Thursday, December 1, 2022
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Der landesweite Aufstand im Iran, nächtliche Proteste – Tag 65


Iran Protest-Nr. 144
Mahabad Aufstand, Regime Angriffe mit Militärfahrzeugen und schweren Maschinengewehren
landesweite Proteste, robuste Antwort rebellischer Jugendlicher auf Khameneis Warnungen

Am Samstagabend, dem 19. November, dem 65. Tag des Aufstands, wurde die Stadt Mahabad, die schon der Schauplatz massiver öffentlicher Proteste nach dem Leichenzug von Kamal Ahmadpour gewesen war, von Unterdrückungskräften und Spezialeinheiten angegriffen. Die Kräfte des Regimes kamen in die Stadt mit Militärwaffen und Militärfahrzeugen und fingen an, auf Leute zu schießen und non-stop auf ihre Häuser zu zielen. Die Schüsse waren aus allen Teilen der Stadt zu hören. Das Regime stellte der Stadt auch den Strom ab.

Shiraz, Täbris, Sanandadsch, Mahabad, Malekan, Larestan, Lahidschan, Paveh, Golpaygan, Lali, Marivan, Sari, Ardabil, Khoi, Bonab, Kangavar, Garmsar, Dardschezin, Divandareh, Saqqez, Oshnavieh, Shahriar, Bukan, Qorveh, Razen, Ghom, Parsian, Dashti, Heydarabad in Karadsch und viele andere waren auch Schauplätze von nächtlichen Protesten und Zusammenstößen mit Unterdrückungskräften.

In Teheran veranstalteten die Menschen nächtliche Proteste in verschiedenen Teilen der Stadt, darunter Saadat Abad, Boulevard Ferdows, Parand, Narmak, Teheranpars, Ponak, Sattarkhan, Seyed Khandan und Shahrak Quds mit den Rufen: „Tod für Khamenei“ und „Tod dem Diktator“. In Garmsar gab es Schlag und Lauf Auseinandersetzungen mit den Unterdrückungskräften, wobei sie „Schande über euch, Schande über euch“ angeschrien wurden.

In der Provinz Ost-Aserbeidschan versammelten sich die Menschen nachts auf den Straßen von Malekan und skandierten gegen Khamenei. Nächtliche Proteste wurden in Bonab abgehalten, bei denen die Leute skandierten: „Tod für Khamenei“ und „Tod für den Diktator.

In der Provinz West-Aserbeidschan waren Khoi, Takab, Mahabad, Oshnavieh, Piranshahr, Bukan und Malekan Schauplätze von Nachtprotesten und die Menschen leisteten einem Angriff von Unterdrückungskräften Widerstand. Die Protestierer in Khoi riefen: „Von Khoi nach Kurdistan, mein Leben für Izeh“. In Piranshahr zündeten die Leute ein Feuer an und skandierten: „Kurde, Belutsche, Azeri, Freiheit und Gleichheit“. Frauen in Piranshahr machten Sandwiches für die Protestierer in den Straßen.

In der Provinz Kurdistan wurde der Massenprotest, der mittags begann, von Unterdrückungskräften angegriffen, die mehrere Protestierer mit Gewehrschüssen töteten oder verwundeten. In Marivan zündeten die Menschen nachts ein Feuer auf den Straßen an und veranstalteten Demonstrationen. Sie setzten die Statue von Qassem Soleimani in Brand, dem früheren Befehlshaber der Quds Armee. In den Städten Sanandadsch und Marivan benutzten die Kräfte des Regimes ausgiebig scharfe Munition gegen die Protestierer.

In Baharan, Vilashahr und Maskan-e Mehr in Sanandadsch riefen Protestierer: „Tod dem Diktator“ und „Tod für Khamenei“ und gerieten mit den Unterdrückungskräften aneinander. Agenten in Zivil griffen Shahrak-e Vilashahr an und beschädigten Wohnungen und Autos der Bewohner, aber die Proteste gingen weiter bis in die späten Nachtstunden des Samstag und es waren Gewehrschüsse zu hören.

In der Provinz Kermanshahr hielten die Leute aus Paveh eine nächtliche Demonstration ab und trieben die Unterdrückungskräfte in die Flucht. Die Menschen von Kangavahr protestierten nachts mit „Keine Angst, wir sind alle zusammen“.

In der Provinz Ardabil war die Stadt Ardabil Zeugin von Protesten und Zusammenstößen mit der Unterdrückungsagenten. Die Menschen begingen auch den 40. Tag der Märtyrerschaft von Asra Panahi, einer sechzehnjährigen Schülerin, die umgebracht worden war,
In der Provinz Isfahan veranstalteten die Menschen aus Golpavegan einen nächtlichen Protest: „Wir werden kämpfen, wir werden sterben und wir werden uns den Iran zurückholen“.
In der Provinz Ilam zog sich in der Stadt Murmuri im Gebiet Abdanan der Protest einer großen Menge, der am Samstagmorgen begonnen hatte, bis in späte Stunden hin.

Der Gouverneur von Abdanan meinte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA am 19. November: „Viele Regierungsämter und revolutionäre Institutionen wurden von Randalierern im Zentrum des Kalat Murmuri Bezirks angegriffen und diese Leute benutzten brennbares Material bei ihren Angriffen auf Teile der Gebäude der Distrikt-Verwaltung, der Stadtverwaltung, der Banken, des landwirtschaftlichen Dschihad und der Post“.

In der Provinz Fars in der Nachbarschaft Kelshan (Golshan) von Shiraz veranstalteten die Menschen nach einem Leichenzug für den umgebrachten Sadschad Qaemi einen Protest unter den Rufen „Tod für Khamenei“. Als die Menschen sich zur Ringstraße begaben, eröffneten Agenten in Zivil und Motorradfahrer, die auf die Menge warteten, das Feuer auf sie aus nächster Nähe und töteten oder verwundeten mehrere Protestierer.

In der Provinz Gilan war die Stadt Lahidschan Zeuge nächtlicher Proteste mit den Rufen „Tod dem Diktator“, was in der ganzen Stadt zu hören war.
In der Zentralprovinz hielten die Menschen in Mahalat eine nächtliche Demonstration ab und skandierten: „Tod dem Diktator“. Auf der Saveh Autobahn verbrannten die Menschen eine Plakatwand mit dem Bild von Ali Khamenei.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI)
20 . November 2022