Wednesday, November 30, 2022
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Untersuchungen gegen Siemens wegen Lieferungen an iranisches Regime

 Quelle: Deutsche Welle 12. Dezember

Die deutsche Regierung hat damit begonnen, eine Untersuchung gegen den Technologiegiganten Siemens zu starten. Es geht vor allem um zwei Lieferungen per Schiff an den Iran, welche Teile beinhalten könnte, die für die Atomwaffenindustrie des Landes genutzt werden können.

Das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtete am Samstag, dass Siemens vor eine Untersuchungskommision der Regierung geladen wird, weil sie Technologie an den Iran verkauft haben könnte, die für das iranische Raketenprogramm genutzt wird. Ein Fall beinhaltet die Lieferung von Turbokompressoren, die von Kontrolleuren in Hamburg entdeckt wurden. Die Ladung auf dem Schiff hatte einen Wert von 16 Millionen Euro und wurden zum großen Teil von einem schwedischen Subunternehmen von Siemens an eine iranische Firma geliefert.

In einem anderen Fall berichtet die Zeitschrift davon, dass die britische Marine ein chinesisches Schiff in der Nähe von Dubai gestoppt habe, welches Computerteile an eine iranische Firma gelagert hatte. Die Computer werden benutzt, um Atomreaktoren zu steuern. Es wird vermutet, dass Siemens die Computer zuvor nach China geliefert hatte.
 
Siemens gab keine spezifischen Details der Lieferungen bekannt. Doch das Unternehmen sagte gegenüber dem SPIEGEL, dass sie keine deutschen Außenhandelsgesetze gebrochen haben. “Unsere Geschäftskontakte mit dem Iran beschränken sich ausschließlich auf zivile Bereiche und erfolgen in Abstimmung der internationalen Rechtsregeln”, sagte ein Sprecher von Siemens gegenüber dem Magazin.