Saturday, December 10, 2022
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Führender Abgeordneter des EU Parlamentes: Die UN kann in Camp Liberty nicht zur Tagesordnung übergehen

NWRI – Ein führender Abgeordneter des EU Parlamentes sagte, dass er von den Versprechen von Martin Kobler getäuscht wurde. Er habe ihm versprochen, dass Liberty „Menschenfreundlich, angenehm und sicher“ sein und dass die Bewohner dort nur ein paar Wochen sind, bevor sie an sichere Plätze verteilt werden.

Struan Stevenson, der Vorsitzende der Delegation für die Beziehungen mit dem Irak im EU Parlament, sagte, dass er nun jeden auffordert, eine Zusammenarbeit mit Kobler zu stoppen und dass eine Kooperation von ihm mit den Interviews der UNHCR ebenfalls gestoppt werden muß. Er habe bisher nur eine kleine handverlesene Gruppe für Drittländer vorgesehen und läßt die anderen damit noch verwundbarer zurück.

Auf einer Konferenz im UN Hauptquartier in Genf sprach Stevenson am 28. Februar über die Täuschungen durch die UN, welche Frau Rajavi dazu bringen sollten, die Bewohner von Ashraf nach Liberty zu bringen. Es sei die einzige Chance für sie, aus dem Irak zu kommen, hieß es damals.

Er führte fort:“ Gegen ihre eigene Überzeugung hat Frau Rajavi dann meinem Drängen zugestimmt und sie bat die Menschen von Ashraf, umzuziehen. Alles geschah aufgrund der Garantien, die wir von Kobler erhalten haben. Sie haben sich nun allesamt als komplett falsch heraus gestellt.“

„Ich wurde getäuscht. Es gab ein Dossier, dass gefälscht wurde. Wir haben aus erster Hand von Tahar Boumedra erfahren, der für die UN in Bagdad arbeitete, auf welch infame Weise Fotografien manipuliert wurden. Das ist das Verhalten der Vereinten Nationen im Irak.“

„Ich wurde getäuscht, meine Kollegen wurden getäuscht und wir haben die Menschen von Ashraf getäuscht. Wir haben sie gezwungen, ihren Schutz aufzugeben und haben sie damit zu Zielen von Mördern gemacht. Und genau das ist jetzt passiert. Ich fühle mich dafür schuldig.“

„Die UN versucht nun auch, die Politik der UNHCR zu beeinflussen. Sie soll ihre Arbeit ungehindert in Liberty weiter machen, so als hätte dieser Angriff nie stattgefunden.“, so Stevenson.

„Alles soll so weiter gehen wie immer, als wäre nichts geschehen, als wären keine sieben Menschen brutal ermordet worden, als wären keine 10 Menschen für immer Krüppel, als wären keine 90 Menschen verletzt wurden, als wäre alles nie passiert. Und allem voran auf keinen Fall die großartigen Freunde der irakischen Regierung kritisieren. Das darf nicht sein.“

Er sagte:“ Wir müssen ihnen sagen, dass es nicht mehr so weiter geht. Wir müssen diese Menschen aus Camp Liberty heraus holen, sie sind dort in großer Gefahr, jeder von ihnen, und wir müssen sie sofort an einen Platz bringen, wo sie sicher sind. Daher müssen sie zeitweise nach Camp Ashraf zurück gehen, weil es größer ist und weil es dort Bunkeranlagen und besser geschützte Häuser gibt, wo sie sicherer sind.“

„Drei Wochen nach dem feigen Anschlag ist nicht ein einziger Helm oder eine einzige Schutzweste in das Camp geliefert worden. Selbst der Einsatz von Schaufeln, mit denen man Schutzbunker bauen kann, wurde verboten.“

„Es gibt keine T-Wände im Camp. Die Menschen sind auf einem Schlachtfeld wie Vieh zum Abschlachten vorbereitet und wir sitzen hier im 22. Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen im Palais der Nationen in Genf und lassen diese Menschen alleine und überlassen sie ihrem Schicksal.“

„Es gab bereits drei Massaker. Es gab zahlreiche Schikanen und Mißhandlungen. Sie wurden gefesselt, entführt, gefoltert, ermordet, ihnen wurde medizinische Hilfe verweigert und die Gräber ihrer Freunde und Verwandten wurden in Ashraf geschändet und wir sitzen hier in einer Menschenrechtskonferenz und überlassen sie ihrem Schicksal und dem zweifelhaften Rat des Betrügers Kobler.“

„Es ist alles scheinheilig, was wir hier tun. Doch Frau Rajavi und ich werden uns dem nicht anschließen und die Wahrheit sagen.“