Wednesday, November 30, 2022
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Irakischer Politiker kritisiert Pläne zur Umsiedlung der Exiliraner in Camp Ashraf

Saleh MutlakNWRI – Dr. Saleh al-Mutlaq, der Vorsitzende der irakischen Nationalen Dialogfront, kritisierte den Plan der irakischen Regierung zur Umsiedlung der Exiliraner, die in Camp Ashraf leben. Er beschrieb ihn als eine Forderung des iranischen Regimes, der von der irakischen Regierung umgesetzt werden soll. Das berichtet Al-Hurra TV am Donnerstag.

Dr. Mutlag betonte die Ablehnung der Regierungspolitik, die sich unwichtigen Dingen widme, während das irakische Volk furchtbare Tragödien zu erdulden habe, ergänzt der Bericht.

Camp Ashraf befindet sich nördlich von Bagdad in der Diyala Provinz und ist seit über zwei Jahrzehnten die Heimat von ca. 3400 Mitgliedern der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK).

Der irakische Premierminister Nouri al-Maliki sagte auf seiner Webseite, dass er plane, die „Bewohner von Camp Ashraf nach Nugrat al-Salman“ im Süden des Iraks zu bringen. Es sei „ein weiterer Schritt, um sie aus dem Irak auszuweisen.“

Der iranische Widerstand lehnt die Äußerungen des irakischen Premierministers auf das Entschiedenste ab und bezeichnet sie als ungesetzlich und degradierend. Diese Anweisungen geschehen auf Geheiß eines iranischen Regimes, welches sich inmitten landesweiter Aufstände befindet.

Das iranische Regime hat die Unterdrückung der Bewohner von Ashraf als Vorbedingung für eine Unterstützung al-Malikis bei den kommenden Parlamentswahlen im Irak gemacht.

Amnesty International warnte am Freitag vor den irakischen Plänen, die iranische Oppositionsgruppe in ein früheres Wüstenlager im Süden des Landes zu verlegen, wo sie der Gefahr von willkürlichen Verhaftungen und Folter ausgesetzt sind.

„Welche Maßnahmen die irakischen Behörden in Hinblick auf die Zukunft von Camp Ashraf treffen mögen, die Rechte aller Bewohner müssen jederzeit geschützt und respektiert werden“, sagte Hadj Sahraoui, der stellvertretende Direktor von Amnesty International.