StartDämonisierung MEK-News and ArticlesTeherans tief verwurzelte Angst vor der MEK

Teherans tief verwurzelte Angst vor der MEK

 

Die rasant zunehmende Aktivität der Widerstandseinheiten im Iran

Die langjährige Angst des iranischen Regimes vor der Organisation der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) ist tief in der politischen Geschichte des Landes verwurzelt. Seit über vier Jahrzehnten ist die MEK die hartnäckigste und existenziellste Opposition des Regimes, die sich dem Sturz des theokratischen Establishments und seiner Ersetzung durch eine demokratische Alternative verschrieben hat.

Aufeinanderfolgende Regierungen des iranischen Regimes betrachteten die MEK nicht nur als politischen Rivalen, sondern auch als große interne Bedrohung. Diese Wahrnehmung führte zu weit verbreiteter Repression, Massenverhaftungen, Säuberungen und der Ausweitung von Geheimdienst- und Sicherheitsoperationen, um zu verhindern, dass der Einfluss der MEK im Iran Fuß fasst.

Selbst hochrangige Regimevertreter haben die störende Präsenz der MEK offen eingeräumt. Mostafa Pourmohammadi, der ehemalige Innenminister des Regimes, räumte ein, dass das Regime in den letzten 45 Jahren aufgrund der Aktivitäten oppositioneller Gruppen – insbesondere der MEK – nie einen Moment der Stabilität erlebt habe.

Diffamierung und Angst: Eine duale Strategie

Neben der physischen Repression investiert das Regime erhebliche Ressourcen in eine anhaltende Kampagne zur Delegitimierung und Diffamierung der MEK. Teheran versucht zwar, die Organisation als gewalttätig oder aus dem Ausland unterstützt darzustellen, fürchtet aber gleichzeitig den wachsenden Einfluss der MEK in der iranischen Bevölkerung, insbesondere unter Jugendlichen und benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Trotz der Bemühungen des Regimes, die Organisation zu isolieren, hat die MEK im Ausland stetig an Legitimität gewonnen. Zahlreiche westliche Politiker und ehemalige Regierungsbeamte erkennen sie inzwischen als wichtigste Oppositionskraft zum aktuellen Regime an. Die internationale Bekanntheit der Organisation nimmt weiter zu, gestützt durch ihre jährlichen Versammlungen und die Unterstützung von Politikern und Abgeordneten aus aller Welt.

Neue Drohungen und Alarmstimmung in den staatlichen Medien

Die Paranoia des Regimes ist erneut öffentlich geworden. Am 29. Mai 2025 veröffentlichte das staatsnahe Javan Online, ein mit der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) verbundenes Medienunternehmen, einen Artikel, in dem es vor der möglichen Rolle der MEK bei der Auslösung einer neuen Welle landesweiter Unruhen Alarm schlug.

Der Artikel warf der MEK vor, Unruhen und Gewalt im Iran zu schüren und anhaltende Proteste zu unterstützen. Konkret wurde behauptet, die MEK habe als Teil einer mehrstufigen Verschwörung versucht, „die Proteste einiger Lkw-Fahrer in eine breitere Anti-Regime Bewegung umzuwandeln“.

„In den letzten Jahren haben die Mojahedin im Land unter anderem Unruhen und interne Gewalt angezettelt und die anhaltenden Unruhen und Spannungen materiell und moralisch unterstützt“, heißt es in dem Artikel. „Diese verhasste Gruppe versucht, die Wunden zu heilen, die sie selbst verursacht hat. “Das mit dem Regime verbundene Medium behauptete außerdem, dass die MEK Hand in Hand mit den Vereinigten Staaten arbeite, und warnte, dass jede Sackgasse bei den Atomverhandlungen oder diplomatischen Gesprächen die öffentliche Unzufriedenheit weiter verschärfen könnte, was dann von Oppositionsgruppen ausgenutzt werden könnte.

Der Einfluss der MEK in Europa und den USA

Der Artikel äußerte sich zudem besorgt über die wachsende Unterstützung der MEK in westlichen politischen Kreisen. Er hob die Rolle der Gruppe bei der Gründung der Fraktion „Freunde eines freien Iran“ im Europäischen Parlament und ihr anhaltendes Engagement mit republikanischen und demokratischen US-Senatoren hervor.

Die Veröffentlichung verwies auf die Teilnahme amerikanischer Politiker – darunter des ehemaligen Außenministers Mike Pompeo, des ehemaligen Vizepräsidenten Mike Pence und des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton – an Veranstaltungen der MEK als Beweis für eine koordinierte Strategie gegen das Regime. Sogar Vertreter der aktuellen US-Regierung, wie Keith Kellogg, wurden als jüngste Teilnehmer an von der MEK gesponserten Konferenzen genannt.

 

„Diese Aktionen zeigen die Fortsetzung der feindseligen amerikanischen Politik“, behauptete Javan Online. „Und sie signalisieren die zentrale Rolle der MEK in dieser anhaltenden Konfrontation mit dem iranischen Regime. “

Die Angst des iranischen Regimes vor der MEK ist nicht nur rhetorisch – sie ist ein zentrales Element seiner innen- und außenpolitischen Überlegungen. Der anhaltende Widerstand der MEK, gepaart mit ihrer wachsenden internationalen Unterstützung, hat sie in eine einzigartige Position gebracht: eine inländische Oppositionskraft mit globaler Resonanz.

Während Teheran weiterhin hart gegen Andersdenkende vorgeht und vor ausländischer Einmischung warnt, ist die anhaltende Verfolgung der MEK ein klarer Indikator für die anhaltende politische und symbolische Macht der Gruppe.