Massaker in Camp Ashraf – Meldung Nr. 56
Nach hier eingegangenen Informationen verhandelt Maliki, der geleugnet hat, daß die Geiseln sich im Irak befinden, durch Faleh Fayaz mit dem Botschafter des iranischen Regimes, der direkten Kontakt mit dem Amt Khameneis hat.
Das iranische Regime hat Maliki drei Möglichkeiten vorgeschlagen, mit der brenzligen Situation fertig zu werden und seine Haut zu retten:
Erstens: Baldigstmögliche Überstellung der sieben Geiseln nach Teheran
Zweitens: Das iranische Regime erklärt, es sei über die Vorgänge nicht informiert. Irakische Gruppen oder unbekannte Soldaten (im Klartext: Agenten des iranischen Geheimdienstes) hätten sich dieser Personen bemächtigt.
Drittens ein Szenario wie folgt: Darnach würde die Regierung des Irak erklären, die sieben befänden sich in der Gewalt irakischer Gruppen, die zu der Organisation „Entefazeh“ (Erhebung) gehören; ihnen sei von der „Khalq-Organisation“ (PMOI) Schaden zugefügt worden, und der Irak verhandle mit ihnen. In einem nächsten Schritt würde eine fiktive Gruppe, ähnlicher jener, die die Verantwortung für die Raketenangriffe auf Ashraf übernahm, um Malikis Haut zu retten, erklären, die sieben Geiseln würden freigelassen, wenn die „Khalq-Organisation“ bis zum letzten Mann Liberty verlassen und vom Irak Abschied nehmen würde. Zugleich würden den Geiseln so viele Straftaten wie möglich angedichtet werden.
Auf der anderen Seite fordert das Mullah-Regime, die Schergen Malikis sollten die Geiseln foltern, um bezüglich folgender Angelegenheiten Geständnisse von ihnen zu erpressen:
A. Die „Khalq-Organisation“ habe im Irak terroristische Gruppen finanziell unterstützt und sei für dortige Unruhen verantwortlich.
B. Die Schergen sollen Geständnisse bezüglich dubioser Todesfälle innerhalb der PMOI erpressen. Bei dem jüngsten Überfall der irakischen Truppen habe es sich – wie bei den früheren – in Wirklichkeit um Mitglieder der PMOI gehandelt, die desillusionierte Mitglieder erschossen und die Schuld daran der Regierung des Irak zugewiesen hätten!
C. Es sollen auch Geständnisse zu Korruption und Lastern innerhalb der PMOI erpreßt werden, besonders auf seiten der Leitung dieser Organisation.
Nachdem Maliki die Anwesenheit der Geiseln im Irak geleugnet hatte, forderte Frau Rajavi in Genf Präsident Obama, Außenminister Kerry, Generalsekretär Ban Ki-moon, Unter-Generalsekretär Jeffrey Feltman, die Hohe Kommissarin für die Menschenrechte Frau Pillay, den Hohen Kommissar für Flüchtlinge Antonio Guterres, Frau Beth Jones, Assistentin des US-Außenministers für den Nahen Osten, sowie Botschafter Beecroft auf, sofort einzugreifen, um einen Verstoß gegen das Prinzip des non-refoulement und die Auslieferung der Geiseln an das iranische Regime zu verhindern.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
20. September 2013
