StartNachrichtenMenschenrechteDer Frauenausschuß des NCRI forderte die sofortige Freilassung von Narges Mohammadi

Der Frauenausschuß des NCRI forderte die sofortige Freilassung von Narges Mohammadi

Mittwoch, den 20. Mai 2015, 10. 04 Uhr

Narges Mohammadi, eine für die Menschenrechte engagierte Frau, ist in einen Hungerstreik eingetreten, um gegen die Vorenthaltung medizinischer Behandlung und von ihr benötigter Medikamente zu protestieren

NCRI – Frau Narges Mohammadi, eine für die Menschenrechte engagierte Frau, befindet sich seit Montag, dem 18. Mai in einem Hungerstreik, um gegen die Vorenthaltung medizinischer Behandlung und von ihr benötigter Medikamente zu protestieren. Diese Vorenthaltung von Medikamenten, die sie nach dem verschreibenden Arzt täglich nehmen sollte,

hat ihren Gesundheitszustand verschlechtert. Gestern klopfte ihr Herz so stark, daß ihre Zellengenossen sie sechsmal zu der Klinik des Evin-Gefängnisses brachten, doch die Schergen enthalten ihr weiterhin die notwendigen Medikamente vor. 

Narges Mohammadi wurde am 5. Mai illegal, ohne Haftbefehl in ihrer Wohnung von Agenten des Geheimdienstes verhaftet und zum Evin-Gefängnis gebracht. Nach ihrer Ankunft konfiszierten die Schergen die Medikamente von Frau Mohammadi. Die Folterer enthalten ihr, um Druck auszuüben, schon seit den zwei Wochen nach ihrer Verhaftung und trotz ihrem ernsten Zustand und wiederholter Besuche in der Klinik des Evin-Gefängnisses die von ihr benötigte medizinische Behandlung vor. Zwei führende Schergen von Evin, Nasiripour und Hamidi, haben ihr ein hartes Urteil angekündigt – wegen der Demonstrationen, die zu ihrer Unterstützung stattfanden. 

Sie ist Mutter von zwei Kindern und wurde zum ersten Mal im Juni 2010 verhaftet; damals warf man ihr „Zusammenrottung und Verschwörung gegen die nationale Sicherheit“ sowie „Propaganda gegen das System“ vor und verurteilte sie zu sechs Jahren Gefängnis. Aufgrund der Folter und der elenden Zustände im Gefängnis litt sie während der Verhöre an Nerven- und Muskellähmung. Darnach wurde sie wegen ihres ernsten Zustandes nach Entrichtung von viel Lösegeld entlassen – „wegen Unfähigkeit, die Strafe zu ertragen“. 

Darüber, daß Frau Mohammadi den Angehörigen politischer Gefangener ihren Tribut gezollt, bei der Trauerfeier für Sattar Beheshti, einen Arbeiter und Blogger, der unter der Folter gestorben war, eine Rede gehalten, gegen die Säureangriffe auf Mädchen protestiert, auf die Abschaffung der Todesstrafe hingearbeitet und verhaftete Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten verteidigt hatte, ist der religiöse Faschismus, der den Iran regiert, verärgert; er versucht, den Druck auf sie zu steigern und ihr Los zu erschweren. 

Frau Sarvenaz Chitsaz, die Vorsitzende des Frauenausschusses des Nationalen Widerstandsrates des Iran, rief die iranische Öffentlichkeit, besonders die Frauen und die Jugend, auf, Frau Narges Mohammadi solidarisch zu unterstützen; sie forderte die internationalen Menschen- und Frauenrechtsorganisationen auf, wirksame Maßnahmen zu ihrer Entlassung und der der anderen aus politischen Gründen verhafteten Frauen zu ergreifen. 

Frauenausschuß des Nationalen Widerstandsrates des Iran

den 19. Mai 2015