Saturday, December 3, 2022
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China zieht sich aus Kooperationsvertrag mit dem Iran zurück

Der Ölminister des iranischen Regimes Bijan Zangeneh erklärte am Sonntag, dass sich die staatliche Ölgesellschaft Chinas aus einem Vertrag über 5 Milliarden $ zurückgezogen hat, der die Ausbeutung eines großen Erdgasfeldes offshore betrifft. Die französische Total SA hatte sich schon 2018 wegen der US Sanktionen daraus zurückgezogen.

Der Vertrag in Bezug auf das Südpars Feld war abgeschlossen worden nach dem Atomvertrag von 2015 mit den Weltmächten. Dieser letztere Vertrag ist nahezu unwirksam, seit das iranische Regime ihn bricht. Hinzukommt, dass die US Sanktionen es ausländischen Unternehmen zunehmend erschweren, mit dem Iran Geschäfte zu machen.

Zangeneh sagte dazu, dass die China National Petroleum Corp. (CNPC) „nicht länger im Projekt” sei, ohne das näher zu begründen, aber die Nachrichtenagentur SHANA des Ölministeriums gab an, CNPC „hat sich aus dem Vertrag zurückgezogen“.

Der Iran hat die zweitgrößten Reserven an Erdgas, soweit bekannt, in der Welt und die viertgrößten Ölreserven, aber das wurde wegen der westlichen Sanktionen nicht erschlossen.
Der größte Teil seiner Erdgasreserven liegt im Südpars Feld, das er sich mit Katar teilt. Anfänglich war geplant, 20 Quellen und zwei Förderplattformen anzulegen, was eine Kapazität zur Nutzung von 2 Milliarden Kubikfuß an Erdgas pro Tag bedeutet hätte.

Nach dem ursprünglichen Vertrag hatte Total einen Löwenanteil von 50,1 % an der Ausbeute, CNPC fiel 30 % und der iranischen Firma Petropars 19,9 % zu. Zangeneh sagte dazu jetzt, dass Petropars das Feld alleine ausbeuten werde.

Total hatte sich erstmals 2006 aus dem Iran zurückgezogen, als die UN Sanktionen wegen des geheim gehaltenen Atomprogramms in Kraft traten und der Iran kündigte einen Vertrag mit CNPC 2012 wegen Sanktionen, die schließlich zum Atomvertrag von 2015 führten.

Die USA stellten die Sanktionen erneut auf, nachdem sie sich aus dem Atomvertrag zurückgezogen haben, und hindern jetzt weitgehend erfolgreich den Iran daran, sein Öl ins Ausland zu verkaufen. Sie sanktionierten zudem sogar chinesische Lieferfirmen, die iranisches Rohöl transportiert haben.

Das iranische Regime setzte seine anhaltende Erpressungskampagne fort und begann damit, seine Verpflichtungen nach dem Atomvertrag aufzulösen. Außerdem startete er eine Reihe von Angriffen auf Tanker und Ölinfrastrukturen im ganzen Vorderen Orient.

Ein wichtiger Punkt in dem Vertrag zur Gasgewinnung war der Bau einer Plattform für 20 000 Tonnen mit mehreren großen Kompressoren im Wert von 2,5 Milliarden $, der einen Rückgang der Gasproduktion in dieser Phase und auch in anderen verhindern sollte.

Die Plattform sollte nach dem Plan 2022 fertig werden, ein Jahr nach der dramatischen Abnahme des Drucks in Südpars und dem ebenfalls geplanten Bau von 10 riesigen Plattformen für 20 Milliarden $ für die entsprechenden Phasen der Ausbeute von Südpars.

Diese Plattformen, die 10mal größer sind als die derzeitigen Plattformen in Südpars, können nur von der französischen Total und anderen westlichen Firmen gebaut werden.
Wenn die großen Plattformen für 20 000 Tonnen nicht in Südpars installiert werden, wird die Gasproduktion stark zurückgehen.

Katar, das mit der Ausbeutung seines südlichen Teils zehn Jahre vor dem Iran begonnen hat, hat die riesigen 20 000 Tonnen Plattformen mithilfe westlicher Firmen installiert und hat schon jetzt 3,5mal mehr als der Iran aus Südpars herausgezogen.