Text der Rede von Jan Christian Lund, Parlamentarier aus Dänemark im Résidence Palace in Brüssel am 27. Januar.
NWRI – Dieser Tag ist ein besonderer Tag für mich und viele Menschen in der Welt. Doch mein Herz ist in zwei Teile geteilt und das ist nicht so gut. Die linke Seite weis, dass dies der beste Tag seit langer langer Zeit für mich ist, weil die PMOI von der Terrorliste genommen wurde. Ich gratuliere ihnen, Frau Rajavi. Sie haben großartige Arbeit geleistet. Es ist immens wichtig für die Welt und für mein Herz, dass ich ihnen dies sagen kann. Es ist mir auch wichtig, dass ich in einer Demokratie leben kann, wo die Mehrheit der Mitglieder in meinem Parlament dafür gestimmt haben, dass unsere Regierung nicht mehr einen Verbleib der PMOI auf der Terrorliste unterstützen soll, weil dies eine Demokratie ist. Ich bin ebenfalls stolz, dass ich in der EU lebe. Vielleicht haben wir viele Jahre lang Fehler gemacht, aber nun folgen wir dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit. Ansonsten wäre ich unglücklich gewesen, in der EU zu leben.
Ich freue mich über die Widerstandsbewegung im Iran. Aber besonders freut es mich für die Menschen im Iran, weil ich glaube dass diese Entscheidung die Möglichkeit für den Iran gibt, Demokratie, Menschenrechte, freie und faire Wahlen, Rechte für Minderheiten, Rechte für Frauen und eine unabhängige Presse und Redefreiheit zu installieren. Das ist in der Gegenwart leider nicht der Fall. Aber in Zukunft gibt es nun die Möglichkeit dafür, in einem wichtigen Land dieser Welt. Für den Rest meines Lebens werde ich sehr hart dafür arbeiten, dass diese Zukunft eines Tages real wird. Ich will eines Tages sagen: Ich komme in den Iran und sehe mir an, dass ihr es anpackt.
In der rechten Seite meines Herzens gibt es Trauer. Ich entschuldige mich dafür, dass wir die PMOI so viele Jahre auf der Liste gelassen haben und das wir es erlaubt haben, dass sie so lange rechtlich gültig war. Es ist ein Desaster. Er tut mir leid, dass es so viele Gerichtsentscheidungen gebraucht hat, bis wir die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit nicht mehr umgehen konnten. Es tut mir leid, dass die Entscheidungen in der Vergangenheit zu Mord und Tod, besonders im Iran, aber auch in anderen Ländern, geführt hat. Ich entschuldige mich dafür, dass dem Iran eine Möglichkeit genommen wurde, ein demokratisches Land zu werden, weil die Geschichte des Landes es verdient hat, eine Demokratie zu werden.
Ich denke, es ist für uns alle von uns sehr wichtig, für alle die die PMOI und den NWRI unterstützt haben, dass wir für eine Demokratie im Iran arbeiten. Ich bin sicher, dass wir mit Frau Rajavi als Anführerin in eine richtige Richtung gehen und ich denke, das ist sehr wichtig. Es ist wichtig, dass wir den Menschen im Iran sagen, dass wir sie unterstützen. Sie und ihre demokratischen Ideen. Es ist wichtig, dass wir ihnen eine Möglichkeit geben, frei zu wählen. Oder wollen wir weiter die Mullahs an der Macht lassen? Ich habe keine Zweifel daran, wie eine freie Wahl ausgehen würde. Und ich gehe fest davon aus, dass eine neue Regierung die Demokratie und dass Recht auf freie Wahlen unterstützen und fördern wird. Es muss ebenfalls einen säkularen Staat geben, wo die Religion keine Rolle mehr in der Führung und im politischen System spielt. Dies muss bald passieren. Ich hoffe, jeder versteht, was heute hier gesagt wurde.
Ich möchte auch ein paar Worte über Ashraf sagen. Es ist sehr wichtig, dass die Menschen in Ashraf gut behandelt werden. Ich habe ein Foto von einem sehr, sehr schönen Tag in Ashraf. Und jeden Tag nehme ich das Bild und sage mir, wenn ich auf es schaue: Wir werden euch in eurer Stadt Ashraf unterstützen. Sie (Ashraf) ist die Schwester von Frau Rajavi.
Ich war ein Soldat für 42 Jahre, weil ich an die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit glaube. Ich bin froh dies sagen zu können: Gebt uns Stärke für sie zu arbeiten, so dass wir alle eine Demokratie haben ohne Krieg in dieser Welt. Ich sagte, mein Herz ist gespalten, aber das ist es nicht. Es ist ein Herz und mein Herz wird für Demokratie im Iran und in unserem Land arbeiten, wo das beste System regiert.
