Tuesday, February 7, 2023
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Analyse: Bildet der Iran irakische Todesschwadrone aus?

Von Claude Salhani
UPI, 21. März – "Gelöste Lippen, versenken Schiffe", war ein beliebter Slogan während des Zweiten Weltkrieges und erinnerte daran, dass unbedachte Worte dem Feind helfen können. Aber das Gegenteil ist ebenfalls wahr: Richtig gesetzte Worte können die Schiffe der Feinde versenken. Zu einer Zeit, in der der Präsident George W. Bush weiter daran erinnert, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen, gibt eine Oppositionsgruppe des iranischen Regimes neue Informationen über die Einmischungen des islamischen Regimes im Irak preis.
 

Nach dieser iranischen Oppositionsgruppe soll die iranische al-Qouds Armee intensiv in die Ausbildung der irakischen Todesschwadrone und Milizen verwickelt sein. Die letzten Berichte der iranischen Volksmojahedin (Mojahedin-e-Khalq oder MeK) beschuldigen das iranische Regime, heimlich in "die Organisation und die Ausbildung des großen irakischen Terrornetzwerkes im Iran verwickelt zu sein und es in den Irak zurückzusenden".

Die Gruppe steht in Opposition zu den in Teheran herrschenden Klerikern und sagt, dass das Endziel Irans die Destabilisierung des Iraks und die Vertreibung der US Truppen aus dem Land ist, um den Weg für die Errichtung einer islamischen Republik im Irak zu ebnen.

Alireza Jafarzadeh, ein iranischer Oppositioneller zum gegenwärtigen Regime im Iran, verbreitete am Dienstag eine Information, die er aus dem Iran selbst stammen – vor allem von der MEK, mit denen er enge Verbindungen hat.

Die MEK, die intensiv nach Unterstützung sucht, um aus der Washingtoner Liste der Terrororganisationen gestrichen zu werden, veröffentlichte vor kurzem eine Liste von fast 32.000 Irakern auf der Teheraner Gehaltsliste. Darunter sind höhere Vertreter der irakischen Regierung.

Die Qoudsarmee der Islamischen Revolutionären Garden haben mithilfe von Kommandeuren a.D. einige ihrer Basen in den Städten Teheran, Karaj, Qom, Isfahan sowie in den Grenzprovinzen zum Irak, wie Kermanshah, Ilam, Kurdistan und Khuzestan aufgebaut, um Todesschwadrone und Terrornetzwerke auszubilden, so der iranische Dissident.

Diese Personen reisen in unterschiedlichen Gruppen und unter verschiedenen Deckmänteln in den Iran und benutzen mehrere legale und illegale Grenzübergänge. Nach der Beendigung der Ausbildungszeit kehren sie in den Irak zurück. Nach Informationen der MEK sind seit Februar 2006 irakische Milizen, die zur Qouds Armee gehören, wie der Höchste Rat der islamischen Revolution im Irak – SCIRI – die Badr-Milizen, Hisbollah, islamische Revolutionsmujahedin und die Seyyed-ol-Shohada Bewegung in Gruppen in den Iran gereist und wurden in mehreren Camps der Qouds Kräfte ausgebildet.
Zur Ausbildung gehören der Guerillakampf in den Städten, die Bedienung von leichten und mittelschweren Waffen, Minenwerfern, Raketen, Schießen aus dem Hinterhalt, der Einsatz von Sprengstoffen und Schulterflugabwehrraketengeschossen.

Die irakischen Milizen werden – nach Jafarzadeh – noch immer unter dem Kommando von Mohammad Shahlaei, einem ehemaligen IRGC Brigadegeneral in der Qoudsarmee in der Basis Ramezan ausgebildet. Auf der Grundlage von Informationen, die er von der MEK aus dem Iran erhielt, operiert die islamische revolutionäre Garde in mehreren geheimen Basen, wo die irakischen Terroristen ausgebildet werden.

