Sunday, December 4, 2022
StartInitiativenIraner im ExilEuropaparlamentarier prangert die Beleidigung von Mitgliedern der iranischen Opposition an

Europaparlamentarier prangert die Beleidigung von Mitgliedern der iranischen Opposition an

NWRI (Stockholm) – Mogens Camre aus Dänemark, verurteilte am Samstag, dem 24. November in seiner Rede vor Tausenden iranischen Dissidenten in Schweden die jüngsten Beleidigungen von Mitgliedern der iranischen Volksmojahedin (PMOI/MEK) aus Ashraf City (Heimstatt der Mitglieder der PMOI im Irak) durch die schwedische Zeitung Svenska Dagbladet.

"Als ein Skandinavier glaube ich, dass unsere Presse mehr Verantwortung zeigen muss und nicht die Anschuldigungen wiederholen sollte, die das Mullahregime in Umlauf bringt. Das iranische Regime benutzt den Artikel bestens gegen die iranische Opposition. Ich denke, dass eine Entschuldigung bei den Mitgliedern in Ashraf ehrenwert ist, weil ihre Ehre durch solche Anschuldigungen verletzt wurde", sagte Camre.

Der Text der Rede von Mogens Camre aus Dänemark, Mitglied des Europäischen Parlaments
 
Liebe Freunde, 
 
An aller ersten Stelle möchte ich den Mitglieder der iranischen Volksmojahedin in Ashraf City meine allerwärmsten Grüße senden. Euer Widerstand, vor allem in den letzten vier Jahren, gegen jede Art von Druck des Mullahregimes und ihre Agenten im Irak, ist eine Ermutigung für uns alle. 
 
Ich spreche heute im Namen der Intergruppe Freunde eines Freien Iran im Europäischen Parlament zu Euch. Das ist ein Gruppe, die aus Parlamentariern von rechts und links besteht, die mit vielem in der Politik unzufrieden sind, aber wir sind uns einig in unserer Unterstützung für den iranischen Widerstand und unserer Forderung der Streichung der iranischen Volksmojahedin von der Schwarzen Liste und in unserer energischen Unterstützung für einen freien demokratischen Iran.
 
Wir in Europa erleben neue Bedrohungen durch den islamischen Fundamentalismus. Die Mullahs exportieren ihren Islamischen Fundamentalismus in den Irak, in den Libanon und nach Palästina. Die Expansion des Fundamentalismus kann nur vermieden werden, wenn eine muslimische Bewegung unterstützt wird, die vollkommen antifundamentalistisch ist und an Demokratie glaubt, bei der die Frauen eine führende Rolle spielen. Diese Bewegung ist die Organisation der iranischen Volksmojahedin, die ein Teil des Nationalen Widerstandsrates Iran ist.
 
Ich bin kein unerfahrener Politiker. Ich bin seit mehr als 30 Jahren in der Politik und ich kenne diese Bewegung seit mehreren Jahren. Meine Kollegen und ich haben in den letzten Jahren intensiv über diese Oppositionsbewegung recherchiert. Wir hatten eine Reihe von Sitzungen und Treffen mit ihren Vertretern und besuchten ebenfalls ihr europäisches Hauptquartier in einem Vorort von Paris und luden Maryam Rajavi, der vom NWRI gewählten Präsidentin mehrfach in das Europäische Parlament ein oder trafen uns mit ihr in ihrer Residenz und besprachen mit ihr die schwierigsten Fragen. Wir fanden tatsächlich heraus, dass Frau Rajavi und die Bewegung unter ihrer Führerschaft sehr ehrlich sind und mit ihren Ideen und ihrem Programm sehr ehrlich auftreten. 
 
So war es sehr ärgerlich, Zeuge von solchen Angriffen auf die PMOI Mitglieder in Ashraf zu werden. Ich war schockiert, als ich die Kommentare eines amerikanischen Vertreters in einer schwedischen Landeszeitung in der vergangenen Woche las. Wir, die Freunde eines Freien Iran protestieren energisch gegen derartige Unterstellungen, vor allem gegen Frauen in Ashraf, auf die diese Angriffe abzielten. Solche Kommentare sind auch eine Beleidigung für die US Militärbehörden, die für die Sicherheit von Ashraf in den letzten Jahren zuständig waren und die PMOI öffentlich lobten, wie Brigadegeneral David Philips, der für den Schutz von Ashraf bis Ende 2004 zuständig war.
 
