StartNachrichtenAktuellesKhamenei benutzt palästinensisches Blut zum eigenen strategischen Vorteil

Khamenei benutzt palästinensisches Blut zum eigenen strategischen Vorteil

In einem scharfsinnigen Artikel, der am 10. Juni 2024 veröffentlicht wurde, beleuchtet Nadim Koteich, der Generalmanager von Sky News Arabia, die zynische Manipulation der palästinensischen Sache durch den Obersten Führer Ali Khamenei. In dem Artikel heißt es, dass Khameneis jüngste Aussagen über die Notwendigkeit des Gaza Konflikts eine beunruhigende Ausnützung der Leiden der Palästinenser für die geopolitischen Ambitionen der Iran offenbarten.

Koteich sieht den Kern der Strategie Khameneis darin, das Elend der Palästinenser als Werkzeug dafür zu benutzen, Friedensanstrengungen im Nahen Osten zu unterlaufen.

Khameneis Erklärung, dass die Gaza Operation des 7. Oktober „für die Region notwendig“ gewesen sei und dass sie die Versuche zur Normalisierung der Beziehungen zu Israel durchkreuze, sind ein Beleg für diese Taktik. Laut Koteich werden die immensen Kosten für die Menschen – Zehntausende Tote und weitgehende Zerstörung – von Teheran als gerechtfertigtes Opfer für die eigen regionale Dominanz betrachtet.

Aus seinem ideologischen Standpunkt heraus habe Khameneis Regime sich seit der Islamischen Revolution von 1979 als heftigere Opponent von Israel, den Vereinigten Staaten und moderater arabischer Staaten positioniert. Diese Positionierung, erläutert Koteich, sei verwoben mit den Fiktionen der Ideologie Khameneis, der das Regime als Verteidiger der unterdrückten Muslime hinstellt, besonders der Palästinenser. In diesem Narrativ drehe es sich nicht nur um Solidarität, sondern es diene auch zuhause im Iran dazu, das Regime zu legitimieren und verschiedene Fraktionen im Iran zu einen.

Im Inland benutze das iranische Regime seine anti-israelische Rhetorik dazu, die Aufmerksamkeit von seinen internen Problemen abzulenken. Koteich weist darauf hin, dass Teheran mit dem Eintreten für die palästinensische Sache darauf ziele, seine Bevölkerung von den wirtschaftlichen Kämpfen und der politischen Repression abzulenken. Diese Taktik sei ein Eckstein von Khameneis Einstellung und erlaube ihm, einen Anschein von Legitimität zu geben, während seine Bürger sich verschlechternden Bedingungen Situation ausgesetzt sei.

Der Iran sehe in Friedensinitiativen direkte Bedrohungen seines Einflusses in der Region. Koteich hebt hervor, dass der Iran befürchte, dass diese Friedensbemühungen seine regionalen Stellvertreter schwächten und seine politische und wirtschaftliche Isolation wachsen lasse.

Zu einem großen Teil bestehe Khameneis Strategie darin, das Problem der Palästinenser dafür zu benutzen, um das konfessionelle Image seiner Regionalpolitik abzuschwächen. Indem er sich als Vorkämpfer für palästinensische Rechte präsentiere, versuche der Iran, die konfessionelle Trennlinie zu überbrücken und eine breitere Unterstützung sunnitischer Gemeinschaften für sich einzuheimsen und den arabischen Regierungen, die sich diesem Einfluss widersetzen, das Wasser abzugraben.

Die lange andauernden bewaffneten Kämpfe, zu denen das Regime ermutigt habe, hätten die Palästinenser nicht der Staatlichkeit näher gebracht oder ihre Lebensbedingungen verbessert. Stattdessen haben diese Aktionen zu weiteren Vertreibungen, zu Tod und Zerstörung geführt.

Der Artikel schließt damit, dass er die Ansätze der arabischen Staaten mit denen des Iran gegenüberstellt. Während die arabischen Nationen dauerhafte Friedenslösungen suchten, um das Leiden der Palästinenser zu lindern, nütze Teheran den Konflikt dazu aus, seinen geopolitischen Zielen näher zu kommen. Koteich warnt, dass eine echte Unterstützung der palästinensischen Sache sich nicht hinter die expansionistischen Ambitionen des Regimes stellen solle, die letztlich der Existenz des palästinensischen Volkes Schaden zufüge.

Zu einem genaueren Verständnis der Analyse Koteichs lese man den vollständigen Artikel in ASAS Media.