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Primasse und Bischöfe aus drei Kirchenprovinzen appellieren an die Vereinten Nationen in Bezug auf die Flüchtlinge im Irak

Vom Presseamt der  Church of Ireland

ACNS: ACNS5150 – Der Erzbischof von Armagh und Primas von ganz Irland, der hochwürdige Alan Harper, dem sich eine Reihe von Bischöfen und Klerikern aus dem Vereinigten Königreich angeschlossen haben, hat an seine Exzellenz Ban Ki Mun, den Generalsekretär der Vereinten Nationen geschrieben und seine sich immer weiter vertiefende Sorge um das Wohlergehen der Bewohner von Camp Ashraf im Irak ausgedrückt.

Insbesondere verurteilt der Brief jede Gewalt gegenüber den Menschen in dem Lager, deren Flüchtlingsstatus von den Vereinten Nationen anerkannt ist. Der Erzbischof und alle Unterzeichner rufen den Generalsekretär und US Außenministerin Hillary Clinton auf einzugreifen und sagen: ‘Wir glauben, dass die internationale Gemeinschaft, die Vereinten Nationen und die Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika sich eins sind in dem Wunsch nach akzeptablen humanitären Maßstäben für die Menschen. Deshalb dängen wir mit aller Macht die Vereinten Nationen und die Regierung der Vereinigten Staaten dazu, die irakische Regierung anzuhalten, entsprechende Maßnahmen zugunsten der iranischen Flüchtlinge in Ashraf und Liberty umzusetzen.’

Hier der volle Wortlaut des Briefes:

Von dem hochwürdigen Alan Harper, Erzbischof von Armagh und Primas von ganz Irland und den unten genannten Mitunterzeichnern:

Lieber Generalsekretär,

wir beziehen uns auf die andauernde Notlage der Bewohner von Camp Ashraf/Liberty und möchten unsere sich immer weiter vertiefende Sorge ausdrücken über die Verschlimmerung der humanitären Situation, der sich viele wehrlose Menschen gegenübersehen. Wir sind besonders alarmiert durch die letzten Berichte in einer Pressekonferenz, die vor Kurzem durch hochrangige Beamte des US Außenministeriums abgehalten wurde, denen zufolge es scheint, dass die Bewohner in Ashraf und die Führung der PMOI von einer bewaffneten Intervention mit der Gefahr eines potentiellen Massakers am 20. Juli oder danach bedroht werden.

Wir verurteilen scharf die Drohung mit Gewalt oder den Gebrauch von Gewalt gegen die Menschen in Camp Ashraf, deren Flüchtlingsstatus von den Vereinten Nationen anerkannt wird. Wir rufen daher Sie, Herr Generalsekretär, und Außenministerin Clinton auf, sofort einzugreifen. Irak muss veranlasst werden, bei seinen internationalen Verpflichtungen zu bleiben und im Einklang mit einer vollen Respektierung der Rechte der iranischen Flüchtlinge zu handeln. Es ist völlig unangemessen, die Opfer der Unterdrückung für die Verbrechen ihrer Unterdrücker zu tadeln, wie es allem Anschein nach die Position ist, die die beiden hochrangigen US Beamten einnehmen. Wir stellen fest, dass eine ähnliche Argumentation bei der Kreuzigung Jesu Christi vorgebracht wurde, nämlich die Begründung, es sei angemessen, dass ein Mensch im Auftrag des Volkes sterben müsse. Wir stellen fest, dass diese Beamten, statt sich um die Sicherheit der Bewohner und den Bruch von Zusagen von der irakischen Regierung zu kümmern, es vorziehen, die Bewohner und ihre Leiter für den langsamen Fortschritt des Umzuges nach Camp Liberty zu tadeln, in einen Ort, den alle vernünftigen Menschen nur als einen bezeichnen können, der jedes Mindestmaß an humanitären Bedingungen für Flüchtlinge vermissen lässt.

