Friday, December 2, 2022
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Intensive Einmischung des iranischen Regimes in Afghanistan

Extensive meddling of the Iranian regime in AfghanistanVon Reza Shafa

Die Forschungs- und Studienzentren des Außenministeriums des iranischen Regimes fertigten einen vertraulichen Bericht an das Parlament des klerikalen Regimes (Majlis) an, welches die Situation in Afghanistan beleuchtet und die Politik des Regimes durch deutlich macht.

Der vertrauliche Bericht enthält eine Richtlinie für verschiedene Institutionen, die für das Regime arbeiten. Es macht zuerst den Status der Afghanischen Regierung und der US Politik klar und sagt:

„Die Entwicklung in der Afghanistan Politik ist ernst und hängt sehr mit dem Arrangement der politischen Kräfte und den potentiellen Kandidaten für die Wahlen zusammen und muss geprüft und kontrolliert werden.“

Das Außenministerium des Mullahs hat empfohlen, dass der Gebrauch von Pressemeldungen in der Weise geleitet werden soll, dass die Mitteilungen missachtet werden, die als Unterstützung für die Karzai Regierung zählen, aber diejenigen, die Verbrechen des Amerikaners "hervorheben" genutzt werden sollten. Zum Beispiel sagt er, dass die Vertreibung von Armen durch die Amerikaner in den Stämmen stark kritisiert werden muss, weil die Bildung solcher Gruppen gefährlich ist.

Ein weiterer Teil des Berichtes sagt:

Es gab einen Plan, der während der Amtszeit von [Perviz] Musharraf (dem ehemaligen pakistanischen Präsident) durch Großbritannien, Saudi-Arabien und Pakistan formuliert wurde, der direkt an die extremistische Bewegung in Afghanistan weiter geleitet wurde. Aber jetzt sind Amerikaner zum Schluss gelangt, dass das Hauptproblem Pakistan und nicht Saudi-Arabien ist. Auf der Grundlage der Neudefinition amerikanischer Interessen konzentrieren sich die Vereinigten Staaten auf Pakistan. Als solcher ist die amerikanische Perspektive bezüglich Pakistans uneins mit dem britischen Gesichtspunkt. Wir müssen diese Divergenzen ausnutzen."

Die Position des iranischen Regimes in Bezug auf Vorschläge von afghanischen und amerikanischen Beamten und Kommandanten, mit den Taliban zu verhandeln, ist auch der Beachtung würdig. In demselben vertraulichen Bericht vom Außenministerium des klerikalen Regimes an seinen Majlis wird gesagt:

"Wir müssen beachten, dass Verhandlungen mit den Taliban nicht auf der Grundlage der Verfassung und den gewählten Einrichtungen stehen, also müssen wir es nicht als Verhandlungen zwischen der Regierung und den Taliban betrachten. Das würde dann als Verhandlungen zwischen den Taliban und Karzai bezeichnet. Um die afghanische Krise zu lösen, haben die Amerikaner eine vielseitige Annäherung begonnen. Zusätzlich zum Betonen von Verhandlungen mit den Taliban setzen die Vereinigten Staaten auch die EU unter Druck, um seine Kräfte in Afghanistan zu vergrößern.

Die Vereinigten Staaten versuchen, die Krise in Afghanistan zu führen. Als solcher muss unsere Behauptung von Irans Position bezüglich der Verhandlungen zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung nicht so einfach und offen sein."

Das iranische Regime steht solchen Verhandlungen energisch entgegen und seine Absicht ist es, zu versuchen, die instabile und chaotische Situation aufrechtzuerhalten, um den Grundstein zu legen, um Terrorismus, Fundamentalismus, und steigende Einmischung in Afghanistan zu exportieren.

Ein anderer Teil des Berichtes des vertraulichen Dokumentes sagt:

 „Die USA bevorzugen Verhandlungen mit dem Iran über die Afghanistan – Frage. Aber trotz der amerikanischen Interessen an solchen Verhandlungen mit dem Iran, geht es nicht um eine Lösung oder ähnliches. Der Iran ist nicht gewillt, verschiedene Fragen an einem Ort zu diskutieren.“
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Reza Shafa ist ein Experte auf dem Gebiet des Geheimdienstnetzwerks des iranischen Regimes im Iran und außerhalb. Er hat intensive Nachforschungen unter anderem über das iranische Ministerium für Geheimdienst und Sicherheit (MOIS), auch bekannt als VEVEAK, betrieben, sowie über Aufklärungsbüro der Islamischen Revolutionsgardisten (IRGC) und die Qods-Armee. Zur Zeit arbeitet er mit an der Website des NWRI.