Monday, November 28, 2022
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Akbar Saremi, Sohn eines politischen Gefangenen, ist gegen das Todesurteil für seinen Vater

Ali Saremi (g) et son fils Akbar (d)NWRI – in diesem Artikel werden die Äußerungen von Akbar Saremi, dem Sohn von Ali Saremi, einem politischen Gefangenen in der Todeszelle, festgehalten:
Mein Name ist Akbar Saremi. Ich bin der Sohn des politischen Häftlings Ali Saremi. Mein Vater wurde zum Tod verurteilt, weil er mich im Camp Ashraf besucht hat. In diesem Camp im Irak wohnen die iranischen Volksmojahedin.

Es gibt keine andere Rechtfertigung für dieses Urteil, als die Tatsache, dass das Regime den Aufstand im Iran erfolglos niedergeschlagen hat. Das Regime ist deshalb gezwungen, politische Gefangene hinzurichten. Diese Gefangenen können nichts unternehmen. Sie lassen sie nur hinrichten, um das Volk von weiteren Protesten abzuhalten.

Mein Vater besuchte mich im Camp Ashraf vor ein paar Jahren. Nach seiner Rückkehr in den Iran rief ich ihn an, um sicher zu sein, dass er wohlbehalten nach Hause zurückkehren konnte. Durch diesen Anruf fand das Regime heraus, dass er im Camp Ashraf war, um mich zu besuchen. Sie drangen in unser Haus ein und verhafteten meinen Vater. Sie zerstörten alles, was uns gehörte. Dann verurteilten sie meinen Vater zum Tod.

Vor ein paar Tagen wurde mein Vater wieder vor Gericht gestellt. Es ging ihm gesundheitlich nicht sehr gut; er war gerade operiert worden. Sie stellten ihn in Ketten gefesselt vor Gericht, um ihn einzuschüchtern. Mein Vater erhob im Gerichtssaal dagegen Einspruch. Er wies alle Anklagen von sich.

Das Regime räumte ihm noch nicht einmal ein ordentliches Verfahren ein. Sie ließen den Rechtsanwalt meines Vaters nicht zu ihm. Auch die anderen fünf Personen, die vor kurzem hingerichtet wurden, gab es kein faires Gerichtsverfahren.

Auf der einen Seite erfahren wir, wie das Regime die Angehörigen der PMOI-Mitglieder unter Druck setzt. Ich fordere hiermit internationale Organisationen auf, deswegen entsprechend zu handeln. Die Hinrichtungen müssen verhindert werden. Es muss verurteilt werden, dass die politischen Gefangenen unter Druck gesetzt werden.

Vor einiger Zeit kamen die Verbrecher des iranischen Geheimdienstes zum Haupttor von Camp Ashraf. Mit Beleidigungen verfluchten sie die Bewohner des Camps.