Tuesday, December 6, 2022
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Verbrennen von Khamenei’s Fotos & Fortsetzung der Proteste im Iran

Die Jugendlichen machen ihrer Wut und ihrem Hass gegenüber dem korrupten und unterdrückenden velayat-e faqih System (oberste Herrschaft des Klerus) durch Verbrennen von Bildern von Chamenei sowie dem Schreiben von Graffiti Luft. So wurde in Täbris (Nordwestiran) an einer Verteidigungsbasis ein Bild von Chamenei verbrannt, obwohl das Gebiet zu einer bewachten Zone zählt. Auch in Yasuj wurde ein Bild von Chamenei verbrannt. Mutige Jugendliche gedachten an die ermordeten Freiheitskämpfer in Ashraf, indem sie Bilder von den Mojahedin aufstellten, die bei einem brutalen Angriff auf Camp Ashraf am 8. April 2011 im Irak ermordet worden waren.

Im Zeitraum vom 10-12. April gab es massive Demonstrationen der Farmer und Bürger von Isfahan und in anderen Städten des Landes. Zu den teilnehmenden Gruppen zählten:

Am 12. April demonstrierten Farmer in Isfahan, in Kerman protestierten Lehrer, in Shiraz Studenten, ausgeplünderte Anleger in Mashhad und arbeitslose Iraner in Bushehr. Die Farmer in Isfahan fordern die Rückgabe ihrer Wasserrechte und die sofortige Freilassung der inhaftierten Farmer der Demonstrationen der letzten Tage.

Am 11. April demonstrierten entlassene Arbeiter der Raffinerie von Ilam gegen Armut und stellten vor dem Werksgelände einen leeren Tisch auf, um ihre Situation darzustellen. Am gleichen Tag traf sich eine Gruppe von Arbeitern in der Raffinerie, um gegen fehlende Lohnzahlungen zu protestieren. Sie riefen zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze und der Rückkehr der entlassenen Mitarbeiter auf.

Ebenfalls am 11. April demonstrierten Farmer in Rudbar Jonoub von Kerman, die im Sumpfland von Jazmourian Tomaten anbauen. Sie blockierten zwei Tage hintereinander die Straße von Rudbar nach Jazmoryan, um gegen die niedrigen Tomatenpreise und den Verlust von einem Jahr harter Arbeit zu protestieren.

In Qazvin trafen sich Arbeiter der Iran Metallpulver Gesellschaft vor dem Rathaus, um gegen fehlende Lohnzahlungen zu protestieren. Die Arbeiter trugen Plakate mit der Aufschrift: Unser Neujahrsgeschenk: Entlassung, Arbeitslosigkeit, Armut.

In Bandar Abbas trafen sich Mitarbeiter der Gemeinden, um gegen seit mehreren Monaten fehlende Gehaltszahlungen zu protestieren.

Die Taxifahrer hielten vor dem Rathaus in Orumiyeh einen Protest ab. Die Revolutionsgarden sorgten mit ihren „Internet – Taxi“ dafür, dass viele von ihnen ihren Job verloren oder massive Einbußen hatten. Die Taxifahrer von Azimyeh Karaj protestierten am Mittwoch und die Taxifahrer von Sanandaj am Dienstag, um auf ihre sich verschlechternden Lebensbedingungen hinzuweisen.

In Ahvaz protestierten die ausgeplünderten Anleger des Arman Vahdat Institutes vor der Niederlassung des Institutes an der Shariati Allee. Sie riefen“ Was geschieht hinter den Kulissen mit unserem Geld?“

Am 10. April trafen sich die Bewohner von Kazerun am vierten Tag in Folge vor dem Rathaus in Kazerun, um gegen neue Grenzverlegungen in einigen Teilen der Stadt zu protestieren. Am gleichen Tag traf sich eine Gruppe von Lehrern und anderem Bildungspersonal aus dem Khark Island, um gegen das Abstellen der Serviceleistungen einer Ölfirma zu protestieren.

Die Arbeiter der Druckhauses Jam-e Jam in Sari sind nach der Schließung der Fabrik arbeitslos und sie haben sehr schlechte Chancen einer Weiterbeschäftigung. Sie trafen sich vor dem Rathaus in Mazandaran

Mit Graffiti an den Wänden drücken Jugendliche in Teheran und anderen Städten ihre Wut gegen das Regime aus. An den Wänden waren folgende Slogans zu lesen:“ Im Gebet eines jeden Iraners ist der Sturz des Regimes enthalten.“ Auf einer Wand an der Jayhoun Straße stand:“ Ein Dollar kostet 6000 Tomans, Chamenei ist abscheulich“. Am Boroujerdi Platz stand in Türkisch:“ Lang lebe die Freiheit, Tod für Chamenei“. In Kashan hieß es an mehreren Wänden:“ Tod für Chamenei und Rouhani, Tod für das Prinzip des Velayat-e faqih“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

12. April 2018