Tuesday, October 4, 2022
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Iran: Arbeiter sterben wegen der arbeitsfeindlichen Politik des Regimes

Mindestens 10 Arbeiter haben ihr Leben verloren

Am Sonntag und Dienstag (8. und 10. September 2019) starben in verschiedenen Städten mindestens 10 Arbeiter bei einem tragischen Arbeitsunfall, weil das Regime eine arbeiterfeindliche Politik fährt. Dazu zählt unter anderem, minimale Sicherheitsstandards und andere Notwendigkeiten schlecht oder gar nicht anzubieten.

Wegen dieser Probleme haben weitere zahllose Arbeiter am Arbeitsplatz ihre Gliedmaßen verloren oder sind nun für immer arbeitsunfähig.

Am Dienstag, den 10. September, starb ein junger Mann, als er einen Bewässerungskanal in Ghal’eh Rash in Sardasht im iranischen Kurdistan grub und es einen Erdrutsch gab. Am gleichen Tag starb ein 35 Jahre alter Arbeiter in Khorramabad (Westiran), als er 10 Meter in die Tiefe stürzte, weil ein Kabel an seinem Gabelstabler brach. Am 8. Spetember starben acht Arbeiter in Isfahan, Khorramabadm Kashan (Zentraliran) und Amol (Nordiran) bei anderen Unfällen, wo das Sicherheitsmaterial versagte.

Die Nachrichtenagentur Tasnim, die zu den terroristischen Qods Force in den Revolutionsgarden zählt, berichtete bereits am 1. Juni 2017, dass der Iran unter den Mullahs in der Welt auf Platz 102 in Sachen Arbeitssicherheit steht.

Die Lebensbedingungen der Arbeiter sind miserabel und ihre Löhne sind oft unter dem Minimun, was sie zum Überleben brauchen. Der Mindestlohn für Arbeiter wurde 2019 auf 10,760,000 Rials (89.1$) fest gesetzt. Der Sektor für Arbeit im Obersten Rat für Löhne im Regime erklärte, dass sich die Lebenshaltungskosten der Arbeiter erhöht und für eine Familie mit durschnittlich 3,3 Personen auf 60,400,000 Rials (503.3$) gestiegen sind. Das ist in etwa das Fünffache des Mindestlohnes. Zudem herrscht eine hohe Arbeitslosenquote und die meisten Arbeiter unterszeichnen daher Verträge, die unter dem Mindestlohn liegen und selbst diese Löhne werden dann oft nicht oder verzögert gezahlt.

Das Komitee für Arbeit im NWRI ruft alle Gewerkschaften und Verteidiger der Rechte von Arbeitern und Menschenrechten in der Welt auf, das klerikale Regime entschieden für seine arbeiterfeindliche Politik zu verurteilen und die Rechte und Forderungen der iranischen Arbeiter zu unterstützen.

Komitee für Arbeit im Nationalen Widerstandsrat Iran
12. September 2019