Saturday, December 3, 2022
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Bei einem ersten Besuch in Genf nimmt Maryam Rajavi an einem Sitzstreik vor dem UN Gebäude teil

Die UN Hochkommisare für Menschenrechte und Flüchtlinge aufgerufen, den Schutz der Bewohner von Ashraf sicherzustellen

Am Montag nachmittag, den 8. August, nahm Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, an dem seit 110 Tagen andauernden Sitzstreik von Iranern zum Schutz von Ashraf vor dem Hauptquartier der UN in Genf teil.

Sie sagte:” Der Streit geht zwar um Ashraf, aber in Wirklichkeit geht es um den Kampf des iranischen Volkes für Freiheit und seinem Recht auf den Sturz des Regimes des velayat-e faqih. Die Henker des Regimes im Iran wollen Ashraf zerstören und ihr hier arbeitet mit der größten Ehrerbietung für die Zerstörung des velayat-e faqih Regimes. Ihr seit es, die siegen werden, weil ihr für ein gutes Ideal kämpft und weil ihr bereit seit, den Preis für diesen Kampf zu zahlen.”

Frau Rajavi ergänzte:” Eure Forderungen sind der internationale Schutz für die Bewohner von Ashraf, die Bestätigung ihres Flüchtlingsstatusses, das Einsetzen eines UN Beobachterteams in Ashraf und der Beginn einer unabhängigen Untersuchung über das Massaker am 8. April. Wir sollten diese Forderungen für alle Iraner aufstellen, die mit uns kämpfen und dafür alle Ressourcen im politischen und diplomatischen Bereich nutzen.”

Frau Rajavi erinnerte die US Regierung und die UN Gremien an ihre Verantwortung für die Sicherheit der Bewohner von Ashraf und wiederholte, dass sie den Status der politischen Flüchtlinge und dem Schutz unter der 4. Genfer Konvention besitzen. Sie rief die Schweizer Regierung auf, ihrer Verantwortung zum Umsetzen der Genfer Konventionen zum Schutz der Bewohner von Ashraf nachzukommen. 
 
Hunderte Iraner sitzen seit vier Monaten vor dem UN Gebäude und fordern, dass die Vereinten Nationen und ihre Gremien, insbesondere die UN Hochkommisarin für Menschenrechte, Navi Pillay, ein UN Beobachterteam nach Ashraf schickt, um die Bewohner zu schützen. Sie betonen, dass jede Verzögerung der UN und seiner Gremien zum Schutz von Ashraf und seiner Bewohner zu einer humanitären Katastrophe führt.

Vertreter des Schweizer Parlamentes und Persönlichkeiten aus Genf waren ebenfalls mit Frau Rajavi anwesend. Zu ihnen gehörten Jean-Charles  Rielle , Eric Voruz, Jacques  Neirynck, Marc Falquet, Nils de Dardel, Alice Glauser-Zufferey, Christine Pergo und Denise Kessler-Nicolet.
Die Schweizer Würdenträger riefen die UN Gremien auf, sofort tätig zu werden, damit die Bewohner von Ashraf geschützt werden und forderten die Schweizer Regierung auf, ihre Unterstützung für den europäischen Plan zum Umsiedlung der Bewohner von Ashraf in Drittländer zu unterstützen. Sie forderten ihre Regierung ebenfalls auf, notwendige Maßnahmen zu tätigen, welche den Verletzten der Angriffe am 8. April in Ashraf helfen und welche die Rechte der Bewohner von Ashraf als Flüchtlinge sichern.

Die Teilnehmer des Sitzstreiks hatten für einige Stunden den gesamten National Platz vor dem UN  Hauptquartier dekoriert. Darunter befanden sich iranische Flaggen und Embleme von Ashraf. Zusätzlich gab es verschiedene Straßenshows und eine Fotoausstellung zum Angriff auf Ashraf.

In Camp Ashraf leben 3400 Mitglieder der PMOI im Irak, alle sind geschützte Personen unter der vierten Genfer Konvention. Neben dem Massaker vom 8. April an den Bewohnern durch die irakische Armee, welches zu 36 Toten und 350 Verletzten führte, hat die irakische Regierung auf Geheiß des iranischen Regimes die Schließung des Camps bis Ende 2011 beschlossen und bereitet somit den Boden für weitere Massaker an den Bewohnern vor.


Forderungen von Delegationen des US Kongresses und des EU Parlamentes zum Besuch von Camp Ashraf wurden vom irakischen Premierminister abgelehnt. Im Juli des Jahres akzeptierte das Spanische Nationalgericht eine Untersuchung zum Massaker in Ashraf und lud den Kommandeur der irakischen Armee und zwei weitere Offiziere vor. Nuri al-Maliki wird ebenfalls sofort nach Beendigung seiner Amtszeit als Regierungschef vor Gericht erscheinen müssen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
8. August 2011