Tuesday, November 29, 2022
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Iran: Der Plan der Mullahs, die Spuren des Massakers von 1988 zu verwischen

Während die Bewegung, die den Opfern des Massakers an politischen Gefangenen im Iran und auf der internationalen Bühne Gerechtigkeit schaffen will, an Energie gewinnt, versucht das religiöse Regime, die Spuren auszulöschen, die das Massaker von 1988 hinterlassen hat. Eine der diesem Zweck gewidmeten Maßnahmen ist die Zerstörung von Massengräbern in verschiedenen Städten.

In Mashhad zerstört eine Gruppe von zehn Schergen mit schweren Maschinen und Walzen Massengräber mit den sterblichen Überresten von Märtyrern der PMOI – auf dem Friedhof „Behesht Reza“. Sie hausen in zwei Containern und arbeiten rund um die Uhr. Sie ebnen die Gräber ein; sie beabsichtigen die Schaffung neuer Gräber an Stelle der alten, so daß an die Gräber der Märtyrer der 80er Jahre und das Massaker von 1988 keine Spur mehr erinnert.

Außer der Zerstörung der Massengräber versucht das religiöse Regime, in drei verschiedenen Abteilungen von „Behesht Reza“ weitere Gräber von Märtyrern der PMOI zu zerstören.

Es verdient bemerkt zu werden, daß das Schicksal der Stadt Mashhad in der Provinz Khorasan Razavi in den Händen von zwei der brutalsten Kleriker der Fraktion Khameneis liegt. Der eine ist Ebrahim Raisi, Präsidentschaftskandidat und aktives Mitglied des Vierer-Komitees, das mit der Ausführung von Khomeinis Befehl zum Massaker an Häftlingen der PMOI beauftragt war. Der andere ist der wilde Kleriker Ahmad Alam al-Hoda, der Repräsentant Khameneis in Mashhad.

Ein anderes Ereignis: In Ahvaz begannen Schergen, um Märtyrergräber zu zerstören, die Straße zu verbreitern. Während einer Aushebung von Land am Ende des zweiten Abschnitts des Boulevards von Padadshahr und Ahvaz Bonekdar wurden die Reste von Leichen in einem Massengrab, die mit Zement zugedeckt worden waren, entdeckt. Hastig deckten Agenten des Regimes die Massengräber mit Schutt zu, und die Arbeit an der Verbreiterung der Straße wurde fortgesetzt.

Der iranische Widerstand ruft die internationalen Menschenrechtsorganisationen, insbesondere den Hohen Kommissar für die Menschenrechte und den Besonderen Berichterstatter zur Lage der Menschenrechte im Iran, auf, dies unmenschliche Handeln zu verurteilen und sofort tätig zu werden, um die Vernichtung von Beweismitteln und Spuren der Massen-Hinrichtungen und Massen-Tötungen von politischen Gefangenen im Jahre 1988 zu verhindern. Die Verbrecher, die den Iran regieren, und an deren Händen das Blut von 120 000 politischen Gefangenen klebt, müssen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
den 4. Juni 2017