Monday, December 5, 2022
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Verstärkter Wassermangel in Liberty vor dem Ramadan und bei über 50 Grad Celsius

Liberty – Nr. 45

Die Temperaturen in Camp Liberty erreichen in der Sonne 57 Grad Celsius und laut der irakischen Presse soll dies der heißeste Ramadan der letzten 38 Jahre werden. Die Situation der Wasserversorgung hat sich in den letzten zehn Tagen in Liberty verschlechtert und es gibt längere Schlangen an den Tankanlagen, die oft 25 Fahrzeuge erreicht und eine einzige Wasserpumpe sorgt für die Versorgung der Region.

Um Wasser nach Liberty zu bringen, sind fast 80 Bewohner von 3 Uhr morgens bis Mitternacht damit beschäftigt, für die Versorgung des Camps zu sorgen. Die Tanker sind verwahrlost und haben keine Klimaanlagen und Personen, die zu der Wasserstation gehen, warten zwischen sieben und neun Stunden in unglaublicher Hitze und viele haben bereits einen Hitzschlag erlitten.

Vertreter von UNAMI haben in den letzten zehn Tagen die Pumpstation besucht und Fotos und Videos gemacht, doch es hat sich nichts an der Situation geändert.

Seit der Ankunft der ersten Gruppe in Camp Liberty haben die Bewohner um die Verlegung eines Wasserrohrs gebeten, welches an das städtische Wassernetz angeschlossen wird und welches Wasser aus einem Kanal bezieht, der keine 150 Meter vom Camp entfernt ist. Die Angelegenheit wurde mit Vertretern von UNAMI und der irakischen Regierung in allen Details besprochen und die Bewohner zeigten die Bereitschaft, alle notwendigen Geräte von Ashraf nach Liberty zu bringen. Doch das Angebot ist bis heute auf taube Ohren gestoßen.

Der UNAMI Vertreter zitierte am 28. Mai irakische Behörden und den politischen Berater von al-Maliki, George Bakoos, dass bei einem Treffen mit dem Sonderberater des UN Generalsekretärs am 31. Mai beschlossen wurde, dass das Camp bis zum Ramadan an das Wassernetz von Bagdad angeschlossen wird. In drei Tagen beginnt der Ramadan und nichts ist bisher passiert.

Bisher erfolgte die komplette Versorgung der 2000 Bewohner durch Tankwagen und wenn das Camp nicht bald an das Wassernetz angeschlossen wird, wird die Situation noch kritischer werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

18. Juli 2012