ein spezielle weibliche Einheit befindet sich in jeder Polizeistation.
3. Seit dem 21. Januar haben politische Experten der Revolutionsgarden (IRGC) Sitzungen in politischen und sicherheitsrelevanten Angelegenheiten abgehalten, bei denen auch Bassij anwesend waren.  Diese Treffen liefen unter dem Namen “Identifizierung und Aufdeckung von Aufrührern und feindlichen Komplotten.”

4. IRGC, Bassij und staatliche Sicherheitskräfte (SSF) sind seit dem 1. Februar in erhöhter Alarmbereitschaft.

5. Die Bassij Einheiten haben Pfefferspray und Tränengas erhalten.

6. Am 11. Februar übernahmen Motorradstaffeln der IRGC und der Bassij die komplette Kontrolle über die Teheraner Hauptstraßen, um Demonstrationen zu verhindern und die unterdrückenden Einheiten vor Übergriffen der Demonstranten zu schützen.

7. Wegen der schlechten Ausrüstung der SSF werden viele IRGC in SSF Uniformen gekleidet sein.

8. In jeder Stadt gibt es ein Hauptquartier mit dem Namen “Dahe Fajr”. Eine der Hauptaufgaben dieser Hauptquartiere wird die Kontrolle der Sicherheit in den Städten und die Organisation von Patrouillen und Straßenkontrollen sein.

9. Die SSF hat ihr Personal auch in allen Provinzen seit Beginn des iranischen Kalendermonats (Bahman, Ende Januar) schulen lassen, um sie auf die Proteste vorzubereiten. Ahmadi Moqaddam, der SSF Kommandeur drohte: “Heute hat sich der Staub gelegt und die Masken der Verschwörer sind gefallen, daher gibt es nicht länger eine Rechtfertigung für Kompromisse. Es ist wichtig, das Regime zu schützen und es gibt keinen Raum für Toleranz.”

10. Ca. 20 Prozent des SSF Personals, das in Teheran und anderen Städten war, wurde überprüft und entlassen. Das Regime hat ihre Stellen noch nicht neu besetzt. Es gab Reisen von verschiedenen SSF Offiziellen in verschiedene Provinzen, um das Problem zu lösen.

11. Vom 25. Bis 28. Januar gab es drei Übungen in Sicherheitsfragen in Qom, Ardebil (Khalkhal) und den Koh-Kilouye Provinzen. Alle Übungen galten der Schulung von Kampfeinsätzen und dem Umgang mit der Krise. Es ging auch um den Umgang mit gewalttätigen Demonstranten, dem Umgang mit Versammlungen und den Schutz von Gebäuden, der Befreiung von Geiseln und die Organisation von Sicherheitseinheiten an bestimmten Plätzen.

Mit diesen Maßnahmen versucht das Regime seinen zerfallenden Staat zu retten, wird jedoch seinen Sturz nicht vermeiden können. Solche unterdrückenden Maßnahmen erhöhen nur den Ärger und den Haß gegen das klerikale faschistische Regime. Während der Aufstände zum Ashura zeigten die Menschen, dass die Maßnahmen des Regimes keine Wirkung haben und dass sie das Volk nicht hindern können.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
3. Februar 2010