Tuesday, December 6, 2022
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Wegen des Missmanagements des Regimes steigen Armut und Elend im Iran rapide an


Das wirtschaftliche Missmanagement und die institutionalisierte Korruption im Regime haben die iranische Wirtschaft zerstört und immer mehr Iraner in einen Sumpf von Armut und Elend gezogen.

Laut eines neuen Berichtes des Forschungszentrums im Parlament haben in den letzten 10 Jahren negatives Wirtschaftswachstum und eine steigende Inflationsrate für den Verfall der nationalen Währung und damit auch der Kaufkraft der Menschen gesorgt.

Diese Faktoren bezeichnete die staatliche Zeitung Mardom Salari am Samstag als „enttäuschend und ein Zeichen der kritischen Wirtschaftslage und der Lebensbedingungen der Menschen.“

„Der Preisindex für Lebensmittel ist in den ersten acht Monaten im Jahr 2019 um 22,5% gestiegen. In der selben Zeit in 2020 gab es eine Steigerung von 47%. Der Anstieg und die Fortsetzung 2020 haben die Armutsgrenze und die Armutsrate in der Gesellschaft steigen lassen. Die Zahlen zeigen auch, dass die Zahl der Kalorien, die jeder Iraner pro Tag im Schnitt zu sich nimmt, seit 2011 stetig sinkt.“, schrieb Mardom Salari und bezog sich dabei auf die Zahlen aus dem Bericht der Forschungsabteilung im Parlament.

Dennoch sind die offiziellen Zahlen des Regimes weitab jeder Realität. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur ISNA berichtete am 6. Januar, dass in der Provinz Nord Khorasan „nur 4 Prozent ohne staatliche Hilfen leben“, was bedeutet, dass sie 45.000 Toman oder 1,82$ dazu bekommen. Die Menschen sind mit diesen Almosen kaum in der Lage, ein paar Stücken Brot zu kaufen.

Wegen der extremen Armut im Iran sind viele Kinder zur Arbeit gezwungen

Der Präsident des Regimes, Hassan Rouhani, gab am 6. Januar zu, dass die Regierung „monatliche Lebensmittelpakete an 60 Millionen Iraner verteilt.“ Laut der Gesetze des Regimes bekommen nur arme Menschen mit niedrigem Einkommen diese sogenannten Unterstützungspakete. Damit hat Rouhani im Grunde bestätigt, dass fast 60 Millionen Iraner in Armut leben.

Der Iran ist reich an natürlichen Ressourcen und hat eines der größten Gasvorkommen in der Welt. Im Iran gibt es 68 Typen von Mineralien, die nicht in den Petroleumbereich fallen. 37 Milliarden Tonnen sind bereits entdeckt und weitere 57 Milliarden Tonnen gelten als potentielle Reserven, darunter 15 Mineralpuderarten und dennoch leben 75% des Volkes in einer so starken Armut, dass sie auf Hilfen angewiesen sind, die nicht einmal einen Wert von 2 Dollar im Monat haben.

Auch die staatlichen Medien berichten, dass sich der iranische Armutsindex und die Inflationsrate seit 2011 erhöht.

„2018, bevor die Pandemie die Weltwirtschaft traf, war die Inflationsrate bei 41,2% und die Arbeitslosenrate bei 10,7%. Die Armutsrate stieg um 52%. In der ersten Hälfte von 2020 ist die durchschnittliche Inflation bei 28% und die durchschnittliche Arbeitslosenrate bei 9,25% und die Armutsrate liegt bei 37,25%“. Schrieb die staatliche Zeitung Sharq im September 2020.

Die Lobbyisten des Regimes machen für all das die internationalen Sanktionen verantwortlich. Doch einige staatliche Medien haben einen „Schwarm von Missmanagement“ als wahren Grund für die fallende iranische Wirtschaft identifiziert.

„Die Führung ist bisher nicht auf die Frage eingegangen, was eigentlich das Schicksal unserer Wirtschaft sein soll. Die iranische Wirtschaft ist weitab von internationalen Standards und das Entfernen von Informationen und statistischen Daten durch die Zentralbank macht es unmöglich, die zukünftige Wirtschaft und mögliche Übergangsphasen vorher zu sagen.“, schrieb die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat am 9. Januar.


„Die aktuelle Struktur der iranischen Wirtschaft hat keine Ansätze eines Neoliberalismus oder Kapitalismus, sie ist mehr eine Art Investment, wo die öffentlichen Ressourcen durch Unterschlagung verteilt und die Gewinner dieser Unterschlagung reich werden“, schrieb am Donnerstag die staatliche Donya-e Eghtesad.

Das Regime beschreibt die iranische Wirtschaftskrise und die fortgesetzte Unzufriedenheit der Menschen im Iran als einen „Wirtschaftskrieg“ und macht dafür das Ausland verantwortlich.

Doch die Iraner halten das Regime für die einzige Quelle aller Krisen im Land und dieser sogenannte Wirtschaftskrieg besteht für sie darin, dass es mehr Proteste aus allen Lebensbereichen und einen neuen Aufstand geben wird.

„Sinkender Produktion folgt in der Regel eine Reduktion der Arbeitsleistung. Zusammen mit der steigenden Inflation und der sinkenden Kaufkraft können am Ende Proteste entstehen. Eines der Hauptziele des Wirtschaftskrieges ist es, diesen Punkt zu erreichen, wo es weit verbreitete Revolten und ein generelles Misstrauen der Menschen gibt“, schrieb am Mittwoch die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat.

„Die Regierung und die Wirtschaftspolitik des Parlamentes und seine Programme verbreiten die Veruntreuungen und ignorieren die soziale Gerechtigkeit und dies führt unweigerlich zu weit verbreiteter Armut“, hieß es am Mittwoch in der Zeitung Kar-o-Kargar.

Die Wirtschaftskrisen im Iran existieren wegen des Missmanagements des Regimes und seiner systematischen Ausplünderung des nationalen Wohlstandes. Am 10. Januar machten die Revolutionsgarden (IRGC) eine weitere Raketenbasis öffentlich und sie zeigten damit, dass das Regime seine Ressourcen lieber für seine destruktiven Aktivitäten anstatt für das iranische Volk einsetzt.

Die iranische Wirtschaftskrise wird so lange nicht beendet sein, so lange das Regime an der Macht ist. Die einzige Sorge der Mullahs ist es, das Regime am Leben zu halten. Das Leben, die Gesundheit und das Wohlergehen des Volkes sind wertlos. So lange dieses Regime an der Macht ist, so lange wird jeder Versuch des Erwerbs eines Impfstoffes, von sauberer Luft und anderer Lösungen zur Vermeidung von Schäden aus Fluten und Erdbeben vergebens sein.