Tuesday, December 6, 2022
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500 Demonstranten in Arya Shahr in Teheran festgenommen

500 protestors arrested in Tehran’s Arya ShahrAufstand am 11. Februar – Erklärung Nr. 19

Forderung des Volkes auf dem Vali-e Asr Platz: „Wir sterben nicht in der Hoffnung auf die Versprechungen oder Lobeshymnen eines Mörders als Führer“

Die heroischen Menschen im Iran haben den Jahrestag der Revolution von 1979 am 11. Februar in eine weitere beschämende Niederlage für das grausame Regime der absoluten klerikalen Herrschaft verwandelt. Trotz aller Repressalien der vergangenen zwei Wochen und trotz der mehrschichtigen Anwesenheit von Sicherheitskräften seit den frühen Morgenstunden verwandelten sich Teile Teherans in ein Schlachtfeld zwischen der  Bevölkerung auf der einen Seite und den gewalttätigen Getreuen des klerikalen Regimes auf der anderen Seite. In einem engmaschigen Netz waren Staatssicherheit, Militär, Basij und verdeckte Ermittler in allen Straßen um den Azadiplatz bis zur Enqelab-Straße und dem Arya Shahr Distrikt im Einsatz, oft nur einen Meter voneinander entfernt. Um die 1.000 Bereitschaftspolizisten und 200 verdeckte Ermittler auf Motorrädern verbargen ihre Gesichter hinter Helmen und bedrängten Demonstranten. Fahrzeuge mit High-Tec-Ausrüstung gehörten ebenfalls zum Arsenal des Regimes, um die Proteste am 11. Februar abzuwürgen.

Dennoch legten wütende Menschen,  auch Jugendliche, eine hohe Entschlossenheit an den Tag, skandierten regimefeindliche Parolen und hatten Auseinandersetzungen mit Regimetreuen. Während der Auseinandersetzungen in Arya Shahr und den benachbarten Gebieten wurden ungefähr 500 Demonstranten, viele waren Frauen und junge Mädchen, festgenommen. Die Menschen konnte einige der Festgenommenen aus den Fängen der Regimetreuen befreien. In einem Fall wurde eine junge Frau, die mit verdeckten Ermittlern kämpfte, von den Leuten befreit.

Auf dem Azadi-Platz setzten die Einheiten des Regimes Waffen Schreckschusspistolen ein, wodurch viele Demonstranten Verletzungen erlitten. Einige der Verwundeten wurden von den Regimetreuen entführt und in Krankenfahrzeugen zu unbekannten Orten gebracht.

Auf dem Vali-e Asr Platz wiederholten eifrige, mutige Jugendliche die Forderungen: „Referendum, Referendum“, „Tod dem Diktator“ und „Wir geben unseren Tod nicht in der Hoffnung auf Versprechungen oder um einen Mörder als Führer zu loben.

Die Einheiten des Regimes schauten wie besessen in diesem Gebiet in die Fahrzeuge der Passanten und kontrollierten junge Fahrer und Passagiere sowie ihre Mobiles mit Kameras, um die Leute von einer Teilnahme an den Geschehnissen abzuhalten.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran
11. Februar 2010