Saturday, December 3, 2022
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Selbstmordrate im Iran katastrophal – eine ominöse Folge der religiösen Diktatur

 

Der schockierende Selbstmord einer Mutter, die ihren Säugling und ihre kleine Tochter in den Tod mitnimmt

Die zunehmende Tendenz zu Selbstmorden, anzutreffen in verschiedenen Klassen und allen Altersgruppen – wobei Selbstmorde von Gruppen zunehmen –, hat sich im Iran zu einer humanitären Katastrophe entwickelt. Die meisten Selbstmorde ereignen sich in den verarmten Provinzen des Westens und des Südens: Ilam, Kermanshah, Lorestan, Hamedan und Khuzestan; am meisten sind Frauen und Jugendliche betroffen, darunter solche, die nicht älter sind als 13 Jahre. 

Die staatliche Website „Khabar“ schreibt: „Die Fälle von Selbstmord nehmen im Iran befremdlich zu. Von 2011 bis 2015 haben die Selbstmorde von Frauen um 66% und die von Männern um 71% zugenommen. Jahrelang wurde die den Selbstmord betreffende Statistik den Medien nicht zur Verfügung gestellt – was sie doch sollte -; die betroffenen Behörden lehnen es meistens ab. Auch in der Jugend kommt es zu vielen Selbstmorden.“

Die Tatsache, dass auf jeden Selbstmord, der zum Tod führt, sechzig kommen, bei denen das Opfer überlebt (so der staatliche „Club jugendlicher Journalisten“ am 17. Januar 2016), macht das Ausmaß dieses Elends der Gesellschaft vorstellbar. 

Am Montag, den 25. Dezember warf im Iran eine vierzig Jahre alte Mutter ihre 10 Jahre alte Tochter aus dem fünften Stockwerk des Hauses und beging darnach Selbstmord, wobei sie ihren drei Monate alten Säugling in den Tod mitnahm. Dies erschütternde Ereignis geschah in Rezvan Shahr, in der Provinz Gilan, die zum Norden des Iran gehört; die Mutter und der Säugling waren tot, die Nachbarn tief bestürzt.

Zwei Tage vor diesem unglücklichen Ereignis berichteten iranische Funktionäre, nach dem Erdbeben im Westen des Iran sei es innerhalb von 40 Tagen zu 16 Selbstmorden gekommen; in diesem Teil des Landes nähmen die Selbstmorde zu. Noch vor dem Erdbeben wurden in der Provinz Kermanshah 23 Selbstmorde auf 1000 Einwohner registriert; diese Rate ist fünfmal so groß wie der Durchschnitt. 

Am 6. Dezember wurde berichtet, in Mashhad (im Nordosten des Iran) hätten vier junge Mädchen Selbstmord begangen. Vorangegangen war der Selbstmord von zwei fünfzehnjährigen Mädchen in der Stadt Malak Shahi. 

Am 4. November erhängte sich ein 13 altes Mädchen unmittelbar nach dem Selbstmord ihrer Mutter. Davor, am 10. Oktober, wurde eine kleine Stadt in der Provinz Mazandaran (im Norden des Iran) dadurch erschüttert, dass ein Vater gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern Selbstmord beging, indem er die ganze Familie anzündete.

Es begehen nach den staatlichen Medien doppelt so viele Frauen Selbstmord wie Männer. Außerdem enthalten 40% aller Selbstmorde Eigen-Nachahmung; es sind Protesthandlungen. Gegenwärtig ist unter der Herrschaft der Mullahs die Zahl der Eigen-Nachahmungen unter Frauen im Iran die größte im gesamten Nahen Osten. (So die Tageszeitung „Jahan-e San’at“ am 17. Januar 2016)

Das erschütternde Ausmaß der Selbstmorde im Iran, besonders die Besorgnis erregende Zunahme von Gruppen-Selbstmorden, ist die Folge der schon 38 Jahre währenden despotischen Herrschaft der Mullahs. Sie beschert dem iranischen Volk nichts als Unterdrückung, Folter und Hinrichtung – gleichzeitig mit Armut, Korruption, Arbeitslosigkeit, Prostitution, Drogenabhängigkeit usw. 

 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

26. Dezember 2017