Wednesday, February 1, 2023
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Viele Krisen laufen im Iran parallel auf den Höhepunkt der Proteste zu

In diesen Tagen wird man im Iran zum Zeugen verschiedener Krisen, die für sich genommen nicht ernst erscheinen mögen, doch, wenn man sie im Ganzen überblickt, ein ziemlich beunruhigendes Bild ergeben. Im Ganzen Krisen, die unweigerlich nach einer Transformation rufen, so bedeutend wie eine Revolution! Krisen in verschiedener Gestalt – wie Armut und Arbeitslosigkeit – und das Feuer, das das Regime bedroht, mit Brennstoff versorgen.

Sehen wir uns einige dieser Krisen an!

Allmählich kommen Angelegenheiten wie die der Arbeiter von Khuzestan und andere ähnliche Fälle überall im Iran ans Licht – sowohl in Azerbaijan als auch in der zentralen Region.

Die Landwirtschaft von Isfahan hat sich in ein unleugbares Desaster verwandelt und zu sehr unerfreulichen Begegnungen zwischen der Polizei und den Bauern geführt.

Viele Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes – Ruheständler wie solche, die noch arbeiten – haben genug von den veralteten Methoden der Regierung; das geht aus den anhaltenden Protesten vor dem Parlament klar hervor.

Viele Krankenhaus-Mitarbeiter äußern kontinuierlich auf den Straßen ihre Enttäuschung über die Privatisierung ihrer Krankenhäuser. Die Privatisierung ist eines der Hauptprobleme; es betrifft den Süden ebenso wie das Zentrum (z. B. Zanjan) und hat infolgedessen die Wirtschaft der Regierung in eine Sackgasse geführt.

Nachdem sie ein Jahr lang in Zelten gelebt haben, leiden viele Opfer der Erdbeben immer noch an den Schäden, die die anhaltenden Erdbeben anrichten; immer noch leben sie in denselben Zelten.

Vielen Personen wurden darüber hinaus von Finanzinstituten, die mit den Revolutionsgarden verbunden sind, ihre Einlagen gestohlen. Es handelt sich dabei nicht nur um Diebstahl;  die Gelder wurden eingesetzt für Terrorgruppen wie die Hisbollah im Libanon, die Badr-Truppen im Irak, die Huthis im Jemen und die Truppen Assads!

Auch zahlreiche Lehrer, Fahrer und Straßenarbeiter kämpfen mit dem Regime um ihre elementaren Rechte wie die Löhne für ihre harte Arbeit, die nicht ausgezahlt wurden!

Diese Krisen geraten um so mehr in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit, als derzeit mehr als 13 Millionen Iraner sich unter den Armen der Arbeiterklasse befinden. Wenn jeder von ihnen zu einer vierköpfigen Familie gehört, kämpfen derzeit etwa 42 Millionen Menschen mit der Armut.

Selbst nach den optimistischsten Einschätzungen staatlicher Fachleute liegt die Armutsgrenze bei etwas mehr als 5 Millionen Toman, doch das Einkommen vieler Arbeiter liegt bei einer Million und 114 000 Toman im Monat – so 2018; und das gilt nur für Arbeiter mit unbefristeter Einstellung. Vertragsarbeiter – die Mehrheit der Arbeiter, nämlich genau 96% – bekommen sogar noch weniger!

Diese Dinge verschlimmern sich von Tag zu Tag – so sehr, daß selbst die Funktionäre des Regimes gegeneinander aufgebracht werden!

Nach einigen Nachrichten, die am Dienstag, den 27. November veröffentlicht wurden, haben einige Abgeordnete sogar eine Interpellation gegen den Parlamentssprecher Ali Larijani gefordert!

Es ist sehr deutlich, daß das Regime rasch auf das Ende seiner korrupten Herrschaft zutreibt; ebenso ist klar, daß die Iraner nur durch einen Umsturz mit ihren Herausforderungen fertig werden können.

Was wir in diesen Tagen von den Demonstranten hören, ist immer fast das Gleiche; es zeigt, daß sich die erzwungene Verbindung des iranischen Volkes mit seiner unmenschlichen Regierung ihrem Ende nähert und eine große Verwandlung bevorsteht!