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In eine Website, die versuchte, die ‚Mauer des Schweigens’ über Syrien zu brechen, wurde eingedrungen

Presseerklärung von ARCHumankind

Syrien: Die Mauer des Schweigens wird gebrochen

Am Tage der öffentlichen Vorstellung unserer neuen Publikation „Syrien: Die Mauer des Schweigens wird gebrochen“ und während der darauf folgenden Tage zerstörte ein massiver Angriff durch Hacker die Website von ARCHumankind sowie das Facebook-Account von „Syrien bricht die Mauer des Schweigens“.

 

Die Verbreitung von Assad glorifizierenden Plakaten und politisch motivierten Beleidigungen, die die Hacker auf dem Facebook-Account hinterließen, läßt hinsichtlich der Identität der für diesen Überfall Verantwortlichen keinen Zweifel zurück. Es sind genau jene, die „die Mauer des Schweigens“ in Syrien intakt halten wollen, um ihre massiven Verbrechen gegen die Menschlichkeit ohne Störung fortsetzen zu können.

ARCHumankind läßt sich nicht einschüchtern; es wird sein Bulletin neu veröffentlichen und bittet all jene, die die Werte des Lebens und der Freiheit teilen, sich von dieser Zensurtaktik der brutalen syrischen Diktatur nicht einschüchtern zu lassen und alles ihnen Mögliche zu tun, um das Bulletin zu verteilen, dessen Lektüre und Verteilung die syrischen Behörden zu verhindern so bemüht waren.

Brüssel, den 3. 11. 2014

Erklärung des Direktors von ARCHumankind

Paulo Casaca

ARCHumankind wurde Ende des Jahres 2010 von einer Gruppe von fünf Freunden gegründet, die sich auf den Nahen Osten konzentrierten. Wir sahen den Arabischen Frühling kommen und versuchten, unser Bestes zu tun, um eine humane, demokratische, tolerante Alternative zu den eingesessenen autoritären Regimes und der reaktionären Jihad-Bewegung, die nach wie vor nach der arabischen Welt zu greifen sucht, zu schaffen.

Doch die Unterstützung, auf die wir hofften, blieb aus; bald mußten die meisten von uns sich anderen Angelegenheiten und Forderungen stellen. Eine Ausnahme war Kamal Batal, der Vizepräsident von ARCHumankind. In der ersten Hälfte des Jahres 2011 ging Kamal Batal selbst nach Libanon mit dem Ziel, den Flüchtlingen das Entkommen vor der vom syrischen Regime gewalttätig ausgeübten Repression zu erleichtern; er übermittelte uns Zeugnisse von dessen Grausamkeit. 

Er war es, der die Welt wissen ließ, daß verwundete syrische Demonstranten von iranischen Revolutionsgarden, die in syrischen Krankenhäusern als „Ärzte“ verkleidet waren, ermordet wurden. 

Kamal Batal, ein Leitbild der Integrität und des Engagements für den Kampf um Freiheit im Nahen Osten, die Befreiung von seinen Tyrannen und den Kampf um die Menschenrechte, ist am 4. Juni 2011 verschieden – nach einer ungeklärten Herzattacke im Beqaa-Tal, von wo er nicht rechtzeitig nach Beirut gebracht worden war. 

Es dauerte drei Jahre, bis wir an den Punkt zurückkehren konnten, an dem Kamal uns verließ; im Gedenken an ihn und alle, die den verachtenswerten Handlungen der verschiedenen fanatischen Parteien in Syrien zum Opfer fielen, geben wir hier unsere erneuerte Hingabe an das Land bekannt. 

Unser Anfang war demokratisch; wir bedienten uns friedlicher Mittel, um der Tyrannen ledig zu werden. Doch mehr als die örtlichen Tyrannen entschied die iranische Theokratie, die sie mehr und mehr kontrolliert, die Syrer sollten keine Gelegenheit bekommen, sich selbst auszudrücken und zu regieren.