Wednesday, December 7, 2022
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Krokodilstränen beim IRGC über den Libanon

Von: Reza Shafa
Normale iranische Bürger, die nach der eigenen Einschätzung des Mullahregimes unter der Armutsgrenze leben – mehr als 80 Prozent der Bevölkerung des Landes können ihre Familien nicht ausreichend ernähren – fragen sich oft selbst, was unsere Regierung mit dem Wideraufbau im Libanon zu tun hat, wenn wir selbst kaum genug für uns haben. Ein altes Sprichwort besagt, dass Wohltätigkeit zu Hause beginnt. Die Wurzeln des Problems liegen jedoch tiefer als es auf den ersten Blick schein. Die Islamischen Revolutionären Garden (IRGC) sind wahrscheinlich die einzige Quelle, die die reale Antwort auf diese Frage kennt.  

Am Samstag zitierte die staatliche Nachrichtenagentur IRNA den Projektleiter Hessam Khoshnevis vom iranischen Hauptbüro für Wideraufbau im Libanon: "Der Iran hat seit dem Ende des Krieges mit Israel im Sommer 2006 etwa 400 Projekte landesweit fertig gestellt. Der Iran hat es sich zum Ziel gestellt, etwa 600 Bauprojekte, darunter akademische religiöse und medizinische Zentren, Brücken, Einrichtungen für die Infrastruktur auf dem Land und Kraftwerke zu bauen, von denen 70 Prozent bereits abgeschlossen sind’."

Er bezog sich ebenfalls auf die Einweihung von drei neu errichteten Brücken in Seksekieh, Babilieh und Khaziran Kabir im Libanon. Hassan Hobollah, ein Vertreter der Hisbollah im Parlament des Landes war ebenfalls unter den VIPs. 

Nach Khoshnevis hat es sich der Iran ebenfalls zur Aufgabe gemacht, 375 Kilometer der beschädigten Autobahnen und Straßen wieder aufzubauen, von denen 199 Kilometer fertig gestellt sind.

"Der Iran ist unter den ersten Ländern, di ihre Bereitschaft zum Beitrag beim Aufbau Libanons nach dem destruktiven Krieg erklärt haben", fügte er hinzu.

"Einige Straßen wurden während des Krieges nur geringfügig beschädigt, aber wir haben uns entschieden, sie zu erneuern. Andere Straßen wurden vom Libanesischen Arbeitsministerium wieder aufgebaut, aber der Wiederaufbau war nicht zufrieden stellend, so dass sie von den iranischen Ingenieuren noch einmal erneuert wurden", sagte er.

Khoshnevis sagte, dass das existierende infrastrukturelle Network nicht auf soliden technischen Studien beruhe und damit ein Problem für das iranische Wideraufbauteam darstellte.

"Wir mussten tiefer gelegene Wasseradern offen legen und in einigen Gebieten ein neues Abwassersystem aufbauen", erklärte er.

Er fügte hinzu, dass dem iranischen Team für Wiederaufbau libanesische Ingenieure als Berater zur Seite standen und sie für die Arbeiten zum Bau und zum Wiederaufbau libanesische Laboreinrichtungen genutzt haben.
 
In Wirklichkeit, so wie von Insidern zu erfahren war, erzählte ein hohes Mitglied des Majlis (Parlament) der Mullahs gleich nach dem Ende des 33-Tage-Krieges im Libanon im Sommer 2006, dass die IRGC den Krieg unterstützt hat und in Teheran Entscheidungen über das Schicksal des Konfliktes getroffen wurden.

Keine einzige Seele in der Welt ist gegen den Wideraufbau einer vom Krieg geschüttelten Nation, wie es beim Libanon der Fall ist. Dennoch sollte der IRGC nicht gestattet sein, wieder ihr schmutziges Spiel mit dem Leben von unschuldigen libanesischen Menschen zu spielen.   
 
Es ist eine schmutzige alte Taktik der IRGC, die Armut und Bedürfnisse auszunutzen, um ihre berüchtigten Absichten umzusetzen.

Die IRGC wiederholt das gleiche Szenario im Irak, in Afghanistan, in Palästina und im Libanon, um seinen Opfern die tödlichen Krallen in den Kopf zu hauen. Der Irak ist das erste Beispiel für das, was die IRGC-Qouds Armee an Waffen und Ausbildung für terroristische Handlanger liefern kann. Und es gibt keinen Zweifel daran, dass die IRGC nicht davor zurückschreckt, das zu wiederholen.

Die Rechtfertigung für die gegenwärtige Anwesenheit in dem Land ist ein Plan der IRGC und dient als Deckmantel für seine wahren Absichten, nämlich für die Schaffung der Grundlagen für seine terroristische Einmischung in der Region.

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Reza Shafa ist ein Experte für das Geheimdienstnetz des iranischen Regimes im Iran und im Ausland. Er hat umfangreiche Studien zum VAVAK (MOIS), dem Nachrichtendienst der IRGC und u. a. auch der Qoudsarmee betrieben. Gegenwärtig schreibt er für die Website des NWRI.