Thursday, December 1, 2022
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Maryam Rajavi sendet Botschaft an den iranischen Kongress in den USA

Maryam Rajavi sendet Botschaft an den iranischen Kongress in den USANWRI – Der zweite nationale Kongress der iranischen Amerikaner für eine demokratische Republik, aufbauend auf der Trennung von Religion und Staat, fand am Donnerstag, dem 25. Mai in der historischen Andrew Mellon Hall in Washington DC statt. Hunderte Iraner aus 40 Staaten sowie mehrere Mitglieder des Repräsentantenhauses, des Senats und ihre Angestellten ebenso verschieden Politiker und Menschenrechtler nahmen daran teil. Die Videobotschaft von Maryam Rajavi, der vom Nationalen Widerstandsrat Iran gewählten Präsidentin, an den Kongress wurde übertragen. Nachfolgend lesen Sie den vollen Textlaut ihrer Botschaft an den Kongress:

Sehr geehrte Senatoren, Mitglieder des Repräsentantenhauses,

hervorragende Persönlichkeiten, Anwälte für den Frieden und die Menschenrechte, die Sie an dem Nationalen Kongress der Iraner in Washington, DC, teilnehmen,
hallo und Dank Ihnen allen, vor allem meinen iranischen Brüder und Schwestern, die aus allen Staaten Nordamerikas in Washington zusammen kamen.

Heute ist die Krise des Iran zum Hauptschwerpunkt der internationalen Gemeinschaft geworden.

Welchen Charakter hat diese Krise? Ist das ein internationaler Disput über den Iran, der zur Nuklearmacht werden will? Ist das ein Disput zwischen den Vereinten Staaten und dem iranischen Regime? Ist das ein Disput über den Islam?

Nein, es ist nichts von alledem. Im Grunde ist das eine Konfrontation zwischen dem iranischen Volk und dem herrschenden religiösen Faschismus. Dieser Kampf für den Frieden geht seit 27 Jahren. Mit der Atombombe und der Veränderung des Kräftegleichgewichts, wollen die Mullahs ihren Sturz durch das iranische Volk verhindern. Wenn das bedeutet, dass die Welt an den Rand eines Krieges und einer Katastrophe geführt wird, dann wird das so sein.

Vor zwei Wochen fanden die UN-Inspektoren Spuren von hoch angereichertem Uran auf einem Standort in Teheran, der zum Bau von Atombomben genutzt werden kann. Stellen Sie sich dieses schreckliche Prospekt vor: Atomwaffen in den Händen von brutalen Diktatoren, die bereits 120.000 politisch Aktive getötet haben, Hunderte Terrorakte begingen, sich im Irak einmischten und offen danach trachten, ein islamisches Kalifat zu errichten.

Wie können wir diesen Alptraum vor der kommenden Wahrheit aufhalten?
Wir haben alle viele Antworten gehört. Aber lassen Sie mich sagen, im Namen des iranischen Volkes und des Widerstandes, dass der religiöse Faschismus im Iran nicht die Wurzel der gegenwärtigen Krise ist. So muss eine korrekte Politik zur Verhandlung dieser Krise die Idee von einem Ende dieser Diktatur beinhalten und die Demokratie im Iran errichten.

Ein Politik, die den Mullahs ermöglicht, ihre Terrorherrschaft im Iran fortzusetzen, ist nicht nur gegen die Wünsche des iranischen Volkes gerichtet, sondern wird auch nicht die Bedrohungen des Friedens und der Stabilität in der Region stoppen können, die von diesem Regime ausgehen. Letzten Endes wird nur die Gefahr eines Krieges anwachsen, wenn man die Mullahs gut behandelt.

Deshalb hat der iranische Widerstand eine dritte Option vorgeschlagen: Keine Beschwichtigung, kein Krieg, sondern der demokratische Wandel durch das iranische Volk und den Widerstand. Das ist die einzige wirkliche Lösung, weil es das ist, was die Menschen im Iran wollen. In mehr als 4.000 Protestaktionen im vergangenen Jahr hat das iranische Volk diesen Wandel gefordert.

Die herrschenden Mullahs sehen das Ende ihres Regimes im Erstarken der Volksbewegung und des iranischen Widerstandes. Das ist die korrekte Lösung, weil es den organisierten Widerstand mit einer breiten sozialen Basis verbindet. Die iranischen Volksmojahedin, die Hauptkomponente des Widerstandes ist das Herzstück dieser Bewegung. Wenn man einen toleranten und demokratischen Islam befürwortet, ist das die Antwort auf den islamischen Fundamentalismus.

Wir dürfen nicht zulassen, dass die Mullahs die Antikriegskampagne für ihr Trachten nach Nuklearwaffen missbrauchen. Wenn sie die Möglichkeit haben, wird der Krieg nicht mehr vermeidbar sein. Wenn Sie den Weltfrieden verteidigen wollen, dann müssen Sie sich gegen das Trachten der Mullahs nach dem Besitz von Bomben stellen.

