Sunday, December 4, 2022
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Wahl im Iran 2021: Eine Kampagne im Internet läßt die Forderung des landesweiten Boycotts widerhallen

Am vergangenen Sonntag veranstalteten Iraner außerhalb und innerhalb des Landes einen „Tweet-A-Thon“; er begann um 17. 30 Uhr mitteleuropäischer Zeit und hält bis heute an. Bisher wurden tausende von Tweets gepostet, die den Boycott der Farce der Präsidentenwahl forderten. Diese Forderungen befinden sich im Einklang mit der Tatsache, daß immer mehr Iraner aus allen gesellschaftlichen Bereichen sich diesem Aufruf anschließen – im Sinne der verbreiteten Kampagne der Widerstandseinheiten der iranischen Opposition Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK). Während dieser Kampagne wurden hunderte von Video-Clips gepostet, die von der Tätigkeit der Widerstandseinheiten berichteten.

Der Hashtag „#BoycottIranShamElections“ wurde tausende von Malen gepostet und im Internet verbreitet. In dieser Kampagne spiegelt sich das Verlangen des iranischen Volkes nach einem Wandel des Regimes. Sie zeigt auch, wie wirksam die Widerstandseinheiten der MEK für einen landesweiten Boycott der Wahlfarce des Regimes eintreten.

Während der vergangenen Monate haben die Widerstandseinheiten der MEK ihre Tätigkeit auf den gesamten Iran ausgedehnt; sie machen damit die Forderung eines Boycotts der auf den Juni angesetzten Wahlfarce des Regime populär. Aufgrund dieser gewaltigen Anstrengung der Widerstandseinheiten während der vergangenen Monate im Sinne zu einem Boycott der Wahlfarce des Regimes haben sich immer mehr Iraner inner- und außerhalb des Landes dieser Kampagne angeschlossen.

Die Widerstandseinheiten der MEK setzen ihre Tätigkeit fort, während das Regime in den kommenden Wochen aufgrund der Farce der Präsidentenwahl die Repression noch steigern wird. Die Widerstandseinheiten der MEK schreiben Slogans an die Wände verschiedener Städte. Einige von ihnen lauten: „Mein Votum lautet Wandel des Regimes und ja zu einer demokratischen Republik.“ „Unter dem Regime der Mullahs ist so etwas wie eine ‚Wahl‘ nicht vorhanden.“ „Das freie Votum lautet für jeden Iraner: ‚Nein zum Mullah-Regime und ja zu Freiheit und Demokratie“ sowie: ‚Nieder mit Khamenei‘.“

Die MEK erklären: „Während des April erlebten mehr als 250 Gegenden in 27 Provinzen die Tätigkeit, die zu einem vollen Boycott der auf den Juni angesetzten Farce der Präsidentenwahl aufruft.“

Der Höchste Führer des Regimes, Ali Khamenei, bekundete seine Absicht, das Regime dadurch zu vereinheitlichen, daß Ebrahim Raisi aus der Wahlurne gezogen werde. Daher haben die staatlichen Medien des Iran in den zurückliegenden Tagen eingeräumt, daß diese Vereinheitlichungspolitik den Boycott der Wahl des Regimes begünstige.

Die staatliche Tageszeitung „Jomhuri-e Eslami“ (‚Islamische Republik‘) warnte am Samstag die Funktionäre des Regimes wie folgt: „Das gegenwärtige Vorgehen zeigt die Tendenz zu einer vollständigen Vereinheitlichung des Systems. Die existierenden Probleme, besonders die Wirtschaftskrise des Landes, sind für eine einzige Fraktion oder eine politische Gruppe zu groß, als daß sie sie allein lösen könnte. Das Problem des Landes ist aber nicht auf die Wirtschaftskrise beschränkt. Kulturelle, soziale, selbst politische Krisen sind nicht weniger gefährlich als wirtschaftliche – wenn sie nicht noch ernster und gefährlicher sind.“