Sunday, November 27, 2022
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Auf Bitten von Frau Rajavi und nach Zusicherungen seitens des Außenministeriums der Vereinigten Staaten zogen die Bewohner Ashrafs nach Liberty um

  • Aufforderung des iranischen Widerstands an die Vereinigten Staaten und die Vereinten Nationen, sich für die Freilassung der sieben Geiseln, die Stationierung von UN-Blauhelmen in Liberty und ein Minimum von Sicherheitsvorkehrungen einzusetzen
  • Ähnliche Aufforderungen an das Europäische Parlament, an amerikanische Politiker und an die an fünf Stellen der Welt im Hungerstreik Befindlichen
  • Die Busse, in denen die Bewohner fuhren, wurden in der Stadt Khalis zum Ziel einer Explosion

Massaker in Ashraf – Meldung Nr. 40
Auf Bitten von Frau Maryam Rajavi, der gewählten Präsidentin des iranischen Widerstands und nach Zusicherungen seitens des Außenministeriums der Vereinigten Staaten die Sicherheit von Camp Liberty sowie die des Transports der Bewohner Ashrafs und ihres dortigen Vermögens betreffend und nach sechs Tagen intensiver Verhandlungen mit Behörden der Vereinten Nationen und der Vereinigten Staaten stimmten 42 Bewohner Ashrafs, darunter jene, die während des Massakers am 1. September verwundet wurden, ihrem Umzug von Ashraf nach Camp Liberty zu. Der Konvoi erreichte Liberty am Donnerstag, den 12. September in den frühen Morgenstunden.

Frau Beth Jones, Staatssekretärin im State Department für Angelegenheiten des Nahen Ostens, hatte in ihrem Brief an Frau Rajavi am 6. September geschrieben: „… Wir bestehen darauf, daß die für diese barbarische Aktion Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. … Es muß alles, was möglich ist, getan werden, damit die Vermißten gefunden werden. … Wir bitten Sie, den Plan der UNAMI anzunehmen, nach dem die überlebenden Bewohner sicher und unverzüglich und so bald als möglich unter Aufsicht der Vereinten Nationen und in gepanzerten Bussen der Vereinten Nationen (nach Liberty) gebracht werden. … Wenn Sie dies Vorgehen akzeptieren, werden die Vereinten Nationen den Schutz des Vermögens in Ashraf durch Beauftragung einer örtlichen Sicherheitsfirma unterstützen. Die Botschaft der Vereinigten Staaten wird ihr Äußerstes tun, um diese Anstrengungen zu unterstützen. … Endlich nehmen wir von der Übereinkunft zwischen der Regierung des Irak und der UNAMI Kenntnis, die besagt, daß nach einem Plan der UNAMI große Stellwände aufgebaut und weitere Maßnahmen getroffen werden.“

Frau Rajavi antwortete: „Ich möchte Sie auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, daß für den Umzug der Bewohner Ashrafs nach Liberty alsbald Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. … Sobald die Bewohner Ashrafs nach Liberty umgezogen sind, wird sich das iranische Regime darauf konzentrieren, seine Angriffe auf Camp Liberty und seine wehrlosen Bewohner fortzusetzen. In dieser Hinsicht ist es am wichtigsten, daß die 17 500 vier Meter hohen Stellwände zurückgebracht und das dringend notwendige medizinische Gerät sowie Helme und Schutzwesten für 3 000 Bewohner von Ashraf nach Liberty transportiert werden. Wenn diese Maßnahmen getroffen sind, werden alle Bewohner Ashrafs nach Liberty gehen.“

Als die Busse, in denen sich die Bewohner befanden, die Stadt Khalis erreichten, wurden sie zum Ziel einer Explosion. Glücklicherweise entstand kein Schaden. Nach einer Übereinkunft der Bewohner mit den USA sollte um des Schutzes der Bewohner willen keine der beteiligten Seiten bis zur Ankunft des Konvois in Liberty den Umzug bekannt geben. Doch Generalmajor Jamil, der Polizeichef der Provinz Diyala, der das Massaker am 1. September befehligt hatte, informierte mit dem iranischen Regime verbundene Journalisten sowie Soldaten, die mit der terroristischen Quds-Truppe des IRGC verbunden sind, darunter Katai’b Hezboollah und Asaib Ahl Haq, am Nachmittag des 11. September und brachte sie mit Polizeieskorte nach Ashraf.

Die 42 Bewohner Ashrafs, die das Massaker und die Massenhinrichtungen des 1. September überlebt haben, gingen nach Camp Liberty, während auf der einen Seite die Drohungen gegen dies verstärkt und auf der anderen Seite die von den USA und der UNO eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllt wurden. Daher fordert der iranische Widerstand zur Vermeidung weiteren Gemetzels die Regierung der Vereinigten Staaten und die UNO zu folgenden sofortigen Maßnahmen auf:

1 – Freilassung der sieben Geiseln, die am 1. September von irakischen Soldaten entführt wurden

2 – Ständige Präsenz von UN-Blauhelmen und einer Beobachtergruppe der UNAMI in Camp Liberty

3 – Es muß in Camp Liberty ein Minimum von Sicherheits-vorkehrungen getroffen werden – worauf die USA und die UNO schon mehrfach hingewiesen worden sind: die Rückkehr der

17 500 vier m hohen Stellwände, der Transport von Helmen und Schutzwesten der Bewohner sowie ihres medizinischen Gerätes von Ashraf nach Liberty, der Einbau von 150 2×2 m großen Personenbunkern und doppelschichtigen Dächern auf den Hütten sowie Genehmigung zur Bautätigkeit in Liberty, außerdem Ausdehnung des Lagergeländes.

Bewohner von Camp Liberty sowie Iraner in Genf, London, Berlin und Ottawa befinden sich seit dem 1. September im Hungerstreik, um diese Forderungen zu bekräftigen. Heute ist der 12. Tag ihres Hungerstreiks.

In einem offenen Brief an US-Außenminister John Kerry forderten 35 amerikanische Politiker, darunter 10 Generäle im Ruhestand, sowie 5 Offiziere, die einst für den Schutz Ashrafs verantwortlich waren, ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, ehemalige Präsidentschaftskandidaten, ehemalige Minister und Botschafter die sofortige Stationierung von UN-Blauhelmen in Camp Liberty.

Inzwischen forderten in einer Sitzung beim Europäischen Parlament am 11. September führende Mitglieder des Parlaments die sofortige Freilassung der Geiseln, die Stationierung von UN-Blauhelmen und weitere Sicherheitsmaßnahmen in Camp Liberty. Zwei Fraktionen des Europäischen Parlaments, die Europäische Volkspartei (EPP) und die Allianz von Demokraten und Liberalen für Europa (ADLE) forderten in getrennten Erklärungen die sofortige Freilassung der Geiseln durch die Regierung des Irak und die Stationierung internationaler Truppen in Camp Liberty.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

12. September 2013