Wednesday, December 7, 2022
StartPublikationenGastbeiträgeElaph trifft sich mit Iranischen Familien in der Nähe von Camp Ashraf...

Elaph trifft sich mit Iranischen Familien in der Nähe von Camp Ashraf im Irak

Ashraf CityVon: Nazzar Jaf
Quelle: Elaph website – 22. Februar 2009

Der folgende Artikel ist eine Übersetzung aus dem arabischen Text

Die Situation der Iranischen Familien, die ihre Verwandten sehen wollten, die Mitglieder der Volksmodjahedin Iran (PMOI) ist weiterhin ungelöst und hat eine Menge Probleme und Komplikationen. Sie kamen heimlich ohne Kenntnis des iranischen Regimes, um ihre Kinder nach Jahren der Trennung zu sehen. Weniger als 600 Meter trennten sie vom Eingang in Ashraf City, die Bastion der PMOI. Diese Familien warten sehnlichst darauf, in die Stadt gehen zu dürfen.

Es sind 6 Familien, insgesamt 19 Menschen, die in zwei Abteilungen vor Ashraf City gebracht wurden, um aus Sicherheitsgründen durchsucht zu werden. Sie haben keine Dinge für ihre persönliche Hygiene dabei und es ist zwei Wochen her, seit sie das letzte Mal duschen konnten. Sie können die Abteilungen nicht verlassen und haben nur ein paar Grundnahrungsmittel, die ihnen PMOI Mitglieder aus Ashraf gegeben haben. Die PMOI und die irakische Regierung sind in einen Krieg der Worte verwickelt, in dem jeder den anderen darin beschuldigt, den Eingang zu verweigern. Die Offiziellen Personen in Ashraf verurteilen scharf die Entschuldigungen der irakischen Regierung und beteuern, dass sie (die PMOI) sich unter keinen Umständen zum Spielballs unschuldiger Menschen machen lässt; Familien, dessen einziges Verbrechen darin besteht, dass sie ihre Kinder nach Jahren der Trennung sehen wollen.

Die iranische Opposition in Paris veröffentlicht bestätigte Informationen über den Druck, den die Iranische Regierung auf den Irak ausübt, um die Ashraf Bewohner zu unterdrücken. Iranische Oppositionsquellen haben Elaph gesagt, dass sie E-Mails und andere relevante Dokumente in dieser Hinsicht haben, die jeder unabhängigen internationalen Organisation oder der UN Fakten-Findungsmission in Genf beweisen, dass dem so ist.

Die Quellen der Opposition sagen, dass das iranische Regime in diesen Dokumenten deutlich macht, dass die irakische Regierung in einer Art und Weise handeln muss, dass sie die Ashraf Bewohner zu einer Rückkehr in den Iran zwingen soll und dass sie bekannt geben soll, dass alle Bewohner außer 54 Personen von der iranischen Regierung nicht bestraft werden. Nach diesen Beweisen, soll es keinem Ausländer erlaubt sein, Camp Ashraf zu betreten ohne offizielle Erlaubnis der irakischen Regierung und ohne vorheriges Wissen des iranischen Botschafters in Bagdad. Die Dokumente zeigen auch, dass die irakische Regierung Ashraf in ein Gefängnis verwandeln will. Die irakische Regierung muss so genannte Spionageteams gründen, dessen Mitglieder Farsi sprechen sollen, damit sie Informationen der Ashraf Bewohner wieder geben können, sagen die Dokumente.

Um die Tatbestände zu untersuchen, traf sich Elaph mit den Familienmitgliedern.
Die Iraker beschlagnahmten unsere Pässe
S.D. ist 50 Jahre alt und wartete darauf, seinen Sohn zu sehen. Elaph fragte ihn, wie lange er auf eine Erlaubnis wartete, Ashraf City zu betreten, um seinen Sohn zu sehen. Er antwortete:“ Zuerst, nachdem das Regime der islamischen Republik bekannt gab, das die irakischen Truppen Ashrafbewohner ausweisen werden und sie in den Iran oder in andere Länder übergeben will, haben wir Angst um das Schicksal unserer Kinder in Ashraf bekommen. Seit dem ersten Tag, seit wir hierher gekommen sind, was vor acht Tagen war, lehnten sie es ab, uns eine Erlaubnis zu geben, dass wir Ashraf betreten können, um unsere Kinder zu sehen. Aber, was noch wichtiger ist, die Iraker beschlagnahmten unsere Pässe. Dies beunruhigte und erschreckte uns, weil wenn dein Pass in die Hände der irakischen Behörden gerät, dann kann das für uns zu einer größeren Gefahr werden, als die, die wir im Moment haben.“
 
