Saturday, December 10, 2022
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Iran: Dritter Tag der Proteste in Sanandaj, Mahabad und Karaj

Die Bewohner von Sanandaj veranstalteten am Sonntag, den 18. September, in der zweiten Nacht in Folge einen weit verbreiteten Protest und skandierten „Tod dem Diktator“, „Tod Khamenei“, „Unser widerlicher Führer ist unsere Schande!“ und „Frauen, Leben, Freiheit“.

Die IRGC und andere Unterdrücker feuerten in der Ferdowsi Straße und anderen Gegenden Granaten und Tränengas auf Demonstranten ab, wobei mindestens drei Menschen verletzt wurden. Während sie „Tod für Khamenei“ und „Schande über dich! Schämt euch!“, riefen, stellten sich Demonstranten den repressiven Kräften entgegen.

Die mutige Jugend von Sanandaj zündete ein Motorrad der Sondereinheit gegen Aufstände an und riss an der Gendarmerie-Kreuzung ein großes Khamenei-Plakat herunter.

Am selben Abend protestierten Einwohner von Mahabad gegen die Ermordung von Mahsa Amini und riefen dabei: „Frauen werden von Kurdistan bis Teheran unterdrückt.“

Eine große Gruppe wütender Bürger demonstrierte in Karaj und rief: „Habt keine Angst, wir stehen alle zusammen.“

Die Versuche des Regimes, sich der Verantwortung für den Tod von Mahsa Amini zu entziehen, sind gescheitert. Die mit den IRGC verbundene Nachrichtenagentur Fars schrieb, Ebrahim Raisi habe „der Familie Amini heute versichert, dass er die Behörden bitten werde, verschiedene Aspekte des Falls zu klären“.

Diese Nachrichtenagentur räumte den Fehler des Regimes ein, das Verbrechen schönzureden, und schrieb: „Das Gespräch des Fars-Reporters mit einigen Demonstranten zeigt, dass viele von ihnen glauben, Mahsa Amini sei unter Folter gestorben. Die meisten von ihnen haben die Erklärung der Polizei entweder nicht gehört oder waren nicht davon überzeugt.“

Der Kleriker Nasser Rafiei sagte am Sonntag im Staatsfernsehen: „Im Land passiert etwas, aber sie (die Menschen) warten nicht darauf, dass eine Untersuchung durchgeführt und eine Erklärung gegeben wird … Hören Sie nicht auf Analysen der Monafeq (d. h. MEK-Kanal).“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI)
19. September 2022