Friday, December 9, 2022
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Zusammenfassung der Proteste im Iran: Staatliche Medien geben zu, dass das Regime kein Jahr überleben wird

Berichte, die die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) erhalten hat, deuten darauf hin, dass Proteste in allen Lebensbereichen im ganzen Iran fortgesetzt werden. Rentner und Pensionäre der Organisation für Soziale Sicherheit des Iran haben am Mittwoch im ganzen Land Kundgebungen abgehalten und ihre ausstehenden Pensionen und außerdem höhere Bezüge gefordert, weil die Inflationsrate weiterhin steigt.

Filmaufzeichnungen aus dem Iran zeigen, wie sich Rentner und Einwohner in Teheran, Karadsch, Qazvin, Khorramabad, Ardebil, Ahwaz, Sari, Andimeshk, Rasht, Täbris, Ilam, Isfahan, Arak, Shahrud, Dezful, Shoushtar, Kermanshah, Yazd und Kerman versammeln.
Die Protestierenden skandierten: „Wir haben zu viele Lügen gehört, wir werden nicht mehr wählen gehen“, „Wir werden jeden Tag hier sein, bis wir bekommen, was uns zusteht“, „Unversehrtheit und Auskommen sind unsere Rechte“, „Soziale Sicherheit, Schande über euch!“ und „Unser Land sitzt auf einem Schatz, die Pensionäre leiden“.

Am Sonntag hielten die Rentner in der 9. Woche ihre landesweiten Proteste ab. Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin der Opposition, hat dazu gesagt: „Die Proteste der ehrwürdigen Rentner, die landesweit wiederkehren mit den Parolen zum Boykott der Scheinwahlen [für die Präsidentschaft] spiegeln die Rufe aller Iraner wieder, die von dem korrupten und usurpierenden Regime der Mullahs abgenommenen Anrechte wieder zu bekommen“.

Am Montag gaben die ausgeplünderten Aktionäre an der Börse des Iran ihrem Hass gegen das Regime und seine Scheinwahlen für die Präsidentschaft Ausdruck. Sie protestierten vor dem Parlament des Regimes und skandierten: „Wir haben zu viele Lügen gehört, wir werden nicht mehr wählen gehen“.

Der Aufstand im Südosten des Iran und die Proteste der Rentner geben die Unruhe der Gesellschaft zu erkennen

Die Wachstumsblase an der Teheraner Börse (TSE) platzte zuletzt und führte dazu, dass viele Leute ihre Ersparnisse verlieren. Sie haben investiert, nachdem das Regime übertriebene Versprechungen eines boomenden Aktienhandels abgegeben hatte.

Die Berichte der MEK zeigen auch, dass es in den letzten Tagen in allen Lebensbereichen im ganzen Iran Proteste gegeben hat. Lehrer aus verschiedenen Bildungseinrichtungen in Yazd im Zentraliran haben vor dem Amtsgebäude des Bildungsministeriums in der Hauptstadt der Provinz eine Kundgebung abgehalten, um die Ansprüche aus ihrer Arbeit einzufordern. Am Dienstag protestierten Lehrer in Shiraz und Karadsch gegen die neueste Entscheidung des Regimes, ihren Pensionsplan zu ändern.

In Ahwaz im Südwesten des Iran hat sich eine Gruppe von Arbeitern von der Abteilung für Wasser und Abwasser vor dem Gouverneursgebäude versammelt und dagegen protestiert, dass die Behörden auf ihre Forderungen nicht reagiert haben.

Am 6. April haben die Angestellten der Abteilung für ABFA in Khorramshahr eine Kundgebung abgehalten und die Zahlung der ausstehenden Ansprüche gefordert. Sie sagten, ihre Ansprüche und Gehälter seien in den letzten drei Monaten nicht bezahlt worden. Die Proteste zeigen die Unruhe in der Gesellschaft und sie zeigen auch, dass im Gegensatz zu dem, was die Apologeten der Mullahs sagen, die wirtschaftlichen Härten auf die Korruption des Regimes und die falsche Politik zurückzuführen sind.

„Die Not, über die Runden zu kommen, und die Angst vor der Zukunft haben die Iraner mit Zorn erfüllt. Sie hören nicht auf [unsere] Worte und trauen keinem. Sie fluchen nur noch [auf das Regime] und drohen. Die Folgen sind kristallklar. Wir werden deshalb das Jahr nicht überdauern“, schrieb die staatliche Tageszeitung Arman am Mittwoch.