Friday, February 3, 2023
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Druck auf iranisches Regimes steigt

NWRI – Das iranische Regime befindet sich in seinem 40. Jahr. Viele hoffen darauf, dass es sein 40. Jubiläum nicht mehr erleben wird. Das Regime befindet sich in einer Reihe von inneren und äußeren Krisen und somit scheint es nicht unwahrscheinlich, dass es seinen 40. Jahrestag im Februar 2019 nicht erreichen wird.

Die iranischen staatlichen Medien versuchen alles, um zu suggerieren, dass das iranische Volk das Regime unterstützt, doch die Volksproteste und die aktuellen Aussagen des obersten Führers Ali Chamenei zeigen, wie schwach das Regime in Wirklichkeit ist.

Das iranische Volk protestiert gegen Korruption in Wirtschaft und Politik und selbst Chamenei erkennt, dass es „schwierig ist“, die Korruption zu bekämpfen und dass sie im Regime immer mehr um sich greift.

Die Wirklichkeit sieht so aus, dass das Regime so schwach ist, dass Chamenei nicht einmal über eine andere Krise redet, die über dem Regime schwebt. Das 120 Tage Ultimatum von Donald Trump zum Atomdeal mit dem Iran, bekannt als Gemeinsamer Aktionsplan JCPOA, verstreicht bald und das Regime scheint auch in Europa immer mehr Unterstützung zu verlieren, weil es die Ansichten der USA teilt, dass das iranische Regime in Hinsicht der Einmischungen in anderen Ländern der Region sowie dem ballistischen Raketenprogramm eine destruktive Rolle hat. 

Heshmat Alavi schreibt dazu in Al Arabiya:“ Die Stille von Chamenei ist sehr bezeichnet und wird für das Regime in naher Zukunft fatal werden.“

Korruption

Es gibt nichts zu beschönigen. Das iranische Regime ist eines der korruptesten Regime der Welt, sowohl politisch als auch wirtschaftlich.

Selbst iranische Politiker wie der Vizepräsident Es’hagh Jahangiri und der Vorsitzende des Expertenrates, Ahmad Tavakoli, sind mittlerweile gezwungen, zuzugeben, dass die Korruption im Regime „systematisch“ abläuft. Tavakoli nennt sie sogar als den Punkt, der das Regime zum Sturz bringen wird.

Drohungen von Trump

Trump droht, beim Atomdeal den Stecker zu ziehen und auch Europa entfernt sich vom iranischen Regime. Die Mullahs sind nun gezwungen, über ihre Einmischungen im Mittleren Osten und die Finanzierung von Terrorgruppen sowie ihrem ballistischen Raketenprogramm zu diskutieren, um überhaupt noch das JCPOA aufrecht halten zu lassen.

Viele im Regime sind gegen solche Gespräche, vor allem in der Fraktion um Chamenei, doch auch sie können nicht leugnen, dass man diese Option nicht ignorieren kann. Europa will aufgrund von Handelsbeziehungen am JCPOA fest halten, aber am Ende wird es den Zugang zum US Markt eher als das iranische Öl präferieren, wenn es vor eine Wahl gestellt wird.

Der US Außenminister Rex Tillerson hat viele Nationen im Mittleren Osten besucht, er war in Jordanien, der Türkei, dem Libanon, Ägypten und Kuwait. Überall stand der Iran auf der Agenda und der regionale Druck auf die Mullahs ist seitdem größer geworden.

Kann dies das Ende des Regimes sein?

Alavi schreibt dazu:“ Die Proteste im Iran haben seinen Preis für das Regime. Dies konnte man am Sonntag sehen, wo in vielen Städten die Pro – Regime Proteste boykottiert wurden und wo Anti – Regime Proteste in der Nacht statt fanden. Das Wort der Banken ist immer weniger wert und die nächsten Monate sehen nicht gut aus. Das Regime hat längst verstanden, dass das Volk mehr und mehr Forderungen stellt und es braucht das JCPOA, seinen regionalen Einfluß und das ballistische Raketenprogramm, um weiter mit der internationalen Gemeinschaft verhandeln zu können.“

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass die Zeit des Regimes bald vorbei ist.