Demonstranten rufen : Maliki belügt USA über Massaker in Ashraf, die sieben Geiseln und Demokratie im Irak – Obama muß Maliki auffordern, die Geiseln sofort frei zu lassen
NWRI – Zahlreiche Iraner folgten einem Aufruf zu einer Massenkundgebung vor dem Weißen Haus, zeitgleich mit dem Besuch des irakischen Regierungschefs Nuri al-Maliki in Washington.
Auf der Kundgebung wurden die Angriffe von Maliki gegen iranische Dissidenten im Irak scharf verurteilt und Obama aufgerufen, dass er Maliki zur sofortigen Freilassung von sieben iranischen Dissidenten auffordern soll, die von irakischen Sicherheitskräften fest gehalten werden.
Am 1. September griffen irakische Truppenteile die Bewohner von Camp Ashraf an, die dort als iranische Flüchtlinge im Irak leben. Die Flüchtlinge sind unter den Genfer Konventionen geschützt. Bei dem Angriff starben 52 Bewohner und sieben weitere – darunter sechs Frauen – wurden als Geiseln verschleppt.
Prominente US Persönlichkeiten – darunter Newt Gingrich (früherer Sprecher des Repräsentantenhauses und Präsidentschaftskandidat 2012), der erste Heimatschutzminister, Senator Robert Toricelli (1997-2003); Patrick Kennedy (Kongreßabgeordneter (1995-2011)) und Oberst Wesley Martin (früherer Leiter der Anti-Terroreinheit der Koalitionstruppen im Irak und US Kommandeur zum Schutz von Ashraf) – sprachen auf der Kundgebung.
Per Videobotschaft sprach zudem die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, Maryam Rajavi.
In ihrer Rede sagte Frau Rajavi:“ Es gibt keinen Zweifel daran, dass das Massaker an den 52 Bewohnern von Ashraf und die Geiselnahme weiterer sieben Bewohner von der irakischen Regierung und mit ihrer Kooperation durchgeführt wurde. Warum leugnet die US Regierung diese Realitäten? Durch den Empfang des höchsten Verantwortlichen dieses Massakers akzeptiert sie solche Methoden des Umgangs dieser irakischen Regierung. Darum sagen wir: Herr Präsident, sie müssen sich nach dem Treffen mit Maliki ihrer Verantwortung stellen und sich um das Schicksal der 3000 Mitglieder der MEK in dem Gefängnis von Liberty kümmern.“
„Fordern sie von irakischen Regierungschef, dass er die Geiseln sofort frei läßt und endlich damit aufhört, die Bemühungen um eine sichere Lage in Liberty zu boykottieren. Sie müssen mit wirtschaftlichen Sanktionen und Kürzungen der Waffenlieferungen drohen, wenn er weiterhin solche Hindernisse aufstellt. Sie müssen Maliki eindringlich deutlich machen, dass er seine Zusagen einzuhalten hat.“
Die Iraner, die sich in Washington versammelt hatten, kamen aus allen Landesteilen der USA. Sie sagten:“ Maliki ist für die Angriffe gegen die Bewohner von Ashraf direkt verantwortlich. Er belügt die USA über das Massaker in Ashraf, die Geiselnahme und die Demokratie im Irak.“
Die Demonstranten riefen Präsident Obama auf, in Namen der USA für dessen Versprechen gegenüber den iranischen Dissidenten im Irak einzutreten und Maliki explizit zur Freilassung der Geiseln aufzufordern. Sie forderten zudem, dass die irakische Regierung keine Hilfen und Waffen durch die USA erhalten solle, bis die Geiseln frei gelassen sind. Die US Regierung hat jedem einzelnen Bewohner von Ashraf die Garantie gegeben, sie zu schützen. Die USA müssen demnach praktische und bedeutsame Schritte unternehmen, um diesen Schutz umzusetzen und die irakische Regierung muß verpflichtet werden, sich daran zu beteiligen.
Vor einigen Tagen hatte bereits eine Initiative von 45 Kongreßabgeordneten beider Parteien und weiterer 36 Persönlichkeiten, zu denen hochrangige Offiziere gehörten, Präsident Obama in einem Brief aufgefordert, jegliche Hilfen und Waffenverkäufe in den Irak zu stoppen, bis die Geiseln frei gelassen und der Schutz der iranischen Dissidenten im Irak sicher gestellt ist.