Wir machen aufmerksam auf die Knappheit an Wasser, Nahrungsmitteln, Arzneimitteln und an medizinischer Behandlung in Camp Liberty. Wir stellen auch heraus, dass die Bewegungsfreiheit der Bewohner ohne Notwendigkeit rund um die Uhr durch die Überwachung von bewaffneter Polizei beschnitten wird. Wir weisen mit allem Respekt daraufhin, dass die Einwilligung der 2000 Flüchtlinge in ihre Umsiedlung nach Camp Liberty trotz dessen unzureichendem Zustand klar den guten Willen der Ashraf Bewohner zur Kooperation mit den Behörden zeigen. Der weitere Umzug wurde nicht aufgenommen, weil der Irak sich an frühere Zusagen nicht gehalten hat. Nutzfahrzeuge wurden beim Transport nach Liberty nach Ashraf zurückgeschickt und persönliches Eigentum von irakischen Armeeeinheiten mit Beschlag belegt.

Wir erhalten fortlaufend tägliche Berichte über das Zurückhalten der Lieferungen von Nahrungsmitteln, Arzneimitteln, Treibstoff und anderen Gegenständen des grundlegenden Bedarfs. Wir sind auch besorgt darüber, dass fortwährend der Schutz der humanitären Rechte der beeinträchtigten und behinderten Personen missachtet wird durch die Verweigerung befestigter Wege und Rampen an wichtigen Punkten in Liberty.

Wir glauben, dass die internationale Gemeinschaft, die Vereinten Nationen und die Bevölkerung der Vereinigten Staaten sich eins sind im Wunsch nach moralisch akzeptablen humanitären Maßstäben für alle Menschen. Daher drängen wir mit aller Macht die Vereinten Nationen und die Regierung der Vereinigten Staaten dazu, die Regierung des Irak zu veranlassen, entsprechende Maßnahmen zugunsten der Bewohner in Ashraf und Liberty umzusetzen. Wir glauben, dass die Bewohner sich klar zu einer friedlichen Auflösung der Krise verpflichtet haben und dass sie bereit sind, nach Camp Liberty umzuziehen, sobald minimale humanitäre Vorkehrungen getroffen sind. Wir bitten Sie inständig, Ihr gutes Amt, den international anerkannten Einfluss und Ihr Gewicht dazu zu nutzen, um ganz und gar aus der Ashraf/Liberty Sackgasse sobald als möglich herauszukommen.

Wir äußern unsere respektvollen guten Wünsche für ihre humanitären Bemühungen;

ganz der Ihre

The Most Revd A E T Harper

Dies wird unterstützt von:

The Most Reverend Dr. Barry Morgan, Archbishop of Wales/Archesgob Cymru
The Right Revd Tim Steven, The Lord Bishop of Leicester, Convenor of the Lords Spiritual
The Right Revd Adrian Newman, The Bishop of Stepney
The Rt Revd Christopher Hill, The Lord Bishop of Guildford
The Right Revd Mike Hill, The Lord Bishop of Bristol
The Right Revd John Davies, Bishop of Swansea and Brecon
The Right Revd Stephen Conway, The Bishop of Ely
The Right Revd James William Scobie Newcome, The Bishop of Carlisle
The Right Revd John Pritchard, The Lord Bishop of Oxford
The Right Revd Alan Gregory Clayton Smith, The Bishop of St Albans
The Right Reverend Robert Paterson, The Lord Bishop of Sodor & Man und Mitglied von Tynwald [Tynwald ist das älteste ständige Parlament der Welt]
The Right Revd James Langstaff, The Bishop of Rochester
The Right Revd Michael Langrish, The Lord Bishop of Exeter
The Right Revd Dominic Walker, The Bishop of Monmouth
The Right Revd Andrew John, The Bishop of Bangor
The Rt Revd Nicholas Read, The Lord Bishop of Blackburn
The Right Revd Dr John Inge, The Bishop of Worcester
The Right Revd Stephen Platten, The Lord Bishop of Wakefield
The Right Reverend Richard Frith, The Bishop of Hull
The Revd Martin Wharton, The Lord Bishop of Newcastle
The Right Revd Dr Lee S Rayfield, The Bishop of Swindon
Father Frank Nally, SSC Solidarity Desk, Columban Faith & Justice Office, London
Reverend Ingrid Munro, Diözese von Derby