StartNachrichtenInternationalDas iranische Regime kann sich einen Rückzug nicht erlauben

Das iranische Regime kann sich einen Rückzug nicht erlauben


Die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich führten mit Unterstützung mehrerer Militärpartner am frühen Freitag, dem 12. Januar, Vergeltungsschläge gegen die Huthi-Kämpfer im Jemen durch, nachdem es monatelang immer häufiger zu Angriffen auf die Handelsschifffahrt und die Kriegsschiffe der Koalition kam, die beauftragt worden waren, den Handelsstrom zu verteidigen. Berichten zufolge haben mehr als 100 Raketen 60 Huthi-Ziele an 16 verschiedenen Standorten im Jemen getroffen, was amerikanische und britische Vertreter zu dem Schluss führte, dass sie die Fähigkeit der vom Iran unterstützten Rebellengruppe, die Sicherheit des Seeverkehrs im Roten Meer weiterhin zu gefährden, erheblich beeinträchtigt hatten.

Allerdings schien das Pentagon die Möglichkeit eines baldigen Wiederauflebens der jemenitischen Militanten anzuerkennen, da es die Bereitschaft der Vereinigten Staaten betonte, bei Bedarf weitere Vergeltungsschläge durchzuführen.

Am Montag, dem 16. Januar, feuerten Huthi-Rebellen eine Rakete ab, die ein US-amerikanisches Schiff direkt vor der Küste Jemens im Golf von Aden traf. Dieser Vorfall ereignete sich weniger als einen Tag, nachdem sie eine Anti-Schiff Marschflugrakete auf einen amerikanischen Zerstörer im Roten Meer abgefeuert hatten.

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Zusätzlich zu den Seeangriffen der Huthis gab es seit Mitte Oktober mehr als 100 Angriffe auf militärische Einrichtungen der Koalition durch vom Iran unterstützte militante Gruppen sowohl im Irak als auch in Syrien. Beide Angriffskategorien haben eine ähnliche Abhängigkeit von Einweg-Angriffsdrohnen gezeigt, wie sie in den letzten Jahren im Arsenal des Regimes zugenommen haben.

Teheran wurde auch weithin dafür verurteilt, dass es diese Drohnen an Russland für den Einsatz in dessen Krieg gegen die Ukraine geliefert hat und obwohl es den Vorwurf des Waffenschmuggels konsequent zurückweist, haben Angriffsorte in der Ukraine, Saudi-Arabien und anderswo Komponenten hervorgebracht, die unabhängige Experten als Beweis für die iranische Herstellung sehen.
Darüber hinaus verstärkte die Marine des Regimes wohl Anfang des Monats die Bedrohung durch die Huthi, als sie ein weiteres Handelsschiff, den Öltanker St. Nikolas in griechischem Besitz, kaperten, angeblich, um einen Streit über zuvor von den USA beschlagnahmtes sanktioniertes iranisches Öl, dass sie durch illegalen Schiff-zu-Schiff Transfer unter einem anderen Namen, Suez Rajan, geladen hatten, zu klären.

Zu Beginn lautete das offizielle Narrativ der Huthi-Angriffe, dass sie Schiffe mit erheblichen Verbindungen zu Israel ins Visier genommen hätten, sei es durch deren Eigentümer oder durch die sie betreibenden Unternehmen. Dies entwickelte sich später zu einer Drohung gegen alle Schiffe, die israelische Häfen anlaufen oder verlassen. Doch in Wirklichkeit hat die von Teheran initiierte Aggression bereits Auswirkungen auf den Welthandel und die Weltwirtschaft.
Das Fehlen von Vetos bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat letzte Woche spiegelt sicherlich die Tatsache wider, dass die Bedrohung der Schifffahrt durch die Huthi im Roten Meer eine Gefahr für die Wirtschaft selbst für Irans Verbündete darstellt. Tatsächlich sind die Bemühungen Teherans, sich von den Angriffen zu distanzieren, mit der Eskalation dieser Angriffe nur noch erfolgloser geworden.

Gestern Abend haben die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) ballistische Raketen auf irakisches Territorium in der Nähe der kurdischen Stadt Erbil abgefeuert. Die IRGC nahm angeblich eine Spionagebasis des Mossad im Nordirak und „Anti-Iran Terrorgruppen“ in Syrien ins Visier, was die Spannungen in der Region weiter verschärfte.
Der Angriff der USA und Großbritanniens gegen die Huthis war eine Reaktion auf einen Angriff der Gruppe am Vortag. Bei dem Angriff waren mehr als 20 Raketen und Drohnen beteiligt, die zweifellos vom iranischen Regime geliefert wurden.

Am selben Tag wie diese Angriffe betonten Quellen in der Ukraine, dass der Iran weiterhin diese Waffen schmuggelt und stellten fest, dass gerade ein Frachtflugzeug in Moskau angekommen sei, dass höchstwahrscheinlich Drohnen für den Einsatz in der laufenden russischen Offensive befördert habe. Andere Quellen gaben an, dass Russland bereit sei, in naher Zukunft neue Chargen sowohl von Raketen als auch von Drohnen zu erhalten, darunter Boden-Boden Raketen mit einer Reichweite von fast 200 Meilen (322 Kilometer) und ein speziell entwickeltes Drohnenmodell namens Shahed-107 für den Einsatz durch Russland vorgesehen und möglicherweise mit Technologie zur Erkennung amerikanischer und britischer Luftverteidigungssysteme ausgestattet ist.

Im Wesentlichen deutet alles darauf hin, dass die Ereignisse in der heiklen Lage im Nahen Osten zunehmend komplexer werden und einen Punkt erreichen, der strategische Entscheidungen erfordert. Nach jahrzehntelanger Beschwichtigung hat sich das Terrorregime im Iran zu einer Bedrohung entwickelt, die nicht länger ignoriert werden kann.
Unterdessen kann es sich das Regime trotz des drohenden Schreckgespenstes eines Krieges mit den Vereinigten Staaten nicht leisten, zurückzutreten und seine Nahost-Strategie aufzugeben. Es ist nicht bereit, seinen Fokus auf die Bewältigung interner Herausforderungen wie einer unruhigen Gesellschaft, verärgerten Eliten und eines Sicherheitsapparats mit niedriger Moral zu richten. Folglich wird es wahrscheinlich zu einer Eskalation der Spannungen kommen, bis die Gefahr einer erheblichen Bodeninvasion unausweichlich wird.
Westliche Mächte stützen sich häufig auf bloße Feuerüberlegenheit und gehen davon aus, dass Einschüchterung allein Teheran letztendlich unterwerfen wird. Diese Strategie offenbart die naive Annahme, dass sie ihrem Gegner eine rationale Reaktion entlocken können. Ihre falsche Vorstellung stellt Teheran als ein konventionelles, ehrgeiziges Regime dar, als ein Monster, das es zu zähmen gilt. Sie erkennen nicht, dass dieses Regime nicht um regionale Vorherrschaft strebt; vielmehr ist es in einen Kampf ums Überleben verwickelt. Die wahre Verwundbarkeit liegt in der Angst des Regimes vor seinem eigenen Volk, die es anfällig für eine Niederlage durch die Macht macht, die es am meisten fürchtet.