Unter ihnen war der Imam Ali Base in der Alborz-kooh Straße im Norden Teherans, im Norden des Saad-abad Palastes. Südlich von dieser Basis ist eine andere IRGC Basis, die sogenannte "Al-Zahra". Dort sollen Frauen ausgebildet werden. Nach der MeK, sind in der Imam Ali Basis viele Veteranen Ausbilder, die sehr viele Erfahrungen bei Terroakten haben. Die Basis steht unter dem Kommando eines Offiziers der revolutionären Garden, der Hossein Lotfi genannt wird.

Die Übungsgruppen bestehen aus jeweils acht Personen. Jede Gruppe hat zwei Trainer, ein iranisches und ein libanesisches Mitglied der Hisbollah. Die Ausbildung dauert 20 Tage. Das Personal wird angewiesen, dass niemand über die Ausbildung von Arabern sprechen darf.

Mehrere Gruppen der SCIRI reisten im Oktober 2006 aus Sadr City, in der Nähe von Bagdad, zur Ausbildung an, so Jafarzadeh. Die Basis war der Hauptausbildungsplatz der IRGC für die Ausbildung ausländischer Terroristen. In der Vergangenheit, wurden Terroristen gewöhnlich in der Basis Imam Ali ausgebildet; jetzt ist sie ausschließlich für die Ausbildung irakischer Milizen reserviert.

Die Hisbollah Basis in Jalilabad, Varamin, wurde zur Vorbereitung von irakischen Freiwilligen auf die al-Qouds Armee benutzt. Dort ist ein Kommandeur der al-Qoudsarmee, bekannt als "Fuoad" der Verbindungsoffizier. Zwei der ausländischen Ausbilder wurden "Khalili" und "Vajih" genannt. Sie sind Iraker, die seit Jahren im Iran leben und bei der Qouds-Armee angestellt sind. Im 2. Januar beendete eine Gruppe von 50 Irakern aus Sadr City ihr Training und kehrte in den Irak zurück.

Nach Angaben der MEK, drang Abu Ahmad al-Ramisi, ein früherer Kommandeur der Badr Einheiten in die irakische Regierung ein. Er ist auch unter dem iranischen Namen Muhammad Ali Hessani bekannt. Seit 1986 bei den IRGC, wurde er im April 2003 in den Irak entsandt, wo er Kommandeur der Badr Brigaden in der Provinz Al-Muthanna wurde. Gegenwärtig ist er der Gouverneur der Al-Muthana Provinz.

Die Liste geht weiter: Bahonar Base in Karaj ist ein anderes Ausbildungslager für irakische Milizen. Irakische Milizen aus Teheran wurden zu diesem Lager in 50er Gruppen geschickt. Ihre Ausbildung dauerte 30 Tage. Seit Oktober 2006 wurden in diesem Camp mehrere Gruppen ausgebildet.

Die Basis Bahonar ist eine der wichtigsten Ausbildungsbasen für ausländische Kämpfer. Die Operationen und die Information über die Ausbilder sind streng vertraulich. Die Ausbildung wurde so organisiert, dass die Ausbilder alle nur möglichen Informationen übereinander haben. In dieser Basis wurden die Prinzipien des Straßenguerillakampfes, Täuschungs- und Tarnungsmaneuver, Methoden und Taktiken für das Sammeln von Informationen, die Ausbildung an verschiedenen Waffen, Body-building und die Verwendung von Sprengstoff unterrichtet.

Das MEK Netzwerk im Iran wurde in der Vergangenheit erwies sich in der Vergangenheit als korrekt bei der Offenlegung des iranischen geheimen Nuklearwaffenprogramms und 2002 bei der Enthüllung der Atomkraftanlagen in Natanz und Arak.
Das erinnert immer noch an die Umkehrlogik des berühmten Solgans aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit anderen Worten, sie geht mit Vorsicht ans Werk. Diejenigen, die eine militärische Konfrontation zwischen den USA und dem iranischen Militär unterstützen, könnten am Ende beide Boote versenken.