Thursday, December 1, 2022
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Viertägiges Telethon von „Simaye Azadi“, dem Nationalen Fernsehen Iran

Tausende Iraner aus dem ganzen Land und aus anderen Ländern boten Simaye Azadi Beiträge an Breite Unterstützung des Widerstandes und des Lagers Liberty 

spricht für Entschlossenheit des iranischen Volkes, einen Regimewechsel herbeizuführen 

Simaye Azadi, das Nationale Fernsehen Iran (INTV), hat vom 24. bis zum 28. Juli sein 19. Spendenveranstaltung durchgeführt, die 46 Stunden dauerte. Tausende Iraner aus dem Inland und aus Ländern in aller Welt beteiligten sich an diesem Telethon,

das von INTV live gesendet wurde. Die Beiträge wurden hauptsächlich über 39 Telefonleitungen angesagt, die für das Telethon geschaltet waren. Sehr viele Spender, die stundenlang warteten, um den Sender telefonisch zu erreichen, erklärten aber ihre Beiträge über das Internet bzw. soziale Medien, da die Telefonleitungen überlastet waren. Etliche Spenden kamen gesammelt von mehreren Gebern und zahlreiche im Iran Lebende ließen ihre Spenden von Freunden und Verwandten im Ausland anmelden. 

An dem Telethon beteiligten sich Menschen aus allen Schichten der iranischen Gesellschaft: Arbeiter, Studenten, Lehrer und Erzieher, Menschen aus allen Altersgruppen, von Teenagern bis zu Menschen hohen Alters. 

Trotz der ihnen drohenden Gefahr erklärten politische Gefangene in Evin, Gohardasht (Rajai Shahr), aus den Zentralgefängnissen in Karaj sowie den Gefängnissen in Kurdistan und West-Aserbeidschan ihre Solidarität und gaben etwas Geld aus ihren knappen Mitteln. 

Während dieser Spendensammlung, die mit dem Massaker an 30.000 politischen Gefangenen vor 27 Jahren (1988) und dem 6. Jahrestag des Massakers von Ashraf (2009) zeitlich zusammenfiel, erklärten die Teilnehmer ihre überwältigende Unterstützung für den iranischen Widerstand und die Organisation der Volksmodjahedin Iran (PMOI/MEK) und besonders für die PMOI-Mitglieder in Camp Liberty. Sie forderten die Vereinigten Staaten und die Vereinten Nationen auf, den Schutz und die Grundrechte der Bewohner von Liberty sicherzustellen. 

Beiträge an INTV sind seit je vom iranischen Regime streng verboten und viele politische Gefangenen wurden dafür mit langen Gefängnisstrafen oder mit dem Tod bestraft. Erst vor einem Jahr wurde Herr Gholamreza Khosravi, politischer Gefangener in Station 350 des Gefängnisses Evin, bei einem barbarischen Angriff der Revolutionären Garden und der Unterdrückungskräfte des Regimes auf diese Abteilung schwer verwundet. Er hielt den Folterern stand, die alles aufboten, um ihn zum Verrat an seiner Sache zu zwingen. Endlich wurde er von den Schergen des Regimes hingerichtet. Er hatte 12 Jahre lang die unerträglichsten Foltern durchgestanden, obwohl er nur zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Vorher, im März 2011 wurde Herr Mohsen Dogmechi, in den achtziger Jahren politischer Gefangener, ein angesehener Teheraner Kaufmann, der wegen einer Geldspende an die PMOI und weil seine Tochter in Ashraf lebte inhaftiert war, zu Tode gefoltert. Er litt an Krebs; man enthielt ihm jedes Medikament vor und folterte ihn Jahr um Jahr. 

In den vergangenen dreißig Jahren hat Simaye Azadi die durch die ständigen Menschenrechtsverletzungen geschaffene entsetzliche Lage im Iran dargestellt, hat den Terror des iranischen Regimes und sein Atombombenprojekt enthüllt und den rechtmäßigen Willen des iranischen Volkes, Freiheit und Demokratie einzuführen, dokumentiert. Dafür hat der Sender beim iranischen Volk breite Unterstützung gefunden. Der im Iran herrschende religiöse Faschismus hat mit massiven Störungen des Empfangs reagiert und permanent Störsignale gesendet. Ihrerseits haben Iraner im Lande wie im Exil ihre Unterstützung des INTV zu einer Kampfansage an das iranische Regime und zur Äußerung ihrer Solidarität mit dem iranischen Widerstand gemacht. Sie haben das Ihre getan, um Simaye Azadi zur Fortsetzung seiner Arbeit zu befähigen, das so auch seine Programme erweitern und verbessern konnte. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran 

28. Juli 2015