Sunday, January 29, 2023
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Abwässer und Regenwasser bedecken das ganze Gelände von „Liberty“

Camp Liberty-Nr. 62

Die Bewohner dringen darauf, nach Camp Ashraf zurückkehren zu können
Nach einem länger andauernden Regen ist das ganze Gelände von Liberty von Wasser und Abwasser bedeckt. Dadurch ist es nahezu unmöglich, außerhalb der Gebäude im Lager größere Wege zurückzulegen. Abwässer überschwemmten den Boden und verseuchen das ganze Lager. Die Bewohner sind infolgedessen der Gefahr verschiedener Ansteckungen und Krankheiten ausgesetzt.

Der Anstieg des Pegels bei der Überflutung des Lagergeländes durch die Regenfälle und die Ausbreitung von Abwässern sind auf zwei Faktoren zurückzuführen:

Erstens auf den Zusammenbruch der Infrastruktur und deren Ineffizienz. Die Bewohner haben dies bei den UN-Beamten und dem Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs (Martin Kobler) vom ersten Tag an wieder und wieder angemahnt. Keine der schriftlichen und mündlichen Zusagen von Martin Kobler in diesem Zusammenhang wurden eingelöst.

Kobler äußerte in einer offiziellen Erklärung am 31. Januar, Camp Liberty werde humanitären Ansprüchen gerecht und die Infrastruktur sei zureichend für das Leben der Ashraf Bewohner. Das war eine völlig falsche Aussage, die den Zweck hatte, die erzwungene Umsiedlung der Ashrafbewohner herbeizuführen.

Zweitens haben die festen Mauern, die um das gesamte Lager gezogen wurden, den Abfluss des Regenwassers vom Lagergelände unmöglich gemacht.

Die irakische Regierung hat den Transport von Nutzfahrzeugen nicht erlaubt und es damit unmöglich gemacht, das Lagergelände trockenzulegen. Außerdem wurde das Zurücklegen größerer Wegstrecken im Lager praktisch unterbunden, da keine Fahrzeuge zum Personentransport mitgebracht werden durften.

Die klimatischen Bedingungen und der Zustand der Infrastruktur in Liberty sind schlecht, da die Bewohner nur wenige elektrische Heizungen und Generatoren mitbringen durften. Damit wurden die Lebensumstände zusätzlich schwieriger gemacht.

Die Bewohner legen schärfsten Protest gegen ihre erzwungene Umsiedlung ein und dringen auf unverzügliche Rückkehr nach Ashraf, weil die grundlegenden Probleme der Infrastruktur in Liberty das Lager absolute ungeeignet machen zu längerem Aufenthalt.

Der iranische Widerstand ruft den Generalsekretär der Vereinten Nationen dazu auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen für den Transport der Bewohner nach Ashraf, um das Ausbrechen von Seuchen zu verhindern und die Lebensumstände der Bewohner zu verbessern. So wurde das auch in einer Erklärung des UNHCR vom 13. Dezember 2012 hervorgehoben.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
26. Dezember 2012