Tuesday, November 29, 2022
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Die IRGC und Nuklearwaffen – Teil III

Von: Reza Shafa
Rafsanjanis Richtlinie für die IRGC über den Besitz von Nuklearwaffen

In einem Bericht an Rafsanjani, den Präsidenten der Mullahs in den frühen 90ern, beschwerte sich die Forschungseinheit (RU) der IRGC über die ungenügende Kooperation der anderen Länder, um dem iranischen Regime die wichtige technische Hilfe zu gewähren, die es für die Entwicklung von Nuklearwaffen brauche.

Nach diesem Bericht traf sich Rafsanjani mit Vertretern der RU und der Atomenergieorganisation Iran (AEOI) zu einer Sitzung. Er schlug ihnen folgendes vor:

•   Um in den Besitz von Nukleartechnologie zu kommen, muss mit verschiedenen Verfahrensweisen gearbeitet werden, auch mit Quellen und Ländern und nicht immer nur geradlinige Methoden angewandt werden, sondern man muss auch bereit zu dem Risiko sein, sich auf dem schwarzen Markt das zu beschaffen, was gebraucht wird;

•   Vertrauenswürdige iranische Experten sollten in andere Länder entsandt werden, um gedeckt Informationen über Nukleartechnologie zu sammeln;

•   Die RU muss ihre Anstrengungen auf den Erhalt von Nukleartechnologie aus den ehemaligen Sowjetrepubliken konzentrieren und sollte vor allem ihre Wissenschaftler engagieren und angereichertes Uran kaufen.
 
Übertragung der Atomforschung auf das Verteidigungsministerium

Im Anschluss an die Feuerpause in dem achtjährigen Iran-Irak-Krieg, fusionierte das klerikale Regime die IRGC und das MoD in einer Organisation, genannt Verteidigungsministerium und Logistische Unterstützung. Jetzt ist es an der Zeit, dass die IRGC das neu gebildete Ministerium beherrscht. Mit dieser neuen Veränderung ist gemeint, dass es an der Zeit ist, dass die Kommandeure der IRGC über das MoD zu herrschen habe und seine gesamten Entscheidungsposten mit Offizieren der IRGC besetzt werden müssen.

1993 entschloss sich das Regime, alle Atomforschungslabore und militärische Aktivitäten aus den Universitäten und anderen Standorten auf die MoD zu übertragen.

Die IRGC hat nicht nur ihre Fährten bei der Umstrukturierung der verstreuten Nukleartätigkeiten verschleiert, sondern ihrem Atomprojekt einen großen Dienst erwiesen, in dem sie es in die Hände des MoD gab. Unter dem MoD haben sich die Fortschritte des Atomprojekts für die IRGC beschleunigt, seit dem sie unbegrenzten Zugang zu dem Fund des Ministeriums hatten.

Die RU und alle anderen entsprechenden Nuklearzentren der IRGC änderten nach der Fusion ihre Namen. Die wissenschaftliche Arbeit an verschiedenen Projekten wurde auf die gleiche Weise dem MoD übertragen.

Ein neuer Gigant der Nuklearforschung wurde inmitten von allen geboren und "MoD Zentrum für Forschung und Entwicklung" genannt. Eine eingehender Studie, über das, was wirklich geschah, enthüllt, dass die IRGc von dem Moment an, die komplette Kontrolle über die Experten der MoD bei allen Angelegenheiten in Verbindung mit dem Militär übernahm.

Um es zu verdeutlichen, in der Praxis wurde im MoD alles völlig geheim gehalten, ausgenommen eine Handvoll Führer des klerikalen Regimes und an ihrer Spitze Khamenei.  

Fortsetzung folgt …
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Reza Shafa ist ein Experte für das Geheimdienstnetz des iranischen Regimes im Iran und im Ausland. Er hat umfangreiche Studien zum VAVAK (MOIS), dem Nachrichtendienst der IRGC und u. a. auch der Qoudsarmee betrieben. Gegenwärtig schreibt er für die Website des NWRI.