
Der iranische Widerstand fordert dringende internationale Maßnahmen zur Rettung der Todeskandidaten.
Am Dienstag, dem 14. Juli 2026, dauerte der großangelegte Streik und Sitzstreik von rund 1.500 Todeskandidaten in Block 2 des Gefängnisses Ghezel Hesar den zweiten Tag in Folge an. Der Protest, der am Montag, dem 13. Juli, begonnen hatte, richtete sich gegen die Verlegung von sechs ihrer Zellengenossen in Einzelhaft zur Hinrichtung sowie gegen die fortgesetzte Verhängung und Vollstreckung von Todesurteilen.
Die streikenden Gefangenen fordern einen sofortigen Stopp der Hinrichtungen durch das Regime, Justizreformen und die Abschaffung der Todesstrafe für Drogendelikte. Im Oktober 2025 traten diese Gefangenen zudem in einen siebentägigen Hungerstreik und zwangen das Regime damit, die Vollstreckung von Todesurteilen zu verschieben.
Die Todeskandidaten der Einheit 2 in Ghezel Hesar haben erklärt, dass sie ihren Widerstand fortsetzen werden, bis ihre Forderungen nach einem Stopp der Hinrichtungen erfüllt sind.
Der iranische Widerstand appelliert erneut an die Vereinten Nationen und alle internationalen Menschenrechtsorganisationen, dringend und wirksam Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben der Todeskandidaten im Iran zu retten, und betont erneut die Notwendigkeit einer internationalen Untersuchungskommission, die die Gefängnisse des Regimes besuchen und mit den streikenden Gefangenen zusammentreffen soll.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
14. Juli 2026
