Bagdad (Agenturen) – Die US Armee verhaftete bei einer Razzia am Donnerstag Morgen im schiitischen Slum von Bagdad, Sadr City, zwei Irakis unter dem Verdacht auf Schmuggel von Waffen und panzerbrechendem Sprengstoff aus dem Iran, gab das Militär bekannt.
Die Verhaftungen erfolgten vor dem ersten möglichen Treffen zwischen den Außenministern des Irans und der USA seit 1980 bei der internationalen Konferenz über die Zukunft Iraks im ägyptischen Urlauberort Scharm el-Scheich.
"Die Zielpersonen der Razzia waren vermutliche Mitglieder einer geheimen Zelle des Terrornetzwerkes, die für die Erleichterung des Transports von Waffen und EFPs vom Iran in den Irak bekannt ist, so die Militärs.
In der Erklärung heißt es, dass das Netzwerk ebenfalls irakische Rebellen im Iran ausbilde.
Washingtons und Teherans angespannte Beziehung wurde durch die Anschuldigungen der USA, dass Iraner die irakischen Angriffe auf die koalierten Kräfte unterstütze, noch komplizierter.
Die US Armee informierte, dass die iranische Armee bewaffnete Gruppen des Irak neben den Waffen und der militärischen Ausbildung noch zusätzlich mit Sprengstoff versorge, mit dem die Panzerung von Militärfahrzeugen durchschlagen werden könne.
Der Iran zieht einen Boykott der Konferenz von Scharm el-Scheich wegen der Verhaftung von sieben iranischen Bürgern im Irak vor.
Staatssekretärin Condolezza Rice beschrieb sich selbst als offen für einen "harten" Dialog mit Teheran über die sich verschlechternde Situation im Irak.
Im letzten Bericht der US Regierung über den Terrorismus vom Montag steht, dass der Iran "weiterhin der aktivste Förderstaat des Terrorismus ist".