Er wies darauf hin, dass es nun mehr als 10 Jahre her sei, als er zum letzten Mal sein Kind gesehen habe. Im Hinblick auf die Schwierigkeiten, seinen Sohn zu sehen und dass die beiden Parteien, von solch einer Sache am meisten profitieren, sagte er:“ Die irakischen Behörden haben uns keine Begründung gegeben und das ist es, was uns am meisten in Sorge um die Ashraf Bewohner bringt. Vor einem Monat wurden 18 Menschen, die nach Ashraf wollten, in Teheran verhaftet. Die Seite, die am meisten von solch einer Blockierung profitiert, ist das Regime der islamischen Republik, welche weder eine Republik noch islamisch ist.“

Auf die Frage, warum sie ihren Fall noch nicht einer internationalen Organisation vorgetragen haben, sagte er mit Bedauern:“ Leider gibt es keine Möglichkeiten, dass wir mit der Außenwelt reden können. Wir haben nur ein Handy und die Batterie wird schwach. So haben wir keine Möglichkeit, verantwortliche internationale Behörden zu informieren und ihnen unsere Probleme mitzuteilen. Und weil die irakischen Behörden unsere Pässe beschlagnahmt haben, sind wir auch nicht in der Lage, in die nächste Stadt zu gehen und jemanden von außerhalb unsere Problem zu schildern.“

Auf die Frage, ob er denkt, dass die Probleme geklärt werden, sagte er:“ Im Hinblick auf die Tatsache, dass wir viel über die Gastfreundschaft der Araber gehört haben und dem guten Standpunkt der Iraker, hoffen wir, dass das Problem gelöst wird, aber er ist auch besorgt darüber, dass die Islamische Republik sich im Irak einmischen könnte.“

„Wir waren sehr aufgeregt, als wir hierher kamen, aber nun hoffen wir, dass diese Aufregung nicht in Pessimismus umschlägt.“

Frau „Hangameh A.“, 49, sagte gegenüber Elaph:“ Wir kamen nach Ashraf mit Freude und Aufregung, aber wir wurden mit irakischen Soldaten konfrontiert, die uns den Zugang nach Ashraf verwehrten. Wir sind hier seit sieben Tagen in zwei kleinen Anlagen, in denen wir auf unsere Berechtigung zum Zugang warten.“ In Bezug auf den Hinderungsgrund beim Betreten von Ashraf, um ihre Familien zu sehen, sagte Hengameh gegenüber Elaph:“ Anfänglich behinderten uns irakische Soldaten am Zutritt. Ein Komitee unter Leitung von Muwaffaq al-Rubaie informierte ins, dass wir unsere Kinder nur für zwei Stunden außerhalb des Camps Ashraf sehen dürfen.“ Sie kam nach Ashraf, um ihre Kinder zu sehen, die sie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr gesehen hat und hoffte, sie in der schnellst möglichen Zeit zu treffen. Bezüglich des Grundes für die Verhinderung ihres Zugangs zu Ashraf City bis jetzt sagte sie: Wann auch immer wir die Iraker fragen sagen sie uns, dass sie Anordnungen von höheren Stellen haben.

Muwaffaq al-Rubaie verhindert, dass wir Ashraf betreten können
Mahin K, ein 16 Jahre altes Mädchen, erklärte, dass sie nach Ashraf mit viel Enthusiasmus kam, um ihre Tante zu sehen, aber sie war schockiert, als sie herausfand, dass irakische Soldaten ihr den Zutritt verweigern. Sie sagte, dass ihr Tante vor fast acht Jahren nach Ashraf kam und beklagt sich über die schrecklichen Bedingungen in der Anlage, wo sie auf ihre Erlaubnis zum Betreten von Ashraf warten. Sie erwähnte auch, dass einige der Familienmitglieder krank sind und dass die Bedingungen inakzeptabel für sie seien. „Es gibt wohl keinen Tropfen Mitleid im Herzen von Muwaffaq al-Rubaie“, erklärte sie.

Mahin hofft, ihre Tante zu sehen, die sie vor 15 Jahren verließ. Sie wollte auch sehen, wie ihre Tante in Ashraf lebt und was sie den ganzen Tag so tut. Als wir ihr sagten, dass irakische Behörden erklärt haben, dass die PMOI den Familien verbietet, ihre Familien in Ashraf zu besuchen und nicht die irakischen Behörden, sagte sie:“ Das ist eine komplette Lüge und eine Entschuldigung. Die PMOI ist bereit, uns in Ashraf zu begrüßen, aber Muwaffaq al-Rubaie ist die Person, die uns nicht das nicht erlaubt und hat seine eigenen Anweisungen in diesem Fall gemacht.“ Am Ende erklärte Mahin, dass der einzige Grund für das aktuelle Dilemma das iranische Regime sei.

Eine andere Jugendliche „R. R.," 17, sagte als Antwort auf die Frage über das Erreichen der Hilfe von verantwortlichen internationalen Organisationen, dass nach dem Warten seit fast 10 Jahren, um ihren Bruder und ihren Onkel zu sehen und nach dem Erdulden der schrecklicher Bedingungen und Beschuldigungen dass sie [in den Irak] ging, sie kamen, um Ashraf mit mehreren ihrer Familienmitglieder zu besuchen, aber durch irakische Soldaten verhindert wurden, nach Ashraf zu gehen. Jetzt sind es mehr als acht Tage gewesen, auf die sie vergebens gewartet haben. Sie weist auf die schlechten Bedingungen hin, mit denen sie konfrontiert sind, seitdem sie auf die Genehmigung warten, um nach Ashraf zu gehen. Dann wird sie auch noch verspottet, weil man sagt, dass die PMOI sie davon abhält, nach Ashraf zu gehen. Wie kann man solch einer dummen Behauptung glauben, fragt sie, hinzufügend:" Ist es für Söhne und Töchter, Väter und Mütter vernünftig, ihre Verwandten zu bestrafen, die sie sehen möchten oder sie für die Erreichung von zweideutigen und würdelosen Zielen ausnutzen?" Sie sagt, dass, als sie sieben war, sich ihr Bruder und Onkel der PMOI anschloss und dass sie es nicht erwarten kann, sie zu sehen.

Sie ist überzeugt, dass sie die gleichen Dinge wollen, aber dieses zu beantworten, wird nun erschüttert , weil sie versuchen, Ashraf in ein Gefängnis umzugestalten, Besuche verhindern und eine bloß zweistündige Sitzung mit ihren Verwandten außerhalb Ashraf vorschlagen. Sie tun dies, weil wir alle wissen, das ist etwas, was im Evin Gefängnis [von Teheran] stattfindet. R.R erwähnt, dass sie und andere Familienmitglieder Briefe an internationalen Organisationen geschrieben haben, wo sie versucht haben, ihre Situation zu beschreiben und dass sie sie bitten, ihnen zu helfen. Aber bis jetzt haben sie keine Antwort erhalten, die ihren Schmerz erleichtern würde.

Herr Jahan S, 32 sagt, dass er erstaunt war, dass die irakischen Soldaten sie am Zugang nach Ashraf City hinderten und erwähnte, dass das iranische Regime sein Bestes gebe, um das Camp zu schließen. Er ergänzte, dass er hergekommen ist, um seinen Sohn nach mehr als 10 Jahren zu sehen, aber er traf nur den Widerstand der irakischen Soldaten. Er unterstrich den Fakt, dass die PMOI Mitglieder darauf brennen, sie im Camp zu begrüßen, aber die irakischen Behörden haben keine Einwilligung gegeben und erklärten uns, dass wir statt dessen vor dem Camp bleiben sollen.