Monday, January 30, 2023
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Die Beteiligung der mit dem Iran verbundenen schiitischen Milizen an dem Kampf um Ramadi wäre das Rezept für ein Desaster

Mittwoch, den 20. Mai 2015, 17. 37 Uhr

Brüssel: Europäische Vereinigung für Freiheit im Irak (EIFA), eine Presseerklärung: Die Europäische Vereinigung für Freiheit im Irak (EIFA) ist wegen des Falls von Ramadi, der Hauptstadt der Provinz Anbar, an die terroristischen Jihadisten von ISIS tief besorgt; wir wiederholen: Die einzige Möglichkeit, diese Katastrophe zu vermeiden,

hätte in der echten Beteiligung der sunnitischen Stämme am politischen Prozeß des Irak bestanden. Premierminister Haider al-Abadi muß auf die Vernunft hören. Die sunnitischen Stämme sind aufgestanden, um während der Erhebung al-Qaida aus dem Irak zu vertreiben; sie können motiviert und mobilisiert werden, gegen die brutalen Terroristen des ISIS zu kämpfen, aber nur, wenn sie von der irakischen Regierung bewaffnet werden und diese ihnen vertraut, anstatt vernachlässigt und dem Leiden überlassen zu werden, das ihnen die mörderischen, vom Iran angeführten schiitischen Milizen antun. 

Als Opfer von ISIS sind die sunnitischen Stämme die einzige brauchbare Kraft, um den Terroristen politisch, sozial und militärisch entgegenzutreten. Doch das iranische Regime und seine Helfer im Irak haben es ihnen nicht gestattet, sich zu bewaffnen oder am politischen Prozeß teilzunehmen. Die Anwesenheit des iranischen Verteidigungsministers im Irak nach dem Fall von Ramadi und die Zustimmung der USA zu der Beteiligung der vom Iran geführten schiitischen Milizen an der Rückeroberung der vorwiegend sunnitischen Provinz Anbar haben den Irak erneut an den Rand einer sektiererischen Katastrophe geführt. Man bietet den Sunniten die tödliche Wahl zwischen dem barbarischen Islamischen Staat (ISIS) oder den rücksichtslosen schiitischen Milizen; beide Gruppen haben gemordet, vergewaltigt und ihre Gemeinschaften zur Brutalität geführt.

Um die gegenwärtige Krise zu überwinden und ISIS zu besiegen, muß Premierminister al-Abadi sich von dem Einfluß Teherans lösen. Dann wird er die Unterstützung sowohl des irakischen Volkes als auch der internationalen Gemeinschaft gewinnen. Er muß umgehend die Beteiligung der Sunniten am politischen Prozeß des Irak wiederherstellen; dazu gehören die sunnitischen Stämme, die gegen seinen diskreditierten, korrupten Vorgänger Nouri al-Maliki gekämpft haben. Abadi muß auch solche sunnitischen Anführer wie den früheren Vizepräsidenten Tariq al-Hashemi, den Maliki zur Flucht aus dem Irak zwang, wieder aufnehmen. 

Ebenso muß er die sunnitischen Stämme mit schweren und mittelschweren Waffen ausrüsten, damit sie unter dem Kommando der Koalitionstruppen wirkungsvoll gegen ISIS kämpfen können. Er muß die irakische Regierung und die militärischen und polizeilichen Organisationen von allen Agenten des iranischen Regimes säubern, und er muß alle iranischen Revolutionsgarden und die mit ihnen verbündeten Milizen aus dem Irak vertreiben. Nur auf diesem Wege kann die irakische Souveränität wiederhergestellt und ISIS aus dem Lande vertrieben werden. 

Anmerkung: Struan Stevenson ist der Präsident der Europäischen Vereinigung für Freiheit im Irak (EIFA). Er war von 2009 bis 2014 Präsident der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zum Irak.