Tuesday, February 7, 2023
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Armut zwingt iranischen Radfahrmeisterin zum Betteln auf der Straße

Atousa Abbasi, die mehrere Rekorde im Radsport der Frauen hält, ist nun gezwungen, auf der Straße zu betteln, um nicht zu verhungern. Das Regime hat mit seiner Wirtschaftspolitik das Leben vieler normaler Iraner zerstört. Atousa Abbasi und ihr Ehemann, der früher als Trainer im Radsport tätig war, haben ein Kind. Sie leben auf einem Parkplatz, den sie gemietet haben. Ihre Ehemann ist nun Chauffeur.

Atousa Abbasi war die erste iranische Frau, die bei den Wettkämpfen in Asien eine Medaille gewann. Sie hält seit 2014 den Geschwindigkeitsrekord, doch nun hat sie ein 3 Jahre altes Kind und kann dort nicht mehr aktiv sein.

In einem Video, was in den sozialen Medien viral ging, sagte Abbasi:“ Während dieser drei Jahre stieg ich aus dem Radfahren aus, um mein Kind groß zu ziehen und seitdem hat niemand meinen Rekord gebrochen.“ Sie zeigte mehrere Medaillen, die sie gewonnen hatte und sagte dann, dass sie niemand dafür geehrte habe.

Laut der staatlichen Webseite Mashreq vom 18. Oktober 2017 ist sie 2017 vom Radsport zurück getreten.

Auch Sousan Rashidi, die 11 Mal Meisterin im Kickboxen für Frauen wurde, trainiert nun unter erschwerten Bedingungen für Turniere im Ausland. Sie ist ein unbekanntes Mädchen, welches in Kermanshah (Westiran) lebt, schreibt die staatliche Webseite Fararu (18. Oktober 2017).

Wegen der Armut und der besonderen Bedingungen in ihrer Familie arbeitet sie nun vom frühen morgen an und backt Brot, hütet Schafe, transportiert Brennholz oder macht ähnliche Aufgaben. Sie hat noch nicht einmal eine Geburtsurkunde und nutzt dafür die Urkunde ihrer verstorbenen Schwester.

Atousa Abbasi

Frau Rashidi sagte:“ An manchen Tagen hab ich nicht einmal genug Geld, um zum Training fahren zu können. Manchmal, wenn es besser läuft, kann ich mir ein Ei kaufen oder den Fahrpreis zum Training zahlen.“

„Ich war 9 Mal Meisterin, doch dafür habe ich kein Preisgeld erhalten“, ergänzte sie laut der staatlichen Nachrichtenagentur ISNA (26. Dezember 2016).

In einem Bericht über die Frauenarmut im Iran unter den Mullahs wurde über eine junge Frau berichtet, welche einen Doktor in Computertechnik hat. Sie musste ihre Niere verkaufen. Am 23. Juli 2019 hängte die 30 Jahre alte Frau eine Nachricht an die Wände. Darauf stand, dass sie ihre Niere verkauft, um die Arztkosten für ihre behinderte Mutter, die Miete und die Hochzeit ihrer Schwester finanzieren zu können, berichtete der Frauenausschuss des Nationalen Widerstandsrates Iran.