Tuesday, November 29, 2022
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Zunahme von Unsicherheit und Druck auf iranische Frauen und Kinder

NWRI – In einem Artikel vom 23. Juli verweist die staatliche Zeitung ‚Mardom-Salari‘ auf die weitgehende Unterdrückung von Frauen und den kritischen Zustand unschuldiger Kinder unter dem Regime der Mullahs. Es heißt dort: „Vor einigen Jahren gewöhnten wir uns daran, über solche Nachrichten wie die über Säureattacken, Mord. Vergewaltigung, Belästigungen, Messerstreitigkeiten und andere Verbrechen zu hören. Das war so viel, dass wir gar nicht mehr überrascht waren, als ob die Kälte, die in solchen bitteren Nachrichten liegt, schon so tief in unser Inneres eingedrungen ist, und uns so abgestumpft hat, dass wir nicht wissen, wie wir auf solche Vorfälle   reagieren sollen, wenn wir es überhaupt können“.

„Solche Ereignisse könnten bei den Menschen zu Angst und Furcht führen“, schreibt die Zeitung und fährt fort: „so dass die Familien mit kleinen Kindern beständig besorgt sein müssen darüber, was ihre Kinder erwarten könnte, wenn sie draußen sind, und sich so sehr fürchten, dass sie nicht einmal wagen, ihre Kinder in die Schule zu schicken“.
Unter Verweis auf die Sichtweise von Mullahs und anderen Amtsträgern des Regimes, die solche Vorfälle der Unkeuschheit der Frauen und dem Nichttragen des Hijabs zuschreiben, schreibt die Zeitung dann: „Es gibt die, die katholischer als der Papst sind, und die ewig besorgten Opportunisten, die nach solchen Vorfällen die immer gleichen alten Reden halten, die die Geschehnisse auf die Unkeuschheit der Frauen und  die Nichtachtung des islamischen Dress Codes zurückführen und behaupten, dass solche Vorfälle nicht passieren würden, wenn die Frauen den Hijab tragen und sich keusch benehmen würden,. Keiner von ihnen sagt uns aber, wie ein unschuldiges siebenjähriges Kind unkeusch sein oder den islamischen Dress Code verletzen kann. Warum müssen junge Frauen und Mädchen an jeder Straßenecke beständig besorgt über störende Vorfälle und Ereignisse sein, die sie bedrohen könnten? Warum müssen sie zittern, wenn sie hören, dass ein Motorradfahrer vorbeifährt, und fürchten, dass irgendeine Gefahr auf ihrem Weg lauert? Warum müssen sie in der Dunkelheit voller Angst durch die Alleen gehen, und beten, dass keiner von hinten kommt, der die Absicht hat, sie zu belästigen?“
Die Zeitung gibt zu, dass Frauen und Mädchen unterdrückt und das Druck auf sie ausgeübt wird, und schreibt: „Es wäre viel besser, wenn wir auf die Seelenruhe und die Sicherheit der Frauen genauso achten würden, wie wir uns um die Einhaltung des islamischen Dress Codes kümmern, damit sie sicher aus dem Haus gehen können, ohne von anderen dauernd belästigt zu werden“.
Leider, so räumt die staatlich geführte Zeitung ein, wird dieses bittere und außerordentlich beunruhigende Phänomen, das für die Frauen alles andere als spaßig ist,  immer mehr vorherrschend und zwar so sehr, dass es sich in eine normale Form des Verhaltens verwandelt hat und dass wir schon überrascht sind, wenn wir etwas anderes beobachten.