Thursday, December 1, 2022
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LEITARTIKEL: Iran, 39 Jahre des unzerstörbaren Widerstandes der MEK

Große Versammlung von iranischen Unterstützern der MEK/NWRI in Washington DC – 2019

Wenn man sich die Situation des Iran in den letzten Jahren ansieht, dann sollte man wissen, dass es mindestens zwei landesweite Aufstände gab, die gewaltsam nieder geschlagen wurden. Wenn man sich die Ereignisse in den Jahren nach der Revolution von 1979 im Iran ansieht, dann sollte man erkennen, dass die Revolution von Anfang an von der theokratischen Diktatur in organisierter Form korrumpiert wurde.
Die gewählte Präsidentin des NWRI, Maryam Rajavi, hat am letzten Samstag an einer Onlinekonferenz über Zoom von Personen und Gruppen aus mehr als 2000 verschiedenen Orten in aller Welt teil genommen. Mehr als 100.000 Menschen sahen sich dieses Event an. Sie betonte dabei, dass die landesweiten Proteste im mehr als 900 Orten im Iran in weniger als 48 Stunden ausbrachen und dass sie von „dem selben Charakter und Essenz“ der großen Straßenproteste von 1981 waren, wo rund eine halbe Million Iraner in Richtung des Parlamentes gingen, um dort ihrem Wunsch einer demokratischen Nation im post – revolutionären Iran Ausdruck zu verleihen, die zuvor die Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) angeregt hatten.

Die Proteste im letzen Jahr und der 39 Jahre davor sind in Hinblick auf ihr Ausmaß und auf die treibende Kraft dahinter ähnlich gewesen. Obwohl das Regime unermüdlich versucht, die führende Oppositionsgruppe zu zerstören, bleibt die MEK bis heute an der vordersten Front des pro-demokratischen Aktionismus bestehen und sie ist der Kern des Nationalen Widerstandsrates Iran.
Die internationale Unterstützung des NWRI war bei der Telekonferenz am Samstag prominent. Mehrere Politiker aus dem Westen äußerten darin, dass sie ihre Regierungen dazu auffordern werden, dass sie den NWRI und sein Konzept einer inländischen Volksopposition zu dem iranischen klerikalen Regime formell unterstützen sollen.
Die Opposition war im Iran in der post-revolutionären Geschichte immer in einem großen Stil präsent. Sie existierte selbst in den Zeiten, wo die internationale Gemeinschaft generell über den Konflikt zwischen dem klerikalen Regime im Iran und seiner nach Demokratie strebenden Gesellschaft still blieb. Dies war unter anderem 1981 der Fall und dennoch schaffte es die Opposition, derart viele Menschen auf die Straßen zu bringen und im Inland für so viel Unterstützung zu sorgen, dass das Regime nichts anderes tun konnte, als die Proteste gewaltsam nieder zu schlagen.
Der 20. Juni gilt nun als der Tag der Freiheitskämpfer und der politischen Gefangenen, weil 1981 an diesem Tag Hunderte Demonstranten in Teheran erschossen wurden. Dies war der Beginn der konzentrierten Aktionen, die MEK, seine Verbündeten und Unterstützer von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Dieser Trend mündete am Ende in dem Massaker von 1988, wo monatelang Zehntausende politische Gefangene hingerichtet wurden. Bei diesem Massaker stand vor allem die MEK als Opfer im Fokus. Das Regime ermordete in dieser Zeit schätzungsweise 30.000 politische Gefangene und dennoch überlebte die Opposition, sie erholte sich und sie setzte ihr erneutes Aufblühen bis heute fort.
Bei der Telekonferenz vom Samstag drückten viele Teilnehmer ihre Hoffnung aus, dass der Mainstream die MEK und den NWRI anerkennt und dass sie die einzige Bewegung ist, welche dieses Regime über die Klippe werfen und einen Regimewandel vollziehen kann.
Es ist wichtig, zu wissen, dass dieses Vertrauen daher ruht, dass der iranische Widerstand immer mehr aus der iranischen Gesellschaft selbst kommt. Der Aufstand im November war ein klarer Beweis dieses Fortschrittes. Dieser Fortschritt wuchs in nicht einmal zwei Jahren zu einem nationalen Ausmaß an. Auslöser dafür war ein früherer Aufstand, der zeigte, dass die Öffentlichkeit für einen Regimewandel bereit ist.
Beide Aufstände wurden von Slogans wie „Tod dem Diktator“ begleitet und beide führten zu einer harten und nervösen Reaktion durch die Behörden des Regimes. Der Aufstand im Januar 2018 resultierte in dem Tod Duzender Demonstranten, doch der Aufstand vom November 2019 erreichte andere Dimensionen und 1500 Menschen starben in ihm. Doch dieser Rückschlag bedeutet sind, dass der Aktivismus der Öffentlichkeit nachgelassen hat. Bereits im Januar diesen Jahres gingen Studenten und andere Iraner in mehreren Provinzen des Landes wieder auf die Straßen und verurteilten die Versuche des Regimes, den Abschuss eines kommerziellen Flugzeuges zu vertuschen, welcher zu dem Tod von 176 Passagieren führte.
Nun gibt es einen wilden und unkontrollierten Ausbruch des Coronavirus und der Aktivismus ist seitdem etwas hinten angestellt worden, doch die Behörden des Regimes warnen weiterhin vor neuen Aufständen, die in einem ähnlichen Ausmaß wie die früheren Aufstände ausbrechen könnten. Selbst der oberste Führer Ali Khamenei hat bei einer Rede im letzten Monat die Studenten der Bassidsch Milizen davor gewarnt, dass sie wegen neuer Studentenproteste aufmerksam sind und gegen den Einfluß der MEK und ihrer Nachricht des Regimewandel agieren sollen.
In den letzten 40 Jahren hat das Regime zahllose brutale Niederschlagungen unternommen, um die Opposition zu unterdrücken. Doch seit des Aufstandes von 1981 ist es immer wieder darin gescheitert, die Oppositionsbewegung unter Kontrolle zu bringen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass auch die letzten Niederschlagungen die Gesellschaft dazu gebracht haben, dass sich weniger Menschen für den Wunsch nach einen Regimewandel begeistern können. Das Regime in Teheran ist von täglichen Krisen umzingelt, während die MEK immer mehr Unterstützung gewinnt, vor allen in der neuen Generation. Diese Generation schaut besonders enthusiastisch auf einen Regimewandel.