Ich sollte hinzufügen, dass das Europäische Parlament die PMOI Mitglieder im Irak offiziell unterstützt. Am 12. Juli 2007 wurde im Europäischen Parlament eine Resolution angenommen, in der sich der Paragraph 7 insbesondere mit den PMOI Mitglieder in Ashraf befasst.

Als Skandinavier glaube ich, dass unsere Presse verantwortungsbewusster zu handeln hat und nicht die Anschuldigungen wiederholen sollte, die das Mullahregime in Umlauf setzt. Ich war schockiert, als ich diesen Artikel gegen die iranische Oppositionsbewegung, vor allem gegen ihre weiblichen Mitglieder, gelesen habe. Das iranische Regime benutzt den Artikel hervorragend gegen die iranische Opposition. Ich denke, dass eine Entschuldigung bei Mitgliedern in Ashraf am angebrachtesten ist, weil ihre Ehre mit solchen Anschuldigungen flagrant verletzt wurde. Unter allen Umständen möchte ich hinzufügen, dass eine Erklärung wie diese eine flagrante Verletzung des Artikel 27 der Vierten Genfer Konvention ist, die die Rechte von geschützten Personen beschreibt und erklärt, dass "Frauen vor allem gegen Angriffe auf ihre Ehre geschützt werden müssen". 
 
Liebe Freunde, 
 
Die Beschwichtigung des Irans ist fehl geschlagen. Die Europäische Union hat eine solche verfehlte Beschwichtigungspolitik viele Jahre lang verfolgt. Das Ergebnis war das Erscheinen Ahmadinejads, der die Zerstörung Israels fordert und alle UN Resolutionen über das geheime Nuklearprogramm missachtet. Ein anderer Eckpunkt dieser Beschwichtigungspolitik, der als aller erstes von den Mullahs gefordert wurde, waren Repressalien für die iranischen Volksmojahedin als die Hauptopposition. Die Aufnahme der PMOI in die Schwarze Liste der EU, trotz der Tatsache, dass die PMOI ihren Rechtsstreit beim Europäischen Gerichtshof letzten Sommer gewonnen hatte, ist dafür ein Beispiel.
 
Die Desinformationskampagne des iranischen Regimes zielt auf die iranischen Volksmojahedin und ihre Führer. Das Regime rekrutiert Iraner, die sich selbst als ehemalige Mitglieder der PMOI vorstellen. Dann treffen sich diese Agenten mit Politikern oder Journalisten, geben vor, gegen das Regime zu sein und stellen verschiedene Behauptungen auf, die sich gegen diese Opposition richten. Damit wollen sie die Unterstützer dieser Gruppe ruhig stellen. Das Regime gibt Millionen für ihre Desinformationskampagnen gegen die PMOI aus. Das Regime verwendet überhaupt kein Geld für eine andere Gruppe. Wisst Ihr, weshalb? Weil es eine Realität ist, dass sich die Mullahs ausschließlich für dieser Opposition fürchten. 
 
Wir sollten sie deshalb fairer behandeln und ihre Rechte respektieren, die leider auf diesem Weg vor kurzem in Schweden verletzt wurden. Deshalb haben sich viele von Euch verpflichtet gefühlt, sich hier zum Protest gegen diese Ungerechtigkeit zu versammeln. 
 
Ich möchte meinen Schwestern und Brüdern in Ashraf zurufen, da wo sie heute diese Kundgebung verfolgen, das wir sie weiter unterstützen werden, bis wir frei von den Mullahs im Iran sind. Es gibt keinen anderen Weg als Freiheit und Demokratie. Das Regime in Teheran gehört der Vergangenheit an. Ihr seid die Zukunft Irans.
 
Danke