Wednesday, November 30, 2022
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Veranstaltung am Jahrestag der anti-monarchische Revolution im Iran

Maryam Rajavi: Das iranische Volk wird mit nichts Geringerem zufrieden sein als mit dem Sturz der herrschenden Theokratie

Am Vorabend des Tages, an dem der Sturz des Schah-Regimes im Iran zum 39. Mal wiederkehrte – dem 10. Februar 2018 – nahm Frau Maryam Rajavi an einer Versammlung von Iranern in Paris teil.

Die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran gedachte aller Märtyrer, die von der Revolution des Jahres 1979 bis zu dem Aufstand im Januar 2018 ihr Leben gaben. Sie sagte während der Versammlung: „Der tapfere Aufstand im Dezember und Januar und die folgenden Demonstrationen im Lande haben bewiesen, dass das iranische Volk mit nichts Geringerem zufrieden sein wird als dem Sturz des gesamten religiösen Regimes. Die Teilnahme von Frauen und Jugendlichen an der Vorderfront der Proteste verbürgt die Fortsetzung des Aufstands. Trotz der 39 Jahre währenden systematischen Repression und Demütigung, darunter der Verhängung des Schleierzwangs, sind die Frauen des Iran der vom Regime ausgeübten Unterdrückung nicht unterlegen.“

Frau Rajavi erinnerte an die Forderungen, über die sie zwei Wochen zuvor beim Europarat gesprochen hatte. Sie wiederholte: „Wir fordern die sofortige Freilassung aller bei dem Aufstand Festgenommenen, die Meinungs- und Versammlungsfreiheit, die Abschaffung der Frauenunterdrückung und des Schleierzwangs – eben jetzt!“

Maryam Rajavi sagte: „Die Bilanz der 40 Jahre währenden religiösen Diktatur der Mullahs lässt sich in fünf Wörter zusammenfassen: ‚Gemetzel, Plünderung, Zerstörung, Export von Fundamentalismus und Terrorismus unter dem Banner der Revolution und Frauenfeindschaft’. Vor ein paar Tagen hat Khamenei eingeräumt: Die innere Korruption des religiösen Regimes gleicht einem siebenköpfigen Drachen. In Wirklichkeit ist der wichtigste Kopf dieses Drachens Khameneis Haus.“

Das iranische Volk und die Demonstranten haben sich dazu entschieden, das Regime der Velayat-e faqih, das Corps der Revolutionsgarden und die Bassij-Miliz durch eine Republik zu ersetzen, die auf Freiheit und Demokratie beruht. Sie wollen,“ so führte Frau Rajavi aus, „im Lande die Bildung fördern, das Gesundheitswesen, den Sport, die soziale Fürsorge, die Arbeitsplätze und die Wirtschaft – anstatt der unentwegten Investitionen in Nuklearprogramme und andere Massenvernichtungswaffen.“

Sie rief all jene, die für die repressiven Sicherheitskräfte, besonders das IRGC und die Bassij-Miliz, arbeiten, dazu auf, die Schande des Dienstes in diesen verbrecherischen Truppen zu verwerfen und den Befehlen, auf das Volk einzuschlagen, nicht zu gehorchen. Sie sagte: „Armut und Entbehrung sind tausendmal besser als dieser Zustand, in dem man Lohn und Gehalt von Mördern und Folterern erhält. Trennen Sie Ihre Reihen von denen der Henker, die die verarmte Jugend von Izeh, Doroud und Arak dahingemordet haben. Ich wende mich auch an das Personal der Armee und der Staatlichen Sicherheitskräfte. Sie sollten jegliche Form der Zusammenarbeit mit dem kriminellen IRGC ablehnen. Lassen Sie nicht zu, dass die Mullahs sich Ihrer bedienen, um das Blut der Kinder des Iran zu vergießen!“

Frau Rajavi wiederholte: „Wir haben es immer gesagt, und ich wiederhole es: Nein zu religiösem Zwang, nein zum Schleierzwang, nein zu der erzwungenen Regierung. Es ist an der Zeit, diesen Zwängen ein Ende zu machen. Um die Freiheit zu gewinnen, die auf der Gleichberechtigung beruht, dazu erwarten wir keine Wunder und keine Zufälle zu unseren Gunsten. Unser gesamtes Vermögen ist die iranische Nation und ihre Kinder, die die Avantgarde bilden. Das ist doch die größte Macht der Welt! Wir müssen und können darauf setzen, dass wir alles mit unseren eigenen Händen und durch unsere eigene Entscheidung erreichen.“

An die iranische Jugend gerichtet, betonte Frau Rajavi: „Der Aufstand mit seiner Fortsetzung und Dauer erlegt jedem einzelnen von Ihnen zahlreiche Pflichten auf. Gewiß kann jeder, jede von Ihnen einen Teil dieser Pflichten übernehmen. Fürchten Sie nicht, dass Gespräche über das IRGC gefährlich seien. Sie sind gefährlich, wenn keine Proteste stattfinden – kein Aufstand. Doch wenn jeder von Ihnen im Verlauf des Aufstands eine Rolle übernimmt, werden sie zunichte.“

An der Versammlung nahm eine große Zahl von Jugendlichen der iranischen Diaspora in Europa und Nordamerika teil; viele von ihnen ergriffen das Wort.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
10. Februar 2018