Saturday, December 3, 2022
StartNWRI-ErklärungenInlandEine Gegen-Demonstration des iranischen Regimes schlägt fehl

Eine Gegen-Demonstration des iranischen Regimes schlägt fehl

 

Hochschuldstudenten skandieren: „Nein zu den Reformisten, nein zu den Hardlinern – das Spiel ist aus!“

Am dritten Tag der jüngsten landesweiten Erhebung im Iran versuchte das religiöse Regime, eine Gegen-Demonstration zu organisieren; sie endete in elender Verlegenheit.

Aus Angst vor der Reaktion verärgerter Demonstranten wich das religiöse Regime von seinen eigenen Regeln ab, strich einen Marsch in Teheran und beließ es bei einer bloßen Versammlung.

Obwohl für diese Gegen-Maßnahme erhebliche staatliche Mittel eingesetzt wurden, traf die vom Staat besorgte Demonstration auf beispiellose Nicht-Achtung; selbst viele von denen, die das Regime unterstützen, verweigerten die Teilnahme.

Die Slogans, die zu der Gegen-Demonstration des Regimes ausgestrahlt wurden, enthüllten die äußerste Angst des Regimes vor seinem Sturz.

Das staatliche Fernsehen zeigte am Samstag Videos von der Versammlung; man hörte einen Sprechchor: „Die Grüne Bewegung folgt dem Weg von Rajavi.“

Am Freitag brachten bei den Freitagsgebeten des Landes hohe Geistliche des iranischen Regimes ihre Angst zum Ausdruck, indem sie die Drohungen wiederholten, die das Regime gegenüber der Haupt-Opposition, der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“, von sich gibt.

In der Stadt Mashhad drohte der Leiter des Freitagsgebetes, Alam al-Hoda, Mitglied des Expertenrates des Regimes und Vertreter des Höchsten Führers Ali Khamenei in der Stadt, den Leuten, sie sollten nicht den Forderungen der von einer Frau geleiteten PMOI folgend auf die Straße gehen; sie sollten nicht zu Werkzeugen des Feindes werden.

Eine Stunde nach der fehlgeschlagenen Gegen-Demonstration veranstalteten Studenten der Teheraner Universität ihren eigenen Protest: „Nein zu den Reformisten, nein zu den Hardlinern, das Spiel ist aus!“ „Seyyed Ali (Khamenei), schämen Sie sich, geben Sie den Staat aus der Hand!“ „Tod dem Diktator!“

Man sah Mitglieder der Revolutionsgarden und der Bassij-Miliz sowie Agenten in Zivil auf der Flucht. Niemandem wurde es gestattet, die Szenen zu filmen; Mobiltelefone wurden beschlagnahmt.

Elemente des Regimes schlossen die Tore der Teheraner Universität geschlossen und hindern die Studenten am Verlassen des Campus. Diese antworten: „Khamenei, schämen Sie sich, verlassen Sie die Regierung!“ „Polizei des Staats, Schande über euch!“ „Wir wollen keinen repressiven Staat, keine Polizei, die sich benimmt wie Agenten!“

Die College-Studenten wurden von den gegen Aufruhr eingesetzten Einheiten auf Motorrädern angegriffen, um sie zu zerstreuen; doch erfuhren sie von den Studenten Widerstand und wurden zum Verlassen der Szene gezwungen.

Trotz dem Einsatz der Sicherheitskräfte gingen die tapferen Bürger von Kermanshah am Samstag wieder auf die Straße und skandierten: „Nicht Gaza, nicht der Libanon, mein Leben gilt dem Iran!“ Die Demonstranten verwendeten Straßenschilder und Mülleimer, um in der Nähe des sog. Boulevard Beheshti die Straßen zu sperren.

In der Stadt Shahre-Kord begann die Demonstration bei der Stadtverwaltung; die Demonstrationen skandierten: „Tod dem Diktator!“ Die Leute wurden von vollständig gerüsteten Sicherheitskräften angegriffen. Jugendliche stießen mit Agenten des Staates zusammen; eine Reihe von Demonstranten wurde verhaftet. Man sah, wie die Sicherheitskräfte in großen Gruppen auf die Straßen verteilt wurden, um ein Klima der Angst zu erzeugen. 

Der iranische Widerstand ruft alle Menschen, besonders die Jugend, die an den Protesten teilnimmt, auf, die Verhaftung von Demonstranten zu verhindern und gegen Verletzungen zu protestieren.

Der iranische Widerstand ruft ferner die internationale Gemeinschaft auf, sofort tätig zu werden, um die von den repressiven Kräften des Regimes Verhafteten zu befreien.

 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

30. Dezember 2017