Tuesday, November 29, 2022
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Atomstreit: Brüsseler Verhandlungen mit dem Iran gescheitert

Atomstreit: Brüsseler Verhandlungen mit dem Iran gescheitertDer Iran will keine Gespräche mehr mit der EU-Troika Deutschland, Großbritannien und Frankreich führen. Auch in Russland ging es bei den Verhandlungen mit dem Iran nicht voran.

Der Iran will nicht mehr mit der EU-Troika aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien über sein Atomprogramm verhandeln. Das sagte Außenminister Manuschehr Mottaki vor Journalisten in Teheran.

Weitere Gespräche könnten nur noch mit einzelnen Staaten geführt werden, sagte Mottaki, der sich am Montag in Brüssel aufgehalten hatte.

Gespräche Russlands mit Vertretern Teherans brachten am Montag keinerlei sichtbare Annäherung.

Vergleich mit "Mein Kampf"
Der französische Außenminister Dominique de Villepin wertete Ahmadinedschads Äußerungen zu Israel und der Judenverfolgung als "unwürdige Verletzung Israels, des jüdischen Volkes und der Ehre der ganzen internationalen Gemeinschaft".

Frankreich werde "niemals bei der Sicherheit Israels nachlässig" sein und stets an Israels Seite gegen Terrorismus und Fanatismus auftreten, sagte Villepin vor dem jüdischen Dachverband CRIF in Paris. Der Iran dürfe keinen Zugang zu Kernwaffen erhalten.

CRIF-Präsident Roger Cukierman verglich Ahmadinedschad mit Hitler.
"Die Erklärungen des iranischen Präsidenten stehen Hitlers "Mein Kampf" in nichts nach", sagte Cukierman. Die Geschichte habe gezeigt, dass man Drohungen stets ernst nehmen müsse.