Die Diplomatischen Vertretungen des iranischen Regimes im Ausland, Agenten seines Sicherheits- und Geheimdienstministeriums und die Lobby der Mullahs in den westlichen Ländern haben die Idee zu verkaufen versucht, dass das Nuklearprogramm der Mullahs ein nationales Streben ist, das vom iranischen Volk unterstützt wird. Diese Propaganda hat nur ein Ziel: ein entschiedenes Vorgehen gegen das Regime zu vermeiden.

Lasst es mich laut und deutlich sagen: Das Nuklearprogramm der Mullahs ist vollkommen gegen die nationalen Interessen des Iran gerichtet und eine große Mehrheit der Iraner ist dagegen. Aus der Sicht der Wirtschaft, der Politik und der Umwelt, werden diese Projekte schreckliche Konsequenzen für das iranische Volk haben. Deshalb hat das Regime diese Projekte sogar vor dem eigenen Parlament verheimlicht.

Demokratie im Iran dient den Interessen des Volkes in der Region und dem weltweiten Frieden und der Sicherheit. Heute bestätigen die US-amerikanischen Führer, dass die Politik falsch war, mit der die Diktatur unterstützt wurde, um die Stabilität und die Sicherheit in den letzten Jahren zu festigen. Zur gleichen Zeit, heben sie auch ganz richtig hervor, dass „die Rechte des iranischen Volkes von nicht gewählten Beamten aberkannt wurden.“

Aber auch zu dieser späten Stunde, wollen die westlichen Länder noch immer ihre Brücken zu diesem Regime nicht abbauen und denken über neue Anreize nach. Sie weigern sich, die Rechte des iranischen Volkes anzuerkennen, in dem sie gegen diese Tyrannei widerstehen. Und sie halten die ungerechte Stigmatisierung des iranischen Widerstandes als Terroristen aufrecht. weil sie glauben, damit die Mullahs beschwichtigen zu können.

Das Terroretikett, dass der PMOI angehangen wird, ist der Gütestempel einer Politik, die das Mullah-Regime bis zum Vorabend von Nuklearwaffen und der Dominierung des Irak bringt.

Über die Verleumdung eines legitimierten Widerstandes hinaus, reflektiert dieses Etikett die gegenwärtige Politik der Konzessionen an die Mullahs, die den internationalen Frieden und die Sicherheit bedrohen.
Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, dass jede Politik, die die Bedrohung durch den religiösen Faschismus im Iran entschärfen will, zuerst das Terroretikett von der PMOI entfernt.

Unsere alte Nation und unser stolzer Widerstand, dessen Wurzeln sich durch die gesamte iranische Gesellschaft ziehen, sind 27 Jahre im Angesicht der herzlosesten Unterdrückung standhaft geblieben. Trotz aller Schwierigkeiten, will dieser Widerstand den Weg für Demokratie und Freiheit im Iran frei machen. Die Beharrlichkeit der freiheitsliebenden Frauen und Männer in Ashraf City an der iranischen Grenze und der unerschrockene Aufstand der Frauen, Arbeiter, Studenten und anderer Bereiche der Gesellschaft widerspiegeln den demokratischen Wandel im Iran.

Meine Damen und Herren,

In einer Zeit, in der die Welt eine Einheitsfront und einen Konsens für entschlossenes Handeln gegen die Mullahs braucht und sie davon abhalten will, in den Besitz von Nuklearwaffen zu gelangen, stehen Russland und China traurigerweise hinter diesem Regime. Aber lasst uns nicht vergessen, dass die Unterstützung von Russland und China, eine Ergebnis der Gelegenheit ist, die vor Jahren durch die Beschwichtigungspolitik des Westens den Mullahs gegenüber entstanden ist.

Wenn wir einen internationalen Konsens im Iran schaffen wollen, dann hängt das von einer geradlinigen Politik der Vereinten Staaten und Europas ab. Solange der Westen das Signal „Business as usual“ nach Teheran aussendet, in dem die PMOI nicht von den Terrorlisten gestrichen wird, so lange die Einmischungen des Regimes im Irak ignoriert werden, solange den Mullahs nahe Stehende an der politischen Leitung im Irak teilhaben können und solange flagrante Menschenrechtsverletzungen im Iran ignoriert werden, wird die Weltgemeinschaft weiter geteilt bleiben.

Aus diesem Grund, bestehen wir auf den folgenden Forderungen:
 Die Weltgemeinschaft muss Sanktionen über das klerikale Regime verhängen.
 Dieses Regime ist der Feind des iranischen Volkes und muss aus der Gemeinschaft der Nationen vertrieben werden.
 Die Führer dieses Regimes müssen für ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit – einschließlich der Massaker an 30.000 politischen Gefangenen – vor ein Gericht gestellt werden.
 Die PMOI muss von den Terrorlisten gestrichen werden. Der Widerstand des iranischen Volkes muss anerkannt werden.

Meine besten Wünsche für Sie alle auf dem Nationalen Kongress der Iraner in Washington. Gott segne Sie.

Danke