Sunday, December 4, 2022
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Iran: Ein sunnitischer politischer Gefangener in Gohardasht-Gefängnis erhängt

Der iranische Widerstand ruft die internationale Gemeinschaft auf, die Hinrichtung politischer Gefangener im Iran zu verurteilen, und fordert von allen Regierungen, ihre Beziehungen zu der religiösen Diktatur des Iran an eine Beendigung von Hinrichtung und Folter zu binden.

Am Mittwoch, den 23. August erhängte das iranische Regime Seyed Jamal Mousavi, einen sunnitischen Kurden, der aus politischen Gründen in Haft war, aus der Stadt Sanandaj stammte und neun Jahre wegen sog. Moharebeh (Schüren zum Krieg gegen Gott) im Gefängnis verbracht hatte – in einer Zeit, in der das neue Kabinett von Hassan Rouhani noch keine Woche im Amt war.

Die Behörden des Gefängnisses von Gohardasht (westlich von Teheran) hatten Herrn Mousavi am 16. August von Halle 21 der Abteilung 7 des Gefängnisses in Einzelhaft verlegt – angeblich, um ihn ins Krankenhaus zu bringen. Er blieb eine Woche lang in Ketten. Sie drohten Herrn Mousavi, das über ihn verhängte Todesurteil werde vollstreckt werden, wenn er aus dem Gefängnis irgendeine Nachricht nach außen gelangen lassen würde.

Um die anderen Häftlinge zu ängstigen und zu terrorisieren, brachten die Beamten Herrn Mousavi für wenige Stunden mit blutigen, verletzten Armen und Beinen in die allgemeine Abteilung zurück. Darnach wurde er wieder in Einzelhaft verlegt; dort sollte er auf seine Hinrichtung warten; am Mittwoch, den 23. August wurde er im Morgengrauen erhängt.

Inzwischen setzen 21 andere politische Gefangene in Halle 10, Abteilung 4 des Gefängnisses von Gohardasht ihren Hungerstreik in der vierten Woche fort, um gegen ihre gewaltsame Verlegung in die Halle und den zunehmend auf sie ausgeübten Druck sowie die Vernichtung bzw. Beschlagnahme ihres Besitzes zu protestieren.

Der iranische Widerstand spricht den Angehörigen und Freunden von Seyed Jamal Mousavi, den Bewohnern der Stadt Sanandaj und  Kurdistan sein Mitgefühl aus; er ruft die Jugend auf, gegen die Hinrichtung zu protestieren und die politischen Gefangenen sowie die Angehörigen der Hingerichteten zu unterstützen.

Ferner fordert der iranische Widerstand die internationale Gemeinschaft, besonders den Generalsekretär der Vereinten Nationen, den Hochkommissar für die Menschenrechte, den Menschenrechtsrat und den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf, die Hinrichtung politischer Gefangener durch das religiöse Regime des Iran zu verurteilen.

Die brutalen Menschenrechtsverletzungen sind die Kehrseite des vom iranischen Regime begangenen Exports des Terrorismus, seiner kriegschürenden Politik in der Region und seiner Anstrengungen zum Erwerb einer Atombombe.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
23. August 2017