Wednesday, February 1, 2023
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Aufruf zur Unterstützung der Volksmodjahedin

afp_photo_white_houseAgenturen- Ein Aufruf zur Verteidigung der Rechte der Exiliraner im Irak wurde gestartet. Der Aufruf betrifft die 3500 Volksmodjahedin (PMOI) und ihre Familien, die in Camp Ashraf leben.

Sie wurden im Mai 2003 von den multinationalen Streitkräften im Irak entwaffnet und bekamen den Status der “geschützten Personen” unter der 4. Genfer Konvention. Aber es sieht aktuell so aus, als hätten die Amerikaner entschieden, die Führung über Camp Ashraf der irakischen Regierung zu überlassen.

Auf den ersten Blick wirkt die Maßnahme sinnvoll, doch die iranische Regierung fordert die Auslieferung dieser Menschen.

“Wenn sie ausgeliefert werden, dann erwarten sie Folter und Hinrichtung”, warnten die französische Menschenrechtsgruppe „Nouveaux droits de l’homme (Neue Menschenrechte)“ in ihrem Appell.

Unter den Unterzeichnern des Aufrufs befanden sich unter anderem Raymond Aubrac, François Colcombet, früherer Abgeordneter und Richter, Bishop Gailot, Ghaleb Bencheikh (Präsident der Weltkonferenz für Frieden), Saleh Rajavi (Präsident des nationalen Widerstandsrates für den Iran), Anissa Boumediene (früher First Lady von Algerien) und Betoul Fekkar, die erste Frau im französischen Rat für Muslime.

Einhundert Familienmitglieder und Verwandte der Bewohner von Ashraf hatten von ein paar Wochen einen Sitzstreik vor dem UN Hochkommisariat für Flüchtlinge (UNHCR) in Genf durchgeführt.

Amnesty International schrieb einen Brief an die irakische und amerikanische Behörde, um sie an ihre Verpflichtungen gegenüber dem internationalen Recht zu erinnern, insbesondere an Artikel 27 der 4. Genfer Konvention, die die Ausweisung oder Rückführung der PMOI Mitglieder verbietet, solange multinationale Truppen im Irak präsent